Terminverschiebung 10.01.2022, 15:18 Uhr

Fachmesse Light + Building erst im Herbst

Die Haus- und Gebäudetechnikbranche muss sich weiterhin gedulden: Nach der SHK Essen wurde nun mit der Light + Building eine weitere für die Branche wichtige Präsenzmesse in die zweite Jahreshälfte verlegt.

Die Light+Building 2022 soll nun erst vom 2. bis zum 6. Oktober stattfinden. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Petra Welzel

Die Light+Building 2022 soll nun erst vom 2. bis zum 6. Oktober stattfinden.

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Petra Welzel

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Messe Frankfurt signalisiert aufgrund der aktuellen pandemischen Entwicklung nicht am ursprünglich geplanten Messetermin für die Light + Building (13. bis 18.03.2022) festhalten zu wollen. Optionen würden geprüft. Jetzt die Entscheidung: „Wir haben die Bedenken unserer Partner sehr ernst genommen und natürlich auch die unternehmerischen Chancen und Risiken abgewogen. Wie im Dezember bereits angekündigt, standen alle Optionen für einen neuen Termin auf dem Prüfstand“, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Erfreulicherweise sei es gelungen einen attraktiven Herbsttermin zu finden und durch interne Umplanung für die Light + Building zu ermöglichen. Neuer Termin für die sogenannte „Autumn Edition“ ist der 2. bis 6. Oktober 2022, das bisher bereits geplante hybride Konzept bleibt erhalten.

Light + Building: Neustart nach vier Jahren

Nach Corona-bedingter Pause in 2020 sollte die Light + Building im März erstmals seit vier Jahren wieder ihre Tore öffnen. Seit ihrer Premiere in der Mainmetropole im Jahr 2000 ist es den Verantwortlichen gelungen, die ehemals in Hannover angesiedelte Fachmesse für Licht (damals unter dem Label „Weltlichtschau“) zu einem Format mit globaler Strahlwirkung zu entwickeln. Seitdem war man verwöhnt: Die Besucher- und Ausstellerzahlen stiegen kontinuierlich, zuletzt (2018) freute sich die Messe Frankfurt über 220.000 Fachbesucher und 2.714 Aussteller – davon über 70 % aus dem Ausland. An diese Zahlen werde man nicht anknüpfen können, dennoch unterstreichen die Organisatoren wie wichtig eine Durchführung der Weltleitmesse noch in diesem Jahr ist. Daniel Hager, Vorsitzender des Fachverbands Elektroinstallationssysteme im Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI): „Nach der langen Pause benötigt die Branche unbedingt den Neustart um die vielen Innovationen im Zukunftsmarkt „Sustainable Building“ endlich präsentieren zu können – und zwar auf der weltweit wichtigsten Plattform ihrer Art. Der neue Termin gibt allen Beteiligten ausreichend Planungszeit und ermöglicht den persönlichen Austausch noch in diesem Jahr.“ Dies bestätigte auch Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Elektrohandwerke (ZVEH): „Unsere Branche ist aktiv an der Entwicklung wichtiger Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Digitalisierung, Elektrifizierung und Energieeffizienz beteiligt. In allen diesen Bereichen gibt es eine Vielzahl an Innovationen, die wir unseren Kunden gern präsentieren und im persönlichen Gespräch vorstellen möchten. Für die E-Handwerke ist es daher essenziell, dass die Messe als wichtigste Branchenplattform noch in diesem Jahr stattfindet.“ Dem stimmt auch Dr. Jürgen Waldorf, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Licht, zu: „Für die Lichtindustrie ist es gerade nach der langen Pause wichtig sich persönlich auszutauschen und sich auf der wichtigsten deutschen und internationalen Plattform zu treffen.“

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 Digitalisierung kann Energiewende maßgeblich befördern

Im Fokus der internationalen Leistungsschau sollen die Möglichkeiten und Chancen einer fortschreitenden Digitalisierung stehen. „Energiewende und Digitalisierung sind untrennbar miteinander verbunden“, so Ingolf Jakobi. Daher sei die Light + Building 2022 eine Klimaschutzmesse par excellence. Zahlreiche Erhebungen attestieren intelligenten Lösungen aus dem Bereich Gebäudetechnik ihre maßgebliche Bedeutung für das Gelingen einer Energie- und Wärmewende. Zuletzt legte der Branchenverband Bitkom eine Studie vor, wonach die CO2-Emissionen im Gebäudesektor durch den zielführenden Einsatz von Gebäudeautomationslösungen bis zum Jahr 2030 um 14,7 Millionen Tonnen reduziert werden könnten. „Die Elektrifizierung ist ein wichtiger Hebel für weniger CO2-Emissionen. Die Elektroindustrie hält dafür zahlreiche zentrale Lösungen bereit“, so Klaus Jung, Fachverbandsgeschäftsführer Elektroinstallationssysteme des ZVEI.

Drei Top-Themen für die Light + Building 2022 definiert

Inhaltlich haben die Organisatoren der Messe daher drei Top-Themen identifiziert: Das Thema „Green Deal & Sustainability“ nimmt Systeme in den Fokus, die dazu beitragen, die Energieeffizienz von Gebäuden und Städten nachhaltig zu steigern. Die Basis dafür sind die optimale Nutzung von bebauten Flächen, eine breite Erfassung und Auswertung von Daten und möglichst geschlossene Ressourcenkreisläufe. Dazu gehören ökologische und recycelte Baumaterialien, der Einsatz von erneuerbaren Energien und eine automatisierte Gebäudetechnik. Bei „Electrification & Digitalisation“ stehen effiziente Planung, optimaler Energieeinsatz und der Komfort in Gebäuden im Mittelpunkt. Arbeiten die Systeme der Gewerke interoperabel und sind mit künstlicher Intelligenz gekoppelt, ist eine bedarfsorientierte Regelung einer Immobilie dauerhaft möglich. Im gleichen Zuge steigt die Sicherheit im Gebäude und vorausschauende Wartung verbessert den Einsatz von Ressourcen. Das dritte Top-Thema „Light & Design“ stellt das Licht in den Fokus. Für die Raum- und Gebäudeplanung spielt sowohl die Qualität als auch das Design der Beleuchtung eine wichtige Rolle. Das Thema Nachhaltigkeit zeigt sich sowohl bei der Verwendung von natürlichen Materialien und Farben als auch der Wiederverwertung von Ressourcen. Zudem hat Licht als Teil der Gebäudearchitektur Einfluss auf das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit. Im UVC-Bereich ist die Desinfektion von Luft und Oberflächen möglich.

 

 

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Von Marc Daniel Schmelzer