Mit der geeigneten Software wird die Flottenführung transparent und effektiv 01.07.2016, 00:00 Uhr

Flottenmanagement im Vergleich

Stapler sind nicht länger nur Maschinenbauprodukte. Die zunehmende Ausrüstung und Unterstützung durch moderne Software, wie etwa Managementsysteme, macht sie zu Hightech-Geräten in modernen prozessgesteuerten Unternehmen. LfU hat bei einigen Herstellern den aktuellen Entwicklungsstand ihres Softwareangebots abgefragt.

Das Flottenmanagementsystem Toyota I_Site erlaubt einen übersichtlichen Blick auf wichtige Kennzahlen. Bild: Toyota MH

Das Flottenmanagementsystem Toyota I_Site erlaubt einen übersichtlichen Blick auf wichtige Kennzahlen. Bild: Toyota MH

Mats Lindell Leiter Logistics Solutions, Toyota MH Deutschland

Mehr denn je spielen Kostenfaktoren im Lager beim Management von Flurförderzeugen eine wichtige Rolle. Die Anschaffung neuer Geräte macht dabei nur ca. 10 % der Gesamtkosten aus. Worauf es ankommt, sind die laufenden Kosten, die über die gesamte Lebensdauer der Maschinen anfallen. An dieser Stelle müssen sich Kunden ab einer bestimmten Größe mit komplexen Sachverhalten auseinandersetzen: Wann ist meine Flottengröße optimal? Wie kann ich die Auslastung verbessern? Warum sind die Schadenskosten momentan so hoch? Welche Fahrer benötigen zusätzliche Schulungen? Welcher Service wird wann für welches Gerät fällig? Fragen wie diese beschäftigen Flottenmanager von heute. Sie werden dabei an vielen Herausforderungen gemessen – zum Beispiel, ob es ihnen gelingt, die Kosten infolge von Gewaltschäden zu reduzieren und die Sicherheit im Lager zu erhöhen. Oder ob sie die Produktivität zu steigern vermögen und dabei gleichzeitig den Treibstoff- und Energieverbrauch ihrer Flotte reduzieren können.

Die Voraussetzung für derartige Optimierungen sind aussagekräftige Daten. Sie müssen einen Echtzeitüberblick über die gesamte Flottensituation liefern, bedienerfreundlich aufbereitet und jederzeit verfügbar sein. Die Implementierung des Systems, das diese Daten liefert, sollte leicht von der Hand gehen und möglichst wenig Kapital binden.

Transparenz über wichtige Kennzahlen bietet das Flottenmanagementsystem Toyota I_Site. Es ist ein Hilfsmittel für Flotten- und Logistikleiter, um Verbesserungspotenzial in gleich mehreren wichtigen Bereichen zu erkennen und umzusetzen: bei den Gesamtbetriebskosten, der Produktivität, dem Arbeitsschutz, der Sicherheit und der Umweltverträglichkeit. Mit dem System lassen sich ganz einfach der Zustand der Geräte, die Leistung der Fahrer und die allgemeine Produktivität des Materialflusses steuern. Die installierte Hardware ermittelt Einsatzzeiten und Kollisionsaufkommen der Geräte. Zudem ist die Überwachung von Batterieladezyklen und Vertragsauslastungen (bei Mietmaschinen) möglich. Die Zuteilung von Geräteberechtigungen für Fahrer kann online vorgenommen werden. Optional lässt sich weitere Hardware nutzen: Der sogenannte „Pre-Operational Check“ ist eine digitale Checkliste zur Überprüfung des Gerätezustandes vor Fahrtbeginn. Mit „Smart Access“ kann anstelle eines PIN-Codes auch RFID-Technologie (beispielsweise Mitarbeiterausweise) zum Einschalten der Geräte genutzt werden. Für einen individuellen Einsatz des Systems nutzt Toyota I_Site Mobilfunktechnologie. Durch eine flexible und automatische Netzauswahl kann die Maschine nach der Installation von I_Site weltweit eingesetzt werden. Die Daten des Gerätes und der Flotte werden dem Nutzer in einem Online-Portal zur Verfügung gestellt. Der Kunde kann so von überall, auf jedem internetfähigen Endgerät und über geschützte Zugangsdaten die Kennzahlen der Flotte einsehen.

Damit ist ein Monitoring vom Standort des Kunden sowie weiterer Standorte – regionaler bis auf globaler Ebene – mit Toyota I_Site möglich. Jegliche Kommunikation zwischen dem Nutzer und der Webseite ist verschlüsselt. Die Mobilfunkdaten laufen über ein geschütztes Gateway. Es werden mehrere Datenzentren innerhalb Europas zur Sicherung genutzt, selbstverständlich mit Firewalls und Traffic-Überwachung.

Von Toyota I_Site profitieren auch Mischflottenbetreiber mit Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller. Über ein so genanntes „Generic-Kit“ kann Toyota I_Site praktisch auf jedem Gerät installiert werden. Die Nutzung sämtlicher Features erfordert eine CAN-Bus Schnittstelle. Viele grundlegende Aspekte des Systems lassen sich aber auch ohne diese umsetzen.

Besonders wichtig ist ein Überblick über Gewaltschäden. Toyota I_Site kann ein effektives Mittel zur Prävention sein. Wesentlicher Bestandteil der Lösung ist auch die Überwachung von Kollisionen über sogenannte Schocksensoren. Dazu folgendes Szenario: Viele Fahrer sind nicht immer in einem angemessenen Tempo in der Lagerhalle unterwegs. Das Unfallrisiko ist entsprechend hoch und ebenso die Folgekosten. Hier kommen die Schocksensoren an den Geräten ins Spiel: sie messen die Schwingungsintensität und senden ein Signal an die Steuerungselektronik, sobald ein vorprogrammierter Grenzwert überschritten wird. Das Tempo des Staplers wird dann automatisch auf Schrittgeschwindigkeit reduziert. Das psychologische Moment dabei ist nicht zu unterschätzen: Der Fahrer muss sich an eine autorisierte Person wenden, um den Kriechgang wieder aufheben zu lassen. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Vorgesetzten, mit dem er den Fall und die Folgen diskutieren sowie alle erforderlichen Sicherheitsprüfungen durchführen kann. Unsere Erfahrungen zeigen, dass allein dieses Prozedere schon zu einer deutlichen Sensibilisierung im Umgang mit dem „Investitionsgut Flurförderzeug“ führt. Außerdem lässt sich so zusätzlicher Schulungsbedarf für den Fahrer ermitteln.

Kamil Denert  Marketing Product Manager bei Crown

Das Hauptkriterium für den Einsatz von Flottenmanagementlösungen ist in den meisten Fällen die Betriebskostenoptimierung. Das Crown InfoLink System sammelt dazu eine Vielzahl von integrierten Daten und stellt diese sinnvoll gefiltert und strukturiert auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche dar. So können umfassende Betriebsdaten genau durchleuchtet und auf allen Ebenen bessere Resultate erzielt werden, wobei genau die bediener- und fahrzeugbezogenen Daten überwacht und verwaltet werden, die sich am stärksten auf das Betriebsergebnis der Kunden auswirken. Daraus resultieren geringere Kosten, höhere Produktivität, mehr Sicherheit und effizientere Arbeitsabläufe.

Durch die Kombination von messgenauen Fahrzeugsensoren, sicherer drahtloser Datenübermittlung und einem cloud-basierten Managementportal bietet Crown InfoLink maximalen Nutzen bei minimalen Kosten und geringem Aufwand. Das System umfasst die folgenden Funktionen:

Modul „Konformität“

  •  Zugangskontrolle und Verwaltung der Schulungszertifikate
  •  Optimierung der Inspektionen vor Schichtbeginn
  •  Digitale Prozessdokumentation

Modul „Kollisionen“

  •  Ereignis- und Kollisionsmeldungen
  •  Identifizierung von Problembereichen zur Schadensminimierung
  •  Förderung des sicheren Staplerbetriebs

Modul „Produktivität“

  •  Bedienerspezifische Aufzeichnungen und Vergleiche der Fahrzeugnutzung
  •  Standort-, abteilungs- und schichtübergreifende Produktivitätsanalysen
  •  Sicherstellen der für den entsprechenden Aufgabenbereich optimalen Fahrzeugnutzung

Modul „Auslastung“

  •  Verfolgung des Fahrzeugstatus
  •  Optimierung von Flottengröße und Fahrzeugeinteilung
  •  Identifizierung von langfristigem und saisonalem Bedarf

Modul „Energie“

  •  Optimierung von Batterie-/Tankwechseln
  •  Verbesserung von Batterielebensdauer und -leistung
  •  Kraftstoffkostenkalkulation

Modul „Service“

  •  Wartungsterminplanung zur Minimierung von Ausfallzeiten
  •  Straffung von Reparaturabläufen
  •  Fundierte Entscheidungen zur Nutzungsdauer

 

Welche Module für die einzelnen Kunden im Vordergrund stehen, hängt ganz von deren individuellen Lagerprozessen und Zielsetzungen ab. So kann für den einen Kunden die Optimierung der Batterieladezyklen das oberste Ziel sein, während ein anderer höchste Priorität auf die Reduzierung von Schadens- und Reparaturkosten legt.

Das InfoLink System wird zudem in zwei Leistungsstufen angeboten. Damit kann das System flexibel auf den jeweiligen Bedarf der Kunden abgestimmt werden und mit sich verändernden Anforderungen mitwachsen. Dieses Stufenmodell erleichtert den Einstieg in das Flottenmanagement auch für kleine Staplerflotten. Kunden können damit – abhängig von ihren individuellen Anforderungen – Flottenmanagementfunktionen zu Kosten in Anspruch nehmen, die sich pro Stapler und Tag etwa auf den Preis einer Tasse Kaffee beschränken. Dabei erhält der Kunde eine sichere, cloud-basierte Lösung und behält damit überall und jederzeit über die gerade zur Verfügung stehenden Endgeräte Einblick in seine Lagerprozesse. In jedem Fall bleiben die Daten dank solider Sicherheitsfunktionen und Verschlüsselungstechniken immer geschützt. Für den Datenzugriff verlangt InfoLink einen Benutzernamen sowie ein Passwort. Der Bedienerzugriff wird über Tastencodes oder Zugangskarten abgesichert, und Vorgesetzte können die Zugangsrechte einzeln oder gruppenweise verwalten.

Häufig stellt sich die Frage, ob das Flottenmanagementsystem auch für bereits vorhandene Mischflotten verwendet werden kann. Die Antwort ist Ja, denn die InfoLink-Module lassen sich an Gabelstapler mit Elektro- oder Gasantrieb, an Stapler von Fremdherstellern und auch an andere Fahrzeugtypen – sogar an stationäre Geräte – anbringen. Über die InfoLink-Oberfläche können also die Daten sämtlicher Module abgerufen und analysiert werden, so dass der Kunde ein umfassendes Gesamtbild seiner betrieblichen Abläufe erhält.

Die Höhe der Kosten für das Flottenmanagementsystem sowie deren Abrechnungsmodalitäten hängen ganz von den spezifischen Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden ab. Je nachdem, welche Leistungsstufe gewählt wird, welche Module und Funktionen das System umfassen soll und wo das System gehostet werden soll, erstellen wir für jeden Kunden sein ganz individuelles Angebot. Ebenso verhält es sich mit der Abrechnung. Während der eine Kunde eine monatliche Abrechnung bevorzugt, wünschen andere eine einmalige Investition. Auch lassen sich die Hardware- von den Hosting-, Support- und Servicekosten separieren, so dass wir für unsere Kunden auch hier maßgeschneiderte Angebote erstellen können.

Ferdinand Bardens Anwendungsberater bei Linde MH

Mit „connect:“ hat Linde Material Handling ein modular aufgebautes Flottenmanagement entwickelt, das sich soft- und hardwareseitig an unterschiedliche betriebliche Gegebenheiten anpassen lässt und die fahrer- und fahrzeugbezogenen Daten drahtlos in die lokale IT-Infrastruktur des Unternehmens oder an einen Server im Internet (Cloud) überträgt. Mit der connect: Produktfamilie erhält der Flottenbetreiber transparente Daten über Fahrer, Fahrzeuge sowie deren Nutzung – unabhängig von Standort und Flottengröße, von Neu- und Bestandsfahrzeugen sowie Geräten anderer Hersteller. Das Linde-Flottenmanagement connect: ist eine lizenzfreie Lösung, bei der mit dem Kaufpreis oder der Monatsrate alle Leistungen abgedeckt sind. Aufgrund der modularen Struktur können die einzelnen Funktionspakete und Module komplett oder Schritt für Schritt erworben und jederzeit nachgerüstet werden.

Die connect: Produktfamilie umfasst vier große Funktionsgruppen, die sich in weitere Module aufteilen. Die Basis bildet connect:ac (access control). Dazu gehört die Zugangskontrolle per RFID-Chip oder PIN sowie die Verwaltung und Organisation von Fahrer- und Fahrzeugdaten und ein komplettes Berichtswesen. In der Funktionsgruppe connect:dt (data) sind Betriebsstunden-Dokumentation, Erfassung von Schocks sowie die Fehlercodeübertragung zusammengefasst. Betriebe, die eine detaillierte Nutzungsanalyse ihrer Flotte wünschen, verwenden die dritte Funktionsgruppe, access:an (analysis). Über ein individuelles, automatisiertes Reporting erhält der Betreiber die Einsatz-, Stand- und Wartungszeiten jedes Fahrzeugs und sieht, ob die Nutzung dem vorgegebenen Leistungsprofil des Fahrzeugs entspricht. Zukünftig wird außerdem ein Batteriemanagement verfügbar sein. Die vierte Funktionsgruppe, connect:tr (tracking), umfasst in einem ersten Schritt das Modul Indoor/Outdoor. Dabei erkennt ein Sensor, ob das Fahrzeug innerhalb oder außerhalb einer Halle bewegt wird und kann beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit im Innenraum reduzieren, um Unfälle zu vermeiden. Auch Zufahrtsbeschränkungen für bestimmte Fahrzeuge lassen sich realisieren. Weitere Funktionen, die ebenfalls in naher Zukunft hinzukommen, sind Fahrzeuglokalisierung und Zonenkontrolle.

Die connect: Hardware-Komponenten verbinden Fahrzeuge und IT-Infrastrukturen mit aktueller Kommunikationstechnologie wie WLAN, Bluetooth oder GSM. Sie sammeln und transferieren Steuerungs- und Sensordaten und stellen diese zur Weiterverarbeitung bereit, oder dienen als elektronisches Zündschloss mit PIN- oder RFID-Identifikation. Neufahrzeuge werden ab Werk mit der connect: Hardware ausgeliefert, alle Komponenten sind aber auch als Nachrüstlösungen für Bestands- und Fremdfahrzeuge verfügbar. Standardmäßig bietet Linde die Datenkommunikation über GPRS zur Linde Cloud und Bluetooth oder WLAN zu lokalen Datenbanken an. Diese Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Datenübertragungsvarianten hat für die Nutzer von Linde connect: den Vorteil, dass sie entscheiden können, ob mitarbeiterbezogene, wohlmöglich sensible Daten „aus dem Haus“ gegeben werden oder nicht. Sowohl bei der lokalen als auch bei der Online-Variante des Flottenmanagementsystems wird auf Datensicherheit großen Wert gelegt. Alle Daten sind nach gängigen Verschlüsselungs-Algorithmen abgesichert. Darüber hinaus schützen Redundanzen in der Server-Infrastruktur vor Ausfällen und Datenverlusten. Jeder autorisierte Nutzer kann zudem eine regelmäßige, automatisiert durchgeführte Datensicherung aktivieren.

Die Implementierung von Linde connect: schafft die Voraussetzung für zahlreiche Prozessverbesserungen im Flurförderzeugbetrieb. So wird erstens eine größere Betriebssicherheit erreicht, indem Fahrzeuge nicht unbefugt genutzt werden können und mutwillige Fehlbedienung oder grobes Fahrverhalten stark eingeschränkt wird. Zudem lassen sich Gefahrenschwerpunkte auf dem Betriebsgelände erkennen und beseitigen. Ebenfalls können verschiedenen Mitarbeitern (z.B. Azubis) verschiedene Fahrzeuggeschwindigkeiten zugewiesen werden, um ihrem Fahrverhalten und ihrer Erfahrung mit Flurförderzeugen Rechnung zu tragen. Darüber wird das Verantwortungs- und Zuständigkeitsbewusstsein der Mitarbeiter gefördert und Betriebseinschränkungen am Fahrzeug werden schneller erkannt. Positive Effekte gibt es auch im Service. So lassen sich Gewaltschäden reduzieren, Wartungsintervalle wirkungsvoll nachhalten, die Überbeanspruchung einzelner Fahrzeuge vermeiden und Schäden am Fahrzeug frühzeitig erkennen und vermeiden. Diesen deutlichen Gewinn an Transparenz schafft die connect: Produktfamilie durch eine eindeutige Zuordnung von Fahrern und Fahrzeugen, die Verwaltung von Fahrerlaubnissen, Schulungen, Gesundheitschecks, die Abbildung der Organisationsstruktur im Flottenmanagement, detaillierte Nutzungs- und Verbrauchsdaten für jedes Fahrzeug sowie individuell konfigurierbare, aussagekräftige Reports. Mit Hilfe dieser Analysen und Auswertungen lassen sich ungenügend ausgelastete oder überlastete Fahrzeuge herausfinden, um in der Konsequenz Kapazitäten anzupassen und die Wirtschaftlichkeit der Flotte zu steigern.

Christian Baerwolff  Leiter Still Produktmanagement

Damit unsere Kunden ihre Flotte sicher im Blick behalten, hat Still intelligente Online-Software-Tools entwickelt. Der Wunsch nach besserer Zugangskontrolle, Kostenanalyse und Serviceunterstützung führte zu flexiblen IT-Lösungen, welche in weiteren Versionen eine baukastenähnliche Erweiterung ihrer Möglichkeiten bieten. Die Anfänge der Software-Tools liegen bei Still rund zehn Jahre zurück. Zu dieser Zeit kamen Kunden mit größeren Fuhrparks auf uns zu und fragten nach Produkten für eine effektive Zugangskontrolle. Die Entwickler erarbeiteten eine Lösung, bei der sich der Fahrer durch Eintippen einer PIN in eine kleine Zehnertastatur am Instrumentenbord identifiziert. Alternativ kommen Chipkarten oder Chips zum Einsatz, auf dem jeweils ein Fahrerprofil hinterlegt ist. Auch eigene Firmenausweise können heute für den Zugang verwendet werden. Der Fahrer kann damit nur für ihn freigegebene Fahrzeuge starten. Die Vergabe der Zugangsberechtigung ist auch heute noch der Kern vom StillFleetManager 4.x.

  Bild 2 Der StillFleetManager erstellt Berichte, mit deren Hilfe er die Nutzung der Flotte verbessert. Bild: Still

  Bild 2 Der StillFleetManager erstellt Berichte, mit deren Hilfe er die Nutzung der Flotte verbessert. Bild: Still

Quelle: Still

Die Daten, welches Fahrzeug wann von welchem Fahrer gefahren werden darf, kann der Fuhrparkmanager von seinem Computer per Kabel oder auch kabellos (per Bluetooth) in das betreffende Fahrzeug überspielen. Auch der umgekehrte Weg ist möglich: In den Fahrzeugen gesammelte Daten gelangen in den Computer und werden dort gesammelt und ausgewertet. Besonders bei großen und an verschiedenen Standorten eingesetzten Fahrzeugflotten erweist sich die direkte Verbindung zum Fahrzeug aber als nicht optimal. Besonders effektiv ist ein solches System, wenn der Kontakt mit dem Fahrzeug per Weitbereichs-Funk hergestellt wird und manuelle Eingriffe nicht mehr erforderlich sind.

Die Lösung ist die Nutzung des vorhandenen Mobilfunk-GSM-Netzes. Mit dem Standard GPRS (General Packet Radio Service) können digitale Daten per Funk übertragen werden, zu jeder Zeit, an jedem Ort und ohne Investition für die Errichtung eines eigenen Netzes. Die Daten werden mit hoher Datenzuverlässigkeit gegen Verlust und Fremdzugriffe geschützt auf zentralen Servern gespeichert, und der Kunde bezieht sie von dort verschlüsselt mit webbasierten Tools.

Hiermit wird nun ein Baukasten eröffnet, den Still für den StillFleetManager 4.x nutzt. Die Vergabe der Zugangsberechtigung kann in Echtzeit gemanagt und beobachtet werden. Zurückgemeldete Daten geben Aufschluss über die Nutzung der Fahrzeuge. Schock- und Lasterkennung, Berichte zur Analyse und Optimierung der Fahrzeugnutzung, Push-Mail Dienste und Zustandsauswertungen ermöglichen eine optimale Flottenübersicht.

Der StillFleetManager 4.x, baut auf die Auswertungsmöglichkeiten beim Flottenmanager des Kunden. Er kann Berichte erstellen, mit deren Hilfe er die Nutzung der Flotte erheblich verbessert, denn mit nicht passender Belastung eingesetzte wie auch wenig genutzte Fahrzeuge lassen sich so identifizieren. Ein modernes Flottenmanagementsystem muss komplexe Zusammenhänge und eine Vielzahl von Daten schnell, fehlerfrei und einfach aufbereiten und jederzeit überall verfügbar sein. Insbesondere die Verknüpfung von dynamischen und statistischen Fahrzeugdaten, zum Beispiel tagesaktuelle Betriebsstunden mit den dazu gehörigen Service-Kosten eines Fahrzeugs, ermöglichen eine umfassende Analyse einer Fahrzeugflotte.

Die Möglichkeiten der Software-Tools sind längst noch nicht ausgeschöpft und mit jeder neuen Version werden weitere Features zur Auswertung von Daten angeboten. Still hat neben dem StillFleet Manager 4.x auch den StillReport im Angebot. Er ermöglicht dem Kunden einen einfachen und schnellen Überblick über Kosten, Betriebsstunden, Fahrzeugausstattung, erledigte und geplante Wartungen und Serviceereignisse seiner weltweiten Flotte.

Tanja Gründer  Leiterin Flottenmanagement bei Jungheinrich

Jungheinrich hat ISM Online erstmals zur CeMAT 2011 vorgestellt und seitdem ständig weiterentwickelt. So wurde das System kontinuierlich um weitere Inhalte ergänzt, zuletzt um das Modul Produktivität. Damit kann der Nutzer die Auslastung seiner Flotte exakt analysieren und seine Flurförderzeuge effizient auslasten. Zudem kann er Maßnahmen zur Produktivitätssteuerung seiner eigenen Flurförderzeugflotte über mehrere Standorte – auch international – einleiten. Im Zuge der Weiterentwicklung von ISM Online wurden jedoch noch weitere Features in die bereits bestehenden Module integriert. Ein Beispiel ist die Flottengruppierung. Mit diesem Feature kann der Nutzer seine Flotte nach individuell festzulegenden Merkmalen – beispielsweise nach Kostenstellen oder Einsatzorten – gruppieren. Darüber hinaus kann der Anwender über das ISM Online Portal festlegen, ob der Fahrer vor Antritt der Fahrt eine Einsatzprüfung des von ihm benutzten Fahrzeugs , einen sogenannten Pre-op-Check durchführen soll. Hiermit erhält der Nutzer einen umfassenden Überblick über den Zustand seiner Flotte. Gleichzeitig erhöht sich automatisch auch die Sicherheit im Lager, weil mit diesem Feature sichergestellt wird, dass nur einwandfrei funktionierende Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Derzeit ist unser Flottenmanagementsystem in 18 europäischen Ländern nutzbar. Zu diesen zählen u.a. Deutschland, Großbritannien und die Niederlanden Insgesamt besteht ein sehr großes Interesse an dem Managementsystem – national und international. Nach heutigem Stand haben wir mehr als 700 Kundenprojekte in der Intralogistik realisiert, beispielsweise bei verschiedenen Lebensmittel- und Getränkeherstellern oder in der Automobilindustrie. ISM Online ist webbasiert und intuitiv zu bedienen. Einfache, übersichtlich gestaltete Grafiken und Tabellen erleichtern dem Nutzer das Arbeiten mit dem Flottenmanagementsystem. Dieses ist sowohl für die Steuerung von Jungheinrich-Flotten als auch von Mischflotten ausgelegt.

Von Mats Lindell, Kamil Denert, Ferdinand Bardens, Christian Baerwolff

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