Nachhaltigkeitsbericht 2021 08.03.2022, 13:22 Uhr

Schaeffler will ab 2040 klimaneutral wirtschaften

Nachhaltigkeit bleibt für Schaeffler trotz der geopolitischen Unsicherheiten strategisch wichtig; die Gruppe hat aber die Prognose für das Jahr 2022 ausgesetzt.

Der Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler Gruppe gibt Aufschluss darüber, wo das Unternehmen 2021 seine inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat . Foto: Schaeffler

Der Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler Gruppe gibt Aufschluss darüber, wo das Unternehmen 2021 seine inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat .

Foto: Schaeffler

Die Schaeffler Gruppe will ab 2040 klimaneutral wirtschaften. Dies hat das Unternehmen auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben. Dieses Ziel beziehe die gesamte Lieferkette ein und werde mit ambitionierten Mittelfristzielen untermauert. Die eigene Produktion werde bereits bis 2030 klimaneutral sein. Im Berichtsjahr konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben auf diesem Weg gute Fortschritte erzielen. So beziehe Schaeffler an den Produktionsstandorten in Europa seit 2021 zu 100 % Strom aus regenerativen Quellen. „Im Rahmen des erfolgreichen Energieeffizienzprogramms werden ab 2022 insgesamt rund 47 Gigawattstunden eingespart, was in etwa dem jährlichen Strombedarf von 15.000 Zweipersonenhaushalten in Deutschland entspricht,“ sagt Corinna Schittenhelm, Vorstand Personal und Arbeitsdirektorin.

Corinna Schittenhelm, Vorstand Personal und Arbeitsdirektorin: „Im Rahmen des erfolgreichen Energieeffizienzprogramms werden ab 2022 insgesamt rund 47 Gigawattstunden eingespart, was in etwa dem jährlichen Strombedarf von 15.000 Zweipersonenhaushalten in Deutschland entspricht.“

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Auch die Reduzierung der in der Lieferkette entstehenden Emissionen der Vorprodukte und Rohstoffe sei notwendig, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. „Ein erster wichtiger Schritt ist die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Start-up H2greensteel, von dem Schaeffler ab 2025 jährlich 100.000 Tonnen des nahezu CO2-freien, mit Wasserstoff produzierten Stahls bezieht“, sagt Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf. „Das Übereinkommen ist langfristig ausgelegt und umfasst die Lieferung von Bandstahl. Der in Schweden hergestellte Stahl benötigt keine fossilen Brennstoffe und reduziert den jährlichen CO2-Ausstoß von Schaeffler um bis zu 200.000 Tonnen.“

Die Schaeffler Gruppe schaffe auch mit ihren Produkten nachhaltigen Wert, indem sie den Kunden innovative Lösungen, etwa bei der Elektromobilität, der regenerativen Energieproduktion oder der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff bietet. Gleichzeitig werde verstärkt daran gearbeitet, eigene Produkte soweit wie möglich klimaneutral herzustellen.

Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf: „Ein erster wichtiger Schritt ist die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Start-up H2greensteel, von dem Schaeffler ab 2025 jährlich 100.000 Tonnen des nahezu CO2-freien, mit Wasserstoff produzierten Stahls bezieht.“

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Neben dem Klimaschutz steht bei Schaeffler auch die soziale Verantwortung an oberster Stelle, führt das Unternehmen aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit habe für das Unternehmen höchste Priorität. Bis 2024 will Schaeffler die Unfallrate um jährlich durchschnittlich zehn Prozent verringern. Durch gezielte Maßnahmen wurde dieses Ziel für 2021 sogar übertroffen, heißt es weiter.

CDP-Klimarating bestätigt „A-“

Die Ergebnisse in wichtigen Nachhaltigkeitsratings zeigten laut Schaeffler, dass die konsequente Umsetzung der Sustainability Roadmap im Berichtsjahr erfolgreich gewesen sei .So verbesserte sich die Schaeffler Gruppe beim Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis auf insgesamt 75 von 100 Punkten, erreichte damit Platinstatus und gehört nun zu den besten ein Prozent in der Peer Group. Wesentliche Verbesserungen erreichte Schaeffler in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Auch beim CDP-Klimarating konnte Schaeffler im Berichtsjahr trotz gestiegener Anforderungen wieder ein „A-“ erreichen und sich beim CDP-Wasserrating von einem „B-“ ebenfalls auf ein „A-“ verbessern.

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands: „Das Thema Nachhaltigkeit ist für Schaeffler von strategischer Bedeutung. Wir werden trotz der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten daran festhalten und unsere Aktivitäten in diesem Bereich weiter vorantreiben, um unsere Ziele zu erreichen.“

Foto: Schaeffler

Um ihr globales Commitment zu einer nachhaltigen Entwicklung zu untermauern, bekennt sich die Schaeffler Gruppe – wie in den Vorjahren – zu den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Bei einem Live-Event im Rahmen der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow hat das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsambitionen, neue Produktlösungen sowie Kooperationen im Bereich Nachhaltigkeit vorgestellt. Schaeffler bekennt sich zudem zum EU Sustainable Finance Action Plan, der vorsieht, dass Unternehmen Kapital in nachhaltige Aktivitäten investieren, um die bestehenden Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands sagt: „Das Thema Nachhaltigkeit ist für Schaeffler von strategischer Bedeutung. Wir werden trotz der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten daran festhalten und unsere Aktivitäten in diesem Bereich weiter vorantreiben, um unsere Ziele zu erreichen.“

Der Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler Gruppe ist digital verfügbar und kann auf der Microsite des Unternehmens abgerufen werden: www.schaeffler-nachhaltigkeitsbericht.de.

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Der Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler Gruppe gibt Aufschluss darüber, wo das Unternehmen 2021 seine inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt hat und wie sich die Schaeffler Gruppe mit Blick auf wichtige Kennzahlen und Zielsetzungen entwickelt hat. Der Bericht ist digital verfügbar und kann auf der Microsite des Unternehmens abgerufen werden: www.schaeffler-nachhaltigkeitsbericht.de

Prognose für das Jahr 2022 ausgesetzt

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hat der Vorstand der Schaeffler AG die am 8. März 2022 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2022 ausgesetzt; Grund seien die Ereignisse in der Ukraine und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Dies gelte für die Schaeffler Gruppe und ihre Sparten. Der Vorstand der Schaeffler AG hatte am 22. Februar 2022 bei Aufstellung des Jahresabschlusses einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 verabschiedet, der sich aufgrund der Ereignisse in den Tagen seit dem Aufstellungsdatum nicht aufrechterhalten lässt. Aus heutiger Sicht seien weder der weitere Verlauf noch die wirtschaftlichen Auswirkungen verlässlich abzuschätzen. Eine neue Prognose werde abgegeben, sobald dies möglich sei.

2021 war trotz des schwierigen Umfelds erfolgreich

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, sagte: „Das Geschäftsjahr 2021 war für die Schaeffler Gruppe trotz eines schwierigen Umfeldes ein erfolgreiches Jahr, in dem wir den Umsatz der Gruppe währungsbereinigt um rund 10 Prozent und unser operatives Ergebnis vor Sondereffekten um rund 60 Prozent steigern konnten. Aufgrund der dramatischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ukraine und den hieraus resultierenden zunehmenden Unsicherheiten und Verwerfungen haben wir uns dazu entschieden, unsere vom Vorstand am 22. Februar 2022 noch vor der Invasion intern verabschiedete Prognose auszusetzen. Unsere diversifizierte Aufstellung mit drei Divisionen und vier Regionen, die Qualität unseres operativen Geschäfts und die soliden Finanzen werden uns helfen, auch durch die aktuelle Krise zu kommen. Die in unserer Roadmap 2025 definierten strategischen Initiativen und Prioritäten behalten weiterhin Gültigkeit. Das gilt vor allem für das Thema Nachhaltigkeit.“

Von Schaeffler/Udo Schnell

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