Smart Home Monitor 2019 26.03.2020, 10:00 Uhr

Smart-Home-Lösungen sind in Deutschland selten miteinander vernetzt

Deutschlands Gebäude werden immer smarter: Aktuell profitiert schon jeder Zweite in seinen vier Wänden von Smart-Home-Anwendungen. Eine aktuelle Umfrage belegt aber auch: Das volle Potenzial von Smart Home wird aber oft nicht genutzt, weil die Anwendungen selten miteinander vernetzt sind.

Mann nutzt Smartphone

Der typische Smart-Home-Nutzer ist männlich, technikaffin und jünger als 40 Jahre.

Foto: panthermedia.net/Antonio Guillen Fernández

46 % aller Deutschen nutzen Smart-Home-Anwendungen. So das Ergebnis einer Umfrage von Splendid Research. Das sind 10 % mehr als noch vor zwei Jahren. Wie bereits 2017 hat das Marktforschungsinstitut im Juli 2019 eine repräsentative Umfrage zum Thema Smart Home durchgeführt. Für den „Smart Home Monitor 2019“ wurden 1.509 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren online zu ihrem Nutzungsverhalten, Vor- und Nachteilen sowie konkreten Produkten und dem Marktpotenzial von Smart Home in Deutschland befragt.

46 % gaben im Rahmen der Umfrage an, mindestens eine Smart-Home-fähige Anwendung zu nutzen. Das sind 10 % mehr als 2017. Etwas mehr als ein Viertel (28 %) zeigte sich interessiert (2017: 40 %). Konstant blieb mit rund 25 % der Anteil derjenigen, die eine Verwendung von Smart Home-Anwendungen konsequent ablehnen.

Der systematische Smart-Home-Nutzer: jung, männlich, technikaffin

Doch Nutzer ist nicht gleich Nutzer: Lediglich 12 % der Befragten schöpfen das wahre Potenzial von Smart-Home-Anwendungen aus, indem sie mehrere Komponenten zu einem intelligenten System vernetzen. Das Profil dieses Users erscheint wie ein Klischee: Er ist männlich, technikbegeistert und zumeist jünger als 40 Jahre. Die verbleibenden 88 % besitzen zum Teil zwar auch mehrere Smart-Home-Anwendungen, allerdings interagieren diese nicht miteinander.

Warum entscheidet man sich für Smart-Home-Anwendungen?

Wie bereits 2017 kommen mit mehr als 50 % nach wie vor die meisten verwendeten Smart-Home-Produkte aus den Bereichen Entertainment, Kommunikation und Energiemanagement. Wachsende Bedeutung erfährt das Segment Wohn- und Gebäudesicherheit: 37 % der Befragten gaben an bereits entsprechende Produkte zu verwenden. Tendenz steigend: Splendid Research erwartet hier zukünftig weitere Zuwächse, da die Verbesserung der persönlichen Sicherheit schon heute ein Hauptargument ist, weshalb sich Menschen für den Einsatz einer Smart-Home-Anwendung entscheiden. Die zweite maßgebliche Motivation: die Steigerung des persönlichen Komforts.

Smart-Home-Hersteller kaum bekannt

Konkret nach Herstellern aus dem Bereich Smart Home befragt, gaben die meisten Umfrage-Teilnehmer Firmen an, die im Markt zwar sehr präsent sind, deren Kernprodukte aber gar nicht aus dem Bereich Smart Home kommen: Am häufigsten genannt wurden Logitech (60 % Bekanntheit), Bosch Smart Home (56 %) und Magenta Smart Home (51 %). Ausschließlich auf Smart-Home-Anwendungen spezialisierte Unternehmen wie Ring (10 %) oder Home (3 %) sind den Deutschen deutlich weniger präsent.

Viele haben Sicherheitsbedenken

Ein weiteres Ergebnis: Viele Deutsche haben zum Teil erhebliche Bedenken bei der Nutzung von Smart-Home-Produkten: Etwas mehr als 30 % Prozent der Nutzer und beinahe die Hälfte der Interessenten sorgen sich um die eigene Privatsphäre und fürchten Hacker-Angriffe. Ablehner von Smart Home äußern die gleichen Sorgen. Bei ihnen kommt der finanzielle Aspekt hinzu: 80 % sind Smart-Home-Lösungen schlicht weg zu teuer. Für mehr als zwei Drittel (70 %) der Ablehner gibt es generell keinen Aspekt, der sie von einer zukünftigen Nutzung überzeugen könnte.

Von Marc Daniel Schmelzer

Top Stellenangebote

APOprojekt GmbH-Firmenlogo
APOprojekt GmbH TGA Spezialist (m/w/d) für die Pre-Sales Phase Berlin, Düsseldorf
Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg (BTU)-Firmenlogo
Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg (BTU) Universitätsprofessur (W3) Dekarbonisierte Industrieprozesse Cottbus, Zittau
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences-Firmenlogo
Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences Professur (W2) für das Fachgebiet "Informationstechnik und Mikrocomputertechnik" Karlsruhe
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Hochschule für angewandte Wissenschaften München W2-Professur für Bauproduktionsplanung und Prozessoptimierung (m/w/d) München
Technische Hochschule Ulm-Firmenlogo
Technische Hochschule Ulm Professur (W2) "Softwareentwicklung und Embedded Systems" Ulm
Technische Hochschule Ulm-Firmenlogo
Technische Hochschule Ulm Professur (W2) "Gesundheitsinformatik" Ulm
Technische Hochschule Ulm-Firmenlogo
Technische Hochschule Ulm Professur (W2) "Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik" Ulm
Vermögen und Bau Baden-Württemberg-Firmenlogo
Vermögen und Bau Baden-Württemberg Diplom-Ingenieure (FH/DH) / Bachelor (w/m/d) der Fachrichtung Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung Baden-Württemberg
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg-Firmenlogo
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg Professur (W2) Digitale Produktentwicklung im Maschinenbau Regensburg
Panasonic Industrial Devices Europe GmbH-Firmenlogo
Panasonic Industrial Devices Europe GmbH Functional Safety Engineer (m/w/d) mit Fokus Software im Embedded-System Lüneburg,Hannover,Hamburg
Zur Jobbörse