Studie automatisierte Fahrzeuge 23.02.2022, 14:30 Uhr

Energieversorgung autonomer Fahrzeuge lässt sich verbessern

Eine Studie zeigt, dass automatisierte Fahrzeuge Teil vieler Industrieprozesse sind. Optimierungspotenzial bietet demnach die Energieversorgung der Fahrzeuge.

Die Automatisierung von Intralogistikprozessen nimmt weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktbefragung der Logistikberatung Prolog-Team. Foto: Prolog-Team

Die Automatisierung von Intralogistikprozessen nimmt weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktbefragung der Logistikberatung Prolog-Team.

Foto: Prolog-Team

Der Trend ist eindeutig: In der Intralogistik nimmt die Automatisierung von Prozessen stetig zu. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Marktstudie der Logistikberatung Prolog-Team und der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Der Studie zufolge werden klassische Flurförderzeuge (FFZ) wie Stapler und Handhubwagen nach wie vor am häufigsten eingesetzt. Überraschend ist, wie Prolog-Team ausführt, jedoch der hohe Anteil an automatisierten Fahrzeugen wie FTS und autonomen mobilen Robotern (AMR) von insgesamt über 40 %. Der Automatisierungsgrad der intralogistischen Prozesse sei damit bereits auf einem beachtlichen Niveau.

Potenzial der Lithium-Ionen-Batterie bleibt ungenutzt

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Energieversorgung der Elektrofahrzeuge erfolgt überwiegend durch Lithium-Ionen-Batterien. Und die Mehrzahl derjenigen, die derzeit andere Techniken einsetzen, plant künftig umzurüsten oder die leistungsstarke Batterie neu anzuschaffen. Die Gründe liegen laut Prolog-Team klar auf der Hand: längere Lebensdauer, ein niedriger Wartungsaufwand, geringes Gewicht und reduzierte Betriebskosten sowie die Möglichkeit zur Zwischenladung. Umso mehr verwundere, dass ein Drittel der Befragten keine Angaben zu den verwendeten Batterien machen konnte. Demnach setzen sich viele Unternehmen nicht mit der Energieversorgung ihrer Transportsysteme auseinander, obwohl gerade die Lithium-Ionen-Batterie deutliche wirtschaftliche Vorteile biete, betrachtet man die Total Cost of Ownership (TCO) und den Return on Investment (ROI).

Verschenktes Potenzial: Rund 35 Prozent der Unternehmen kennen die Dauer ihrer Ladevorgänge nicht. Grafik: Prolog-Team

Interessante Erkenntnisse liefert den Angaben zufolge der Blick auf den Ladevorgang. Ein Drittel der Befragten hat angegeben, dass der Ladevorgang mehr als eine Stunde dauert, ein weiteres Drittel hat die Länge des Ladevorgangs noch gar nicht ermittelt. Besonders auffallend: Überwiegend werden die Fahrzeuge nach Schichtende aufgeladen oder sogar erst dann, wenn die Energie aufgebraucht ist. Die Folge: Fahrzeuge stehen länger still und es drohen Produktionsausfälle, heißt es weiter. Umso bedeutsamer seien robuste, automatisierte Ladeprozesse, die ein In-Process-Charging ermöglichen und einen wartungsfreien Betrieb garantieren. Dies lasse sich mit induktiven Punktladesystemen erreichen, die eine hohe Versorgungssicherheit bieten. Sie hätten deutliche Vorteile im Vergleich zu traditionellen Ladesystemen mit Schleifkontakten oder Ladekabeln. Deren Wartungskosten seien nicht unerheblich, würden aber von fast 80 % der Studienteilnehmer nicht erfasst oder seien nicht bekannt. Auch für diesen Bereich zeigt die Studie deutliche Lücken im Energie- und Logistikmanagement auf. Festzuhalten bleibt: Bisher verpasst ein Großteil der Unternehmen die Gelegenheit, die eigene Produktivität durch die Optimierung der Ladeprozesse zu steigern.

Nach wie vor werden FTS überwiegend mit Steckverbindungen aufgeladen. Neue Techniken wie induktive Punktladesysteme sind aber auf dem Vormarsch. Grafik: Prolog-Team

Für die Studie wurden laut Prolog-Team rund 50 überwiegend große und mittelständische Unternehmen aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungssektor befragt. Prolog-Team wertete die Ergebnisse gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen aus. Bei der inhaltlichen und fachlichen Ausgestaltung unterstützte Wiferion, der Anbieter von Lösungen zur kabellosen Energieversorgung von industriellen E-Fahrzeugen.

Die komplette Studie erhalten Interessenten kostenlos unter www.wiferion.com/presse/studie-energieversorgung-agv.

Auch interessant:

E-Mobilität: Beim Laden die Batteriequalität testen

Mit wenig Erfahrung Cobots richtig einsetzen

Von Prolog-Team/Udo Schnell

Top Stellenangebote

RHEINMETALL AG-Firmenlogo
RHEINMETALL AG Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) deutschlandweit
Stadt Viernheim-Firmenlogo
Stadt Viernheim Stadt- und Bauleitplanung (m/w/d) Viernheim
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW-Firmenlogo
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Professor*in für Werkstoffwissenschaften Brugg-Windisch
Frankfurt University of Applied Sciences-Firmenlogo
Frankfurt University of Applied Sciences Professur (W2) Werkzeugmaschinen Frankfurt am Main
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten-Firmenlogo
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten Professur (m/w/d) Werkstofftechnik und Metallkunde Kempten
Hochschule der Bayerischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH-Firmenlogo
Hochschule der Bayerischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH Professur (W2) für Aerodynamik, Fluidmechanik, Thermodynamik und Wärmeübertragung München
OOWV Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband-Firmenlogo
OOWV Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband Ingenieur (w/m/d) Leitungswesen Abwasser Brake (Unterweser)
Carl Zeiss AG-Firmenlogo
Carl Zeiss AG Projekt- und Prozessmanagement in der Halbleiterfertigungstechnik (m/w/d) Keine Angabe
Hochschule Ravensburg-Weingarten-Firmenlogo
Hochschule Ravensburg-Weingarten Professur (W2) elektrische Antriebstechnik Weingarten
Bayernwerk-Firmenlogo
Bayernwerk Mitarbeiter (m/w/d) Keine Angabe
Zur Jobbörse