Raumlufttechnik in der Pandemie 15.09.2021, 15:19 Uhr

Schulen und Kitas: Jetzt auch Fördergelder für Zu- und Abluftventilatoren

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat seine Förderangebote erneut angepasst: Im Rahmen der Bundesförderung „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische (RLT) Anlagen“ wird jetzt auch der Neueinbau von fest verbauten Zu- und Abluftventilatoren in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren finanziell unterstützt.

Der Bund hat sein Förderprogramm für Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen ein weiteres Mal angepasst. Foto: panthermedia.net/ petrograd99

Der Bund hat sein Förderprogramm für Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen ein weiteres Mal angepasst.

Foto: panthermedia.net/ petrograd99

Fortsetzung folgt: Seit dem 20. Oktober 2020 werden Maßnahmen an bestehenden stationären raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten gefördert. Am 2. April 2021 folgte die erste Novellierung der Bundesförderung „Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von stationären raumlufttechnischen Anlagen“. Seit Inkrafttreten der Überarbeitung zum 11. Juni wird der Neueinbau stationärer RLT-Anlagen in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren vom Bund finanziell unterstützt. Jetzt gibt es erneut ein Update: Seit 10. September beinhaltet das Förderprogramm auch die Beschaffung und den Einbau von Zu-/Abluftventilatoren in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren.

Förderung weiterer Baustein in der Pandemie-Bekämpfung

„Damit wir sicher durch Herbst und Winter kommen, müssen wir die Impfquote erhöhen, aber auch den Infektionsschutz in Innenräumen weiter verbessern. Im Fokus stehen dabei die Kinder, für die es noch keinen zugelassenen Corona-Impfstoff gibt. Schulen und Kitas müssen wir jetzt besonders unterstützen und schützen“, so die Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Winkelmeier-Becker. Deshalb übernehme der Bund bis zu 80 % der Kosten für den Neueinbau von Zu- und Abluftventilatoren. „Das ist ein weiterer Baustein zur Pandemiebekämpfung, der vor Ort schnell umgesetzt werden kann. Unser Ziel ist, die Kinderbetreuung und den Präsenzunterricht mit bestmöglichem Infektionsschutz im Herbst und Winter aufrechtzuerhalten“, sagt Winkelmeier-Becker. Antragsberechtigt sind Kindertageseinrichtungen, Horte und Kindertagespflegestellen sowie staatlich anerkannte allgemeinbildende Schulen in öffentlicher oder freier Trägerschaft, mit Ausnahme von Schulen der Erwachsenenbildung.

Voraussetzungen für eine Förderung

Voraussetzung für die Förderung ist, dass es sich um Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit handelt. Dies sind beispielsweise Räume ohne RLT-Anlage mit Frischluftzufuhr, in denen die Fenster nur kippbar sind, beziehungsweise wo Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt eingesetzt sind. Die Zu- und Abluftventilatoren müssen in Fenstern, Dach- oder Außenwanddurchbrüchen fest verbaut werden, den Innenraum mit Außenluft versorgen und die Abluft aktiv nach außen transportieren (Ausführung als Kombination von Zu- und Abluftventilator). Die Bagatellgrenze wurde von 8.000 auf 2.000 Euro je Standort reduziert, bei einem Umluftanteil von fünf Prozent bis zu 50 % muss der Außenluftvolumenstrom mindestens 15 Kubikmeter je Stunde und Person betragen.

Mehrere Anträge kombinierbar

Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Antragsteller, die bereits einen Antrag auf Förderung eines Neueinbaus von stationären RLT-Anlagen in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren auf Grundlage der am 11. Juni 2021 in Kraft getretenen Richtlinie gestellt haben, können nach Maßgabe der Vorschriften dieser Richtlinie einen zusätzlichen Antrag für die Beschaffung und den Einbau von Zu-/Abluftventilatoren für die gleichen Einrichtungen stellen. Die Antragsteller müssen sich in diesem Fall die ursprünglich beantragten beziehungsweise bereits zugebilligten finanziellen Mittel auf den neuen Antrag anrechnen lassen, sodass die Summe aller Anträge pro Standort die Förderhöchstgrenze von 500.000 Euro nicht überschreitet.

Zusätzlich unterstützt die Bundesregierung die Länder mit bis zu 200 Millionen Euro bei der Beschaffung von mobilen Raumluftreinigern für Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren. Die Ausgestaltung der jeweiligen Förderprogramme sowie deren Administration obliegt den Ländern. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 50 % an den förderfähigen Kosten.

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