Biomonitoring 15.07.2022, 07:40 Uhr

Biomonitoring im Einsatz für die Umweltbeobachtung

Die Kenntnis über den Zustand und die langfristige Entwicklung von Natur und Umwelt – insbesondere auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit – ist Grundlage für viele umweltpolitische und wirtschaftliche Entscheidungen. Biomonitoringuntersuchungen sind ein langjährig bewährtes Mittel in der Umweltbeobachtung. Die Fachzeitschrift „Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft“ widmet sich dem Thema auch in diesem Jahr mit einem Schwerpunktheft.

Biomonitoring von Pflanzenschutzmitteln mit standardisierter Graskultur und Mangold, um die Reichweite der Verdriftung zu ermitteln (aktuelle, unveröffentlichte Untersuchung). Foto: Frank Pompe

Biomonitoring von Pflanzenschutzmitteln mit standardisierter Graskultur und Mangold, um die Reichweite der Verdriftung zu ermitteln (aktuelle, unveröffentlichte Untersuchung).

Foto: Frank Pompe

Ziel der Umweltbeobachtung ist es, Umwelteinflüsse und daraus möglicherweise resultierende schädliche Wirkungen auf Mensch und Umwelt zu erfassen und zu bewerten. Die Umweltbeobachtung ist damit ein grundlegendes Instrument, um einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen zu entwickeln und zu beurteilen und dient darüber hinaus dem Schutz der menschlichen Gesundheit. Aktuelle Beispiele aus der Biomonitoringforschung und -praxis sind in der Mai/Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift „Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft“ zusammengefasst.

Human-Biomonitoring

Das Land Nordrhein-Westfalen führt regelmäßig Untersuchungen der Schadstoffbelastung von Kita-Kindern durch. Im Fokus stehen dabei Weichmacher, Konservierungsmittel und Phenole sowie Pestizide. Ergebnisse des seit 2011 laufenden Projekts werden im Schwerpunktheft Biomonitoring vorgestellt.

Moose und Mikroplastik

Bereits seit vielen Jahren kommen Moose als Bioakkumulatoren zum Einsatz, um die atmosphärischen Einträge von Schwermetallen, Stickstoff und persistenten organischen Verbindungen zu erfassen. Die Ergebnisse deutschlandweiter Untersuchungen der Jahre 1990 bis 2015 sind Thema des zweiten Beitrags. Darüber hinaus stellen die Autorinnen und Autoren erste Erkenntnisse einer aktuellen Studie vor, in deren Rahmen die Eignung von Moosen zur Erfassung von Mikroplastik erforscht wird.

Wirkungsfeststellung an Höheren Pflanzen

Sich wandelnde Herausforderungen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse machen eine kontinuierliche Anpassung bzw. Weiterentwicklung von Biomonitoringverfahren und Beurteilungsmaßstäben notwendig. Eine umfassende Übersicht zu Stand und Anwendung entsprechender neuer und überarbeiteter Verfahrensrichtlinien des VDI gibt der Beitrag „Biomonitoring mit Pflanzen – aktueller denn je!“.

Die vollständigen Texte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 05/06-2022.

Ruth Heesen
VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL), Düsseldorf.

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