Fachmesse zu Lüftung und Luftqualität zu Ende 12.10.2021, 10:47 Uhr

Indoor-Air: Luft nach oben

Nach drei Messetagen ziehen die Veranstalter zufrieden Bilanz: Das unter ungewissen Pandemie-Bedingungen vorsichtig kalkulierte Präsenzformat der Indoor-Air sei insgesamt gut angenommen worden. Mancher Aussteller hätte sich dennoch eine größere Resonanz gewünscht.

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Pietro Sutera

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Pietro Sutera

„Die Klima- und Lüftungsindustrie hat viel Weitsicht, Mut und Unternehmergeist bewiesen, als sie vor nicht einmal zehn Monaten mit der Idee zur Messe Frankfurt kam, diese Fachmesse kurzfristig und unter besonderen Bedingungen auf den Weg zu bringen“, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt nach Ende der Messe. Daher freue er sich, wie gut die Indoor-Air als langersehnter Branchentreff angenommen wurde. In der Vorbereitung hatten die Veranstalter stets darauf verzichtet konkrete Aussagen zu den zu erwartenden Aussteller- und Besucherzahlen zu machen. Verständlich, wusste doch niemand einzuschätzen, wie viele Teilnehmende unter den ungewissen Pandemie-Bedingungen den Weg nach Frankfurt antreten werden. Am Ende kamen an den drei Messetagen vom 5. bis 7. Oktober insgesamt rund 2.300 Besucherinnen und Besucher, 94 Aussteller präsentierten sich in Halle 12.0 auf 10.000 Quadratmetern Fläche dem Fachpublikum.

Aussteller loben Qualität der Gespräche und wünschen sich höhere Frequenz

„Erfreulicherweise wurden unsere Erwartungen übertroffen. Die Besucherinnen und Besucher waren in hohem Maße an dem gesamten Themenkomplex „Lüftung und Infektionsschutz“ interessiert“, bilanziert Professor Dr.-Ing. Christoph Kaup, Vorsitzender des Vorstandes des Fachverbandes Gebäude Klima e. V. (FGK), den Messeverlauf. Neben den traditionellen Messebesuchern wie beispielsweise Planern, Architekten oder Entscheidern aus der Industrie, nutzten auch zahlreiche Vertreter von Behörden und Institutionen die Gelegenheit sich zu Lösungen rund um das Lebensmittel Luft zu informieren. Teilnehmende Unternehmen loben in diesem Zusammenhang das Niveau des Austausches: „Für uns war die Indoor-Air ein sehr wertvoller Branchentreff. Wir konnten qualitativ sehr gute Gespräche führen und ziehen durchweg ein positives Fazit – auch wenn wir uns insgesamt noch etwas mehr Besucher-Frequenz gewünscht hätten“, Rüdiger Scheffler, Geschäftsleitung Vertrieb, bei der ausstellenden Bäro GmbH & Co. KG. Ähnlich fasst auch Ingo Langgartner, Elektrotechnikmeister MSR, Business Solutions, bei der Daikin Airconditioning Germany GmbH, seine Eindrücke zusammen: „Auf der Messe konnte man beim Besucheraufkommen Qualität vor Quantität verzeichnen. Dabei haben uns die Besuche von Entscheidern aus den Städten und Kommunen besonders gefreut.“

Motivation für den Besuch: Produkt-Neuheiten sehen, Fachwissen ausbauen

Unter dem Strich zeigte sich die Mehrheit der ausstellenden Unternehmen im Zuge der turnusmäßigen Befragung durch die Messe Frankfurt mit dem Messeverlauf zufrieden. Und auch die Besucher stellten ein positives Zeugnis aus: Nach ihren Eindrücken befragt gaben mehr als 90 % der an der Erhebung teilnehmenden Personen an, mit dem Verlauf der Indoor-Air zufrieden gewesen zu sein. Neuheiten sehen, das eigene Fachwissen ausbauen und sich einen Marktüberblick verschaffen, waren der Befragung zufolge die drei vorrangigen Motive für einen Besuch der Fachmesse. Besonders hohes Interesse zeigten die Befragten dabei an Lüftungstechnik und raumlufttechnischen Geräten und Anlagen. Zwei Drittel zählen nach eigenen Angaben zu den Entscheidern in ihrem Unternehmen oder sind am Einkaufs- wie Beschaffungsprozess beteiligt.

Das Vortragsformat im Forum "On-Air" wurde gut angenommen. Hier auf dem Podium (v.l.): Professor Dr. Joachim Curtius, Professor Dr. Hans Fleisch, Sabrina Wetzel, Professor Dr.-Ing. Christoph Kaup, Professor Dr.-Ing. Uwe Franzke und Professor Dr.-Ing. Dirk Müller.

Foto: FGK e.V.

Konferenzprogramm im Forum „On-Air“ gut angenommen

Auf durchgehend großes Interesse stieß das begleitende Konferenzprogramm. Bereits zur Eröffnung des Forums „On-Air“ kamen rund 100 Teilnehmende. Einem Impuls-Video des Mediziners Dr. Eckart von Hirschhausen folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „Schlechte Luft an Deutschlands Schulen“. Unter der Moderation von Professor Dr. Hans Fleisch, Vorsitzender des Stiftungsrats der Heinz Trox-Stiftung, diskutierten Professor Dr. Joachim Curtius (Universität Frankfurt), Professor Dr.-Ing. Uwe Franzke (Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden gGmbH), Professor Dr.-Ing. Christoph Kaup (Vorsitzender des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V.), Professor Dr.-Ing. Dirk Müller (Institute for Energy Efficient Buildings and Indoor Climate an der RWTH Aachen) und Sabrina Wetzel (Vorstand des Bundeselternrates), die Möglichkeiten zur Verbesserung der Luftqualität an Schulen. Auch die weiteren Programmpunkte des Forums waren gut besucht. Günther Mertz, Geschäftsführer des FGK, zog entsprechend ein positives Resümee: „Mit der Messe Indoor-Air und dem Forum haben wir offensichtlich in hohem Maße dem Informationsbedarf seitens der Fachöffentlichkeit Rechnung tragen können.“ Und noch eine weitere Erkenntnis ist nach drei Tagen Präsenzmesse gereift: „Ich freue mich! Darüber, dass die Indoor-Air beweist, dass die Lösungen der Klima- und Lüftungsbranche nicht nur Botschaften sind, sondern auch tatsächlich funktionieren. Großveranstaltungen in Innenräumen sind möglich – das hat die Messe gezeigt und wurde von der breiten Medienlandschaft, jenseits der reinen Fachpresse, widergespiegelt“, fasst Udo Jung, Geschäftsführer der Trox GmbH, zusammen.

Eine zweite Indoor-Air wird es – Stand heute – dennoch nicht geben. Das Premieren-Format wurde im Nachgang der diesjährigen rein digital durchgeführten ISH auf Wunsch der Klima- und Lüftungsindustrie initiiert, die ihre Produkte und Lösungen in Präsenz präsentieren wollte. Der nächste Messeauftritt der Branche in Frankfurt am Main ist erst wieder im Rahmen der ISH 2023 vom 13. bis 17. März 2023 geplant.

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