Weltweit leichtester Cobot 13.10.2021, 12:07 Uhr

10-kg-Cobot soll Einstieg in Servicerobotik erleichtern

Igus hat einen Cobot vorgestellt, der nur 10 kg auf die Waage bringt. Damit seien auch für kleine Unternehmen ganz neue Ideen in der Servicerobotik machbar.

Herzstück des Kunststoff-Leichtbauroboters ist ein vollintegriertes Tribo-Wellgetriebe mit Motor, Absolutwert-Encoder, Kraftregelung und Controller. Foto: Igus

Herzstück des Kunststoff-Leichtbauroboters ist ein vollintegriertes Tribo-Wellgetriebe mit Motor, Absolutwert-Encoder, Kraftregelung und Controller.

Foto: Igus

In der Pflege, in Ausgabeautomaten, auf dem Feld oder in Fabriken können kollaborative Leichtbauroboter dabei helfen, monotone und einfache Aufgaben zu automatisieren. Damit sich solche interagierenden Servicerobotik-Konzepte schnell und kostengünstig umsetzen lassen, hat Igus nach eigenen Angaben die neue Generation des Rebel entwickelt. Das Herzstück des Kunststoff-Leichtbauroboters ist laut Igus ein vollintegriertes Tribo-Wellgetriebe mit Motor, Absolutwert-Encoder, Kraftregelung und Controller. Elektronische Komponenten im vollintegrierten Wellgetriebe machen eine Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) möglich. Denn durch die Absolutwert-Encoder-Technik können Kräfte wie auch Momente über den Motorstrom in Kombination mit der Winkelmessung ermittelt und sicher begrenzt werden. Dafür setzt Igus auf einen Doppelencoder, bei dem eine Messung vor und hinter dem Gelenk erfolgt, um Kräfte und Drehmomente zu erkennen und darauf reagieren zu können, so Igus.

Kunststoff als Game-Changer in der Automatisierung

Der Einsatz von Kunststoff führt beim Rebel zu einer äußerst kompakten, leichten Bauweise. Der Roboter wird laut Igus mit einem Eigengewicht von unter 10 kg zum leichtesten Cobot auf dem Markt. Seine Traglast liege bei 2 kg und er besitze eine Reichweite von 700 mm. Wie Igus ausführt, lässt sich der Rebel aufgrund des Einstiegspreises von unter 4.000 Euro inklusive Steuerung schon bei geringen Stückzahlen und den geringen Wartungsbedarf der schmierfreien Komponenten selbst dort einsetzen, wo sich der Einsatz von Robotik bisher nicht lohnte. Viele neue innovativen Ideen seien jetzt machbar: vom Einsatz auf einem fahrerlosen Transportsystem bis hin zur Nutzung als Barkeeper. „Viele junge Firmen zeigen derzeit, was mit Low Cost Automation alles möglich ist“, sagt Alexander Mühlens, Leiter Automatisierungstechnik bei Igus. „Unter anderem in der Textilindustrie, wie bei ADOTC. Hier übernimmt ein Igus Gelenkarmroboter die automatische Zu- und Abführung von Textilstücken zur Nähmaschine. Da die Energiepreise bei Robotern weltweit vergleichbar sind, lohnt sich diese automatisierte Produktion Made in Germany.“

Einstiegshürden für Robotik sinken weiter

Außer dem Preis senkt Igus den Angaben zufolge auch weitere Einstiegshürden wie Komplexität oder Aufwand. So lasse sich der neue Rebel ganz einfach testen und betreiben. Dafür hat Igus eine kostenlose Steuerungssoftware im Angebot. Selbst Laien können schon nach kurzer Zeit die Bewegungen des Roboters festlegen und simulieren. Betriebe sparen dadurch Kosten bei der Inbetriebnahme und machen sich von Integratoren unabhängiger. Wer weitere Unterstützung benötigt, könne auch auf den neuen RBTXpert Service zurückgreifen, der bei der Auswahl der richtigen Low Cost Automation Lösung hilft. Nach einem kostenfreien Online-Gespräch mit dem RBTXpert lasse sich die geplante einfache Automatisierung testen. Auf Basis der Tests könne der RBTXpert dann ein verbindliches Angebot mit Festpreis machen. Möglich mache das der Low Cost Automation Marktplatz RBTX.com auf dem sich Komponenten, Hardware und Software unterschiedlicher Hersteller finden. Sie seien im Zusammenspiel getestet und funktionieren zu 100 % miteinander. Darunter befinden sich verschiedenste Roboterkinematiken, Kameras, GUIs, Gripper, Power Electronics, Motoren, Sensoren und Steuerungen. Gemäß des Ansatzes „Build or Buy“ können Kunden einzelne Komponenten für ihren Roboter oder bereits fertige Robotik-Lösungen konfigurieren und direkt bestellen.

Von Igus/Udo Schnell

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