Digitalisierung 04.09.2020, 10:44 Uhr

Smart Home nährt Hoffnung auf eine bessere Energiebilanz

Die Chance mit intelligenter Technik Energie einzusparen, motiviert immer mehr Menschen zu Investitionen in ein smartes Zuhause. Eine aktuelle Studie belegt: Für jeden dritten Deutschen spielen Smart-Home-Anwendungen zunehmend eine wichtige Rolle, wenn es um eine Entscheidung für die nächste Wohnung oder ein neues Eigenheim geht.

Neben der Steigerung des Komforts und der Stärkung der Sicherheit ist das Thema Energieeffizienz maßgeblicher Treiber für die Anschaffung von Smart-Home-Anwendungen. Foto: panthermedia.net/aa-w

Neben der Steigerung des Komforts und der Stärkung der Sicherheit ist das Thema Energieeffizienz maßgeblicher Treiber für die Anschaffung von Smart-Home-Anwendungen.

Foto: panthermedia.net/aa-w

Der Trend ist klar erkennbar: Während in der Vergangenheit vor allem die Steigerung des persönlichen Komforts oder der eigenen Sicherheit die Hauptargumente für die Anschaffung von Smart-Home-Komponenten waren, ist mit dem Themenfeld „Energieeffizienz“ mittlerweile ein weiteres starkes Motiv hinzugekommen. In naher Zukunft könnte das Thema „Energie“ sogar zum wichtigsten Treiber der intelligenten Digitalisierung in privaten Haushalten werden.

Verbraucher investieren in Energiemanagement

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage hat der Digitalverband Bitkom im Juni und Juli 2020 insgesamt 1.465 Personen zum Thema „Smart Home“ befragt. Demnach sehen 60 % der Deutschen in Smart-Home-Lösungen eine Chance, um nachhaltiger und klimafreundlicher zu leben und ihre Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden zu verbessern. Dies spiegelt sich auch bei den geplanten Anschaffungen wieder: Diejenigen der Befragten, die in den kommenden zwölf Monaten den Kauf von Smart-Home-Lösungen planen – unabhängig davon, ob es sich um Erst- oder Folgeanschaffungen handelt – setzen vor allem auf ein besseres Energiemanagement: Je 35 % aus dieser Gruppe wollen Anwendungen zum smarten Heizen oder Beleuchten kaufen, dahinter folgen intelligente Verbrauchszähler (29 %) und Funk-Steckdosen (23 %). „Das Thema Energieeffizienz hat beim Verbraucher eindeutig an Relevanz gewonnen“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

Immobilienmarkt: Smart Home wird zum Entscheidungskriterium

Zwei Drittel (66 %) der Befragten gaben zudem an, dass zukünftig keine neuen Gebäude mehr gebaut werden sollten, die nicht über eine intelligente und umweltschonende Technologie verfügen. „Smart-Home-Lösungen steigern den Komfort immens – und sie schonen häufig Umwelt und Geldbeutel. Wir müssen dafür sorgen, dass eine Smart Home-Ausstattung möglichst bald zum Standard gehört“, fordert Rohleder. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer hofft darauf, dass dies bereits in naher Zukunft so sein wird: 33 % gaben an, dass Smart-Home-Anwendungen für sie eine Rolle spielen werden, wenn eine Entscheidung für die nächste Wohnung oder das nächste Eigenheim ansteht. Jeder Vierte wäre im Umkehrschluss auch bereit für ein Smart Home tiefer in die Tasche zu greifen und mehr Miete zu bezahlen.

Viele Einzelkomponenten, aber kein vernetztes System

Schon heute wohnen die Menschen in Deutschland so smart wie noch nie. Fast vier von zehn Verbrauchern (37 %) nutzen bereits Smart-Home-Anwendungen. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als 2019 (31 % ) und elf Prozentpunkte mehr als 2018 (26 %). Jeder Zweite (49 %) würde zudem am liebsten alle technischen Geräte miteinander vernetzen und digital steuern. Und genau hier liegt eines der aktuell drängendsten Probleme. Viele Smart-Home-Komponenten werden derzeit autark betrieben, weil sich die Hersteller nicht auf verbindliche gemeinsame Standards einigen können. Bernhard Rohleder sieht darin aber auch eine Chance. Das Handwerk verliert an Kunden, weil viele Verbraucher ihre Smart-Home-Komponenten ohne fachliche Unterstützung zuhause selber einbauen. „Wenn Geräte vernetzt werden müssen, ist dies aber meist nur mit qualifizierter Unterstützung möglich. Hier kann der Elektriker am Markt gewinnen“, so Rohleder.

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Von Marc Daniel Schmelzer

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