Ressourcen und Kosten sparen 16.09.2020, 09:53 Uhr

Energiemanagement gewinnt bei Firmen an Bedeutung

Wie reagieren Unternehmen auf eine zunehmend von Dekarbonisierung geprägte Energielandschaft? Aktuelle Studienergebnisse belegen: Sie schauen genauer hin. Ein bedarfsorientiertes Energiemanagement ist ihnen dabei genauso wichtig, wie der Einsatz digitaler Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

Kostenfaktor Energie: Immer mehr Unternehmen setzen auf ein intelligentes Energiemanagement. Foto: panthermedia.net/destinacigdem

Kostenfaktor Energie: Immer mehr Unternehmen setzen auf ein intelligentes Energiemanagement.

Foto: panthermedia.net/destinacigdem

Ein intelligentes Energie- und Ressourcenmanagement beschränkt sich heute längst nicht mehr auf das Bezahlen von Rechnungen. „Wollen Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie Strategien implementieren, die deutlich machen, in welche Richtung sich das Energiemanagement entwickeln wird“, so Bill Brewer, Vice President von Global Energy & Sustainability Services bei Schneider Electric. Der Elektronikkonzern gibt regelmäßig den „Corporate Energy & Sustainability Progress Report“, einen Fortschrittsbericht zum Thema Energie und Nachhaltigkeit in Unternehmen, heraus. In diesem Jahr wurden dafür in Online- und Telefoninterviews 265 Energieexperten weltweit befragt. Sie repräsentieren Unternehmen aus 17 Branchensegmenten mit einem jährlichen Mindestumsatz von 250 Millionen US-Dollar.

Digitale Technologie unterstützt effizientes Energiemanagement

Um Verbräuche in Echtzeit kontrollieren und Energie ressourcenschonend und zielgesteuert einsetzen zu können, vertrauen Unternehmen immer häufiger auf digitale Unterstützung, so ein Ergebnis der aktuellen Erhebung. 37 % der Befragten gaben im Rahmen der Studie an, intelligente IoT-Geräte wie Zähler oder Sensoren zu verwenden. Das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Eine Erklärung für diese immense Steigerung könnten die Erfahrungswerte im Umgang mit digitaler Technologie liefern: 63 % derjenigen, die bereits auf digitale Lösungen zurückgreifen, berichten im Zuge der Erhebung von einer höheren Bereitschaft zu weiteren Innovationen im Ressourcenmanagement, 48 % gaben an, ihr Energie- beziehungsweise Nachhaltigkeitsmanagement der wachsenden Anzahl an vernetzten Geräten anzupassen. 24 % sagten dasselbe in Bezug auf künstliche Intelligenz.

Welchen Stellenwert hat die Energiebeschaffung in Unternehmen?

Im vergangenen Jahr nannten lediglich 29 % der befragten Unternehmen die strategische Energiebeschaffung als einen wichtigen Ansatz zur Kosteneinsparung. In diesem Jahr gaben bereits 46,5 % an, dass Zeitplanung und Preisvolatilität die größte Einzelherausforderung darstellen. Folglich betrachten Führungskräfte das Thema „Energiemanagement“ mittlerweile als integralen Bestandteil des operativen Geschäftsbetriebs. 87 Prozent der Befragten stimmen zu, dass der Aufwand für die Energiebeschaffung in Umfang und Komplexität zunimmt. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Energiequellen, Finanzmechanismen und technologischen Entwicklungen macht es für Entscheider immer schwieriger den Überblick zu behalten. Entsprechend sind sie bereit in Know-how zu investieren: 56 % der Befragten beschäftigen aufgrund der Komplexität des Themas bereits eigenes Fachpersonal im Bereich des Energiemanagements.

Klimawandel als Antrieb für unternehmerische Entscheidungen

Die Untersuchung macht auch klar: Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und der globalen Erwärmung, die rasche Dekarbonisierung und andere klimabezogene Initiativen prägen in Unternehmen immer stärker die geschäftlichen Entscheidungen. Aus den Ergebnissen der Befragung geht hervor, dass Energie- und Nachhaltigkeitsinitiativen bei 51,5 % der beteiligten Unternehmen maßgeblich durch Umweltaspekte vorangetrieben werden. Der Klimawandel wird von den Befragten als das größte Risiko für die Energie- und Ressourcenversorgung angesehen (58 %). Gleichzeitig wächst auf der Führungsebene das Verständnis für die Vorteile, die mit dem Kampf gegen den Klimawandel einhergehen. 30 % gaben an bereits erneuerbare Energien zu nutzen, 60 % erwägen ihren Einsatz binnen der nächsten drei Jahre.

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Von Marc Daniel Schmelzer

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