Hannover-Messe 2021 12.04.2021, 11:57 Uhr

Branchenverbände verbreiten Optimismus

Die Branchenverbände VDMA und ZVEI gehen zuversichtlich in das weitere Jahr. Beide Verbände gehen davon aus, dass die coronabedingten Rückschläge zumindest teilweise wieder aufgeholt werden können. Treiber des Wachstum ist der chinesische Markt. Sorgen bereiten den Unternehmen Engpässe in den Lieferketten.

Hannover Messe 2021 Digital Edition: Am 12. April ist die diesjährige Hannover-Messe gestartet. Bild: Deutsche Messe

Hannover Messe 2021 Digital Edition: Am 12. April ist die diesjährige Hannover-Messe gestartet. Bild: Deutsche Messe

Die Branchenverbände VDMA und ZVEI verbreiten zu Beginn der Hannover-Messe Optimismus. „Wir erwarten für die Branche ein Produktionswachstum von 5 % und können so vier Fünftel des letztjährigen Produktionswachstums wieder aufholen“, sagte ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel zur Eröffnung der diesjährigen Hannover-Messe über die Lage in der Elektroindustrie.

Hannover Messe 2021 Digital Edition: Am 12. April ist die diesjährige Hannover-Messe gestartet. Bild: Deutsche Messe

Für eine Erholung in der Elektrobranche spreche, so Kegel, dass wichtige Stimmungsindikatoren wie Lagebewertung, Geschäftserwartungen und damit das Geschäftsklima insgesamt seit dem Sommer angestiegen sind. Die Kapazitätsauslastung ist mit 82 % im ersten Quartal 2021 fast wieder beim Vorjahresniveau angekommen, nachdem sie im zweiten Quartal des vergangenen Jahres stark zurückgegangen war. Zudem hätten auch die Auftragseingänge seit Herbst an Dynamik gewonnen und sich zu Jahresbeginn weiter positiv entwickelt – allein im Februar 2021 habe es dort einen Zuwachs von 13 % zum Vorjahr gegeben.

China sei das einzige Land gewesen, in das die Elektroindustrie seine Exporte nennenswert steigern konnte. Der Zuwachs betrug 6,5 % auf 23,3 Milliarden Euro. „Der positiven wirtschaftlichen Entwicklung steht eine beunruhigende politische Entwicklung entgegen“, kommentiert der ZVEI-Präsident die aktuelle Situation.

Maschinenbau nimmt Fahrt auf

Auch der Maschinen- und Anlagenbau nimmt laut VDMA wieder Fahrt auf: „Insbesondere die Aussichten für weiteres Wachstum in China und und anderen asiatischen Ländern sowie den USA sind gut. Der Auftragseingang liegt klar auf Wachstumskurs. Die Chancen, dass die Produktion ab dem zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr wieder wächst, sind ebenfalls gut. Daher erhöhen wir unsere bisherige Prognose um drei Prozentpunkte und erwarten nun für 2021 ein reales Produktionswachstum von 7 %,“ sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen zur Eröffnung der Messe.

Karl Haeusgen, VDMA-Präsident

Bestätigt werde dieser Optimismus des VDMA durch die aktuelle 10. Corona Blitzumfrage des VDMA, an der 726 Mitgliedsunternehmen teilgenommen hätten. Demzufolge hat jedes vierte Unternehmen (26 %) keine Probleme mit Auftragseinbußen oder gar Stornierungen, weitere 40 % nur geringe Schwierigkeiten. 24 % aller Unternehmen erwarten weiter abnehmende Probleme auf der Nachfrageseite. Allerdings klagt, so der VDMA weiter, etwa ein Viertel der Maschinenbauunternehmen über Produktionsbehinderungen infolge von Engpässen in den Lieferketten.

Engpässe bei der Beschaffung

Dies betrifft auch die Elektrotechnik. Sorgen bereiten der Branche zum Teil Engpässe bei der Beschaffung von Vorleistungen. Lieferschwierigkeiten gibt es den Angaben zufolge unter anderem bei Mikrochips, Kunststoffen, Stahl und Kupfer. Diese angebotsseitigen Knappheiten verschärfen sich noch durch zum Teil deutliche Transportprobleme. „Knappe Transportkapazitäten führen zu deutlich höheren Kosten bei gleichzeitig längeren Lieferzeiten“, berichtet Kegel von den Schwierigkeiten der Unternehmen. Für Verunsicherung sorge zudem die Corona-Lage. „Die Unternehmen müssen weiter produzieren können.“ Ein genereller Lockdown für die Wirtschaft würde nur wenige positive Effekte bei der Pandemiebekämpfung erzielen können, gleichzeitig aber einen hohen betriebs- und damit volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. „Die Unternehmen der Elektroindustrie haben wirkungsvolle Schutzmaßnahmen ergriffen und leisten darüber hinaus mit Tests und betriebsärztlichen Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung.“

Von Udo Schnell

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