Hannover-Messe 2021 19.04.2021, 12:09 Uhr

Digitale Messe: Positives Resümee und eine Auszeichnung

Nach Abschluss der digitalen Version der Hannover-Messe haben Veranstalter und Vertreter von Branchenverbänden ein positives Resümee gezogen. 90.000 registrierte Teilnehmer und 3,5 Millionen Seitenaufrufe verzeichnete die Messegesellschaft zum Abschluss der Messewoche. Am letzten Messetag wurde bereits zum neunten Mal der Engineer Powerwoman Award verliehen.

Dr. Jochen Köckler, Vorstand Deutsche Messe, Arief Oegroseno, Botschafter des Partnerlandes, der Republik Indonesien, und Onuora Ogbukagu,  Unternehmenskommunikation Deutsche Messe, bei der Abschlusspressekonferenz der Hannover-Messe (v.l.). Bild: Deutsche Messe

Dr. Jochen Köckler, Vorstand Deutsche Messe, Arief Oegroseno, Botschafter des Partnerlandes, der Republik Indonesien, und Onuora Ogbukagu, Unternehmenskommunikation Deutsche Messe, bei der Abschlusspressekonferenz der Hannover-Messe (v.l.). Bild: Deutsche Messe

Die Deutsche Messe AG, Veranstalter der Hannover-Messe, hat eine positive Bilanz der digitalen Version der Messe gezogen. Die digitale Edition der Hannover-Messe habe in eindrucksvoller Weise die Innovationskraft der Unternehmen aus Maschinenbau, Elektrotechnik und IT abgebildet. Gleichzeitig habe sie gezeigt, dass die Messe der Zukunft hybrid sei, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, am letzten Messetag. „Gemeinsam mit unseren Ausstellern und Partnern ist es uns gelungen, einmal mehr den Markenkern der weltweit wichtigsten Industriemesse zu stärken: Innovation, Inspiration und Networking im Zeitalter der industriellen Transformation – dafür steht die Hannover-Messe.“

Wie die Messe mitteilt, informierten sich 90000 registrierte Teilnehmer über die 10.500 Produkte und Innovationen der 1.800 Aussteller. Im Konferenzprogramm diskutierten 1.500 Expertinnen und Experten über Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung der industriellen Prozesse, Supply Chain Management, Leichtbau oder Wasserstoff und Elektromobilität.

Dr. Jochen Köckler, Vorstand Deutsche Messe, Arief Oegroseno, Botschafter des Partnerlandes, der Republik Indonesien, und Onuora Ogbukagu,  Unternehmenskommunikation Deutsche Messe, bei der Abschlusspressekonferenz der Hannover-Messe (v.l.). Bild: Deutsche Messe

Köckler weiter: „Der Zuspruch zur digitalen Hannover-Messe hat unsere Erwartungen übertroffen. Gleichwohl hat sich gezeigt, dass eine digitale Messe die Magie einer physischen Veranstaltung nicht ersetzen kann.“ Köckler verwies auf Fachgespräche von Angesicht zu Angesicht, konkrete Leads am Messestand, die haptische Erfahrung direkt am Produkt oder Zufallsbegegnungen, die zu neuen Geschäftspartnerschaften führen können. „Es fehlt schlicht der Kern des Zwischenmenschlichen“, so Köckler. „Wir sehen uns daher auf unserem Weg bestätigt, auf Basis der Erfahrungen der digitalen Hannover-Messe das Beste aus der digitalen und der physischen Welt künftig zusammenzuführen, um so für unsere Kunden ein ganzheitliches hybrides Messeerlebnis zu schaffen“, sagte Köckler weiter.

Erfolgreicher Test- und Use-Case

An den fünf Live-Messetagen generierten die 90000 Teilnehmer den Angaben zufolge mehr als 3,5 Millionen Seitenaufrufe und 700.000 Suchanfragen in der Aussteller- und Produktsuche. Zusätzlich wurden die neuen Konferenz- und Aussteller-Streams rund 140.000 Mal angeschaut. Köckler: „Die Digital Edition war für uns in jeder Hinsicht ein erfolgreicher Test- und Use-Case. Wir wollten erfahren, welchen konkreten Nutzen digitale Formate den Ausstellern und Besuchern der Hannover-Messe stiften.“

Köcklers Bilanz fällt positiv aus: „Unter anderem wissen wir jetzt, dass wir auch ganz neue Aussteller und Besucher über digitale Formate erreichen. Wenn wir diese Erkenntnisse auf unsere physischen Veranstaltungen übertragen, maximieren wir die Reichweite unserer Messen um ein Vielfaches. Damit heben wir die Relevanz und Strahlkraft der Marke Hannover-Messe auf ein noch nie dagewesenes Niveau.“

Dr. Kathrin Rüschenschmidt mit Engineer Powerwoman Award ausgezeichnet

Am letzten Messetag – während der Eröffnung des Women-Power-Kongresses – wurde auch die diesjährige Gewinnerin des Engineer Powerwoman Awards bekannt gegeben. Mit dem Award zeichnet die Deutsche Messe nach eigenen Angaben bereits zum neunten Mal eine Expertin aus, die sich durch ihren besonderen Einsatz in den naturwissenschaftlich technischen Disziplinen verdient gemacht hat.

In diesem Jahr wurde Dr. Kathrin Rüschenschmidt zur Engineer Powerwoman gekürt. Den Preis nahm sie nach Laudationen von Dorothea Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, und Angela Josephs, stellvertretende Vorsitzende des WomenPower Kongressbeirates und Director Corporate Communications bei Phoenix Contact, entgegen.

Dr. Kathrin Rüschenschmidt wurde im Rahmen der WomenPower während der Hannover-Messe zur Engineer Powerwoman gekürt. Bild: Deutsche Messe

Dr. Kathrin Rüschenschmidt ist promovierte Physikerin. Schon während ihres Studiums an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster engagierte sie sich ehrenamtlich im Fachbereichsrat der Physik. Als Frauenbeauftragte begeisterte sie Schülerinnen für das MINT-Fach Physik und setzte sich für Studentinnen und Doktorandinnen ein. Seit 2019 verantwortet sie beim Energietechnikhersteller Emerson weltweit im Bereich Machine Automation das Projektportfolio-Management für Neuproduktentwicklungen und koordiniert die Projektleiter. Vor ihrer Tätigkeit bei Emerson war Rüschenschmidt für die Infinion Technologies AG als Konstrukteurin und später als Projektleiterin im Einsatz. Führungserfahrung sammelte sie bei der Robert Bosch GmbH als Projektleiterin sowie anschließend bei der Aventics GmbH, wo sie bis zur Übernahme durch Emerson als Director Engineering arbeitete. Im vergangenen Jahr gründete Rüschenschmidt das „Women in STEM Chapter Laatzen“ und engagiert sich bereits seit Beginn ihres Studiums für Diversität und Inklusion in Unternehmen.

Positives Messe-Fazit aus der Industrie

Auch von den Branchenverbänden gab es positive Rückmeldungen zur digitalen Hannover-Messe:

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI): „Ich zolle den Veranstaltern der Hannover-Messe Digital Edition meinen größten Respekt für diese erfolgreiche Veranstaltung in Pandemiezeiten. Der Messeleitung ist es gelungen, ein innovatives Format auf die Beine zu stellen, das trotz Corona die Leistungsfähigkeit unserer Industrie demonstriert. Die Zusammenkunft von Politik und Anbietern wie Nutzern aus der Wirtschaft ist ein wichtiges Signal, besonders in diesen Zeiten den Blick auf Innovationskraft zu lenken. Mehr denn je muss es darum gehen, mit neuen Lösungen und Geschäftsmodellen aus der Corona-Krise herauszuwachsen.“

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Bild: BDI

Dr. Gunther Kegel, Präsident des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie: „Die diesjährige Hannover-Messe hat gezeigt, dass die Marke auch als Digital Edition eine hohe Strahlkraft besitzt und Aussteller und Kunden weiterhin zusammenführt. Die Elektroindustrie konnte erneut mit zahlreichen Produktinnovationen aufwarten und zeigen, dass sie ein wesentlicher Akteur der globalen Industrie 4.0-Bewegung ist, die auf der Hannover-Messe vor zehn Jahren ihren Anfang nahm. Heute genießt die Marke „Industrie 4.0“ weltweit Anerkennung und stärkt zusammen mit KI und 5G den Produktionsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb. Unsere Industrie braucht einen starken hiesigen Messestandort, der künftig eine Mischung aus Präsenzmesse und attraktiven digitalen Angeboten sein wird.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Vereins Deutscher Maschinen- und Anlagenbau: „Die Hannover-Messe ist und bleibt das internationale Schaufenster der Industrie, auch in Zeiten von Corona. Die diesjährige Digital Edition der Messe hat Unternehmen, Politik, Medien und viele Zuschauer aus der ganzen Welt online zusammengebracht, um wichtige Themen und faszinierende Technologien zu präsentieren. Dem Maschinen- und Anlagenbau kommt hierbei als Enabler für die industrielle Transformation eine Schlüsselrolle zu. Das gilt für die klimaneutrale Produktion, die Mobilität von Morgen sowie für die intelligente Produktion und Logistiktechnologien.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer VDMA. Bild: VDMA/Salome Roessler/lensandlight

Die nächste hybride Hannover-Messe soll vom 25. bis 29. April 2022 ausgerichtet werden. Partnerland ist Portugal.

Von Udo Schnell

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