Hannover-Messe 2022 28.03.2022, 11:54 Uhr

Deutsche Messe schreibt Hermes-Award aus

Auch 2022 können sich Unternehmen wieder um den Hermes-Award bewerben. Die Auszeichnung wird am 29. Mai im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover-Messe überreicht.

Auch in diesem Jahr wird im Rahmen der Hannover-Messe wieder der Hermes-Award verliehen. Bewerbungsschluss ist der 11. April (Archivbild Hannover-Messe 2021 digital edition). Foto: Deutsche Messe AG

Auch in diesem Jahr wird im Rahmen der Hannover-Messe wieder der Hermes-Award verliehen. Bewerbungsschluss ist der 11. April (Archivbild Hannover-Messe 2021 digital edition).

Foto: Deutsche Messe AG

Mit dem Hermes-Award schreibt die Deutsche Messe erneut den nach eigenen Angaben weltweit wichtigsten Industriepreis aus. Er soll am 29. Mai im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover-Messe überreicht werden. Unternehmen und Institutionen, die sich an der Hannover-Messe beteiligen, können sich bis zum 11. April um diesen prestigeträchtigen Preis bewerben.

Wie die Messe ausführt, wird eine unabhängige Jury, besetzt mit hochkarätigen Experten aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft, unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, unter den Einreichungen drei Produkte für den Hermes-Award nominieren und aus diesem Kreis den Preisträger ermitteln. Bei der Beurteilung der Preiswürdigkeit spielen die Kriterien Technologischer Innovationsgrad, Nutzen für Industrie, Umwelt und Gesellschaft, Wirtschaftlichkeit und Umsetzungsreife eine herausragende Rolle, heißt es weiter.

Industriell erprobte Techniken

Mit dem Hermes-Award zeichnet die Deutsche Messe alljährlich ein Unternehmen aus, dessen Produkt beziehungsweise Lösung einen besonders hohen technologischen Innovationsgrad aufweist. Dabei werden ausschließlich bereits industriell erprobte Technologielösungen berücksichtigt. Die Preisübergabe erfolgt, wie die Messe ausführt, durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger im Rahmen der feierlichen Eröffnungsfeier der Hannover-Messe.

Thomas Fechner, Senior Vice President Product Area New Business, Bosch Rexroth, bei der Überreichung des Awards im vergangenen Jahr (Archivbild Hannover-Messe 2021 digital edition).

Foto: Deutsche Messe AG

Im vergangenen Jahr ging der Hermes-Award an Bosch Rexroth. Das Unternehmen wurde für den weltweit ersten elektrischen Aktuator zur Ansteuerung von Prozess-Ventilen unter Wasser ausgezeichnet. Mit dem Produkt SVA R2 (Subsea Valve Actuator) zeichnete die Jury den weltweit ersten elektrischen Aktuator zur Ansteuerung von Prozess-Ventilen unter Wasser aus. Der SVA R2 bietet eine energieeffiziente und sichere Alternative zu den bislang eingesetzten Aktuatoren bei der Offshore-Öl- und-Gas-Förderung. SVA sind autarke Baugruppen mit einem eigenen Fluidkreislauf und einem drehzahlvariablen Pumpenantrieb. Das Zentralaggregat und die kilometerlangen Leitungen für das Fluid entfallen. Damit werden auch Umweltrisiken stark minimiert. Die SVA benötigen lediglich eine Spannungsversorgung und eine Datenleitung. Eine Verdrängersteuerung regelt den Förderstrom nahezu verlustfrei aus der Drehzahl heraus. Das vereinfacht die Konstruktion und steigert die Energieeffizienz deutlich.

Juryvorsitzender und Fraunhofer-Präsident Prof. Neugebauer begründet die Auswahl des Gewinners: „Beim Subsea Valve Actuator reichen bereits installierte elektrische Versorgungsleitungen für Sensoren zum zuverlässigen Betrieb der Aktuatoren aus. Weiterer Vorteil für die Industrie sind die geringen Abmessungen und die Integration von Schnittstellen, die es erlauben, den neuen Aktuator auch in bestehende Anlagen einzusetzen und nachzurüsten.“

Startups: Innovations-Katalysatoren

Im vergangenen Jahr erhielt das junge Unternehmen core sensing einen Hermes-Startup-Award für das Projekt core-IN. Dabei handelt es sich um einen robusten und zuverlässigen Kraft- und Drehmomentsensor, der Daten direkt und drahtlos aus einem rotierenden Bauteil erfasst und überträgt. Dadurch ist die Integration in verschiedene Maschinenelemente und Komponenten möglich. Core-IN ermöglicht eine ständige Überwachung der Bauteile, kann Ausfälle vermeiden und den Wartungsaufwand reduzieren.

Prof. Neugebauer: „Start-ups sind wesentliche Innovations-Katalysatoren. Sie zählen im internationalen Innovationssystem zu den effektivsten Wegen, frische Ideen und neueste Forschungsergebnisse in hoher Geschwindigkeit in die Anwendung zu übersetzen und auf den Markt zu bringen. Es freut mich ganz besonders, mit core sensing eine Ausgründung auszuzeichnen, die mit ihren Lösungen Unternehmen dabei unterstützt, die vielfältigen Potenziale der Digitalisierung umfassender auszuschöpfen. coreIN ist hierbei ein echter Befähiger und Treiber – und ein glänzendes Beispiel, wie integrierte Sensorik die Digitalisierung von Produktion fördert.“

Weitere Informationen unter www.hannovermesse.de/de/rahmenprogramm/awards/hermes-award

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Von Deutsche Messe/Udo Schnell

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