+++Anzeige+++ 01.06.2021, 00:01 Uhr

Wärme geht auch klimaschonend: Biomethan eröffnet Chancen

Das Klimaschutzgesetz muss überarbeitet werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschlossen. Für die Bundesregierung heißt das: Sie muss einräumen, dass die bisher definierten Vorgaben zur CO2-Reduktion nicht ausreichen. Und sie muss nachschärfen. Schon jetzt ist klar, dass sich dies auch auf die verschiedenen Sektoren auswirken wird. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Wärme spielen. Denn sie macht etwa die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland aus.

Foto: bmp greengas GmbH

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Industrie, Gewerbe, private Haushalte: Wärme wird überall gebraucht, wenn auch in unterschiedlichen Einsatzszenarien. Dabei wird für ihre Herstellung bis heute häufig auf fossile Rohstoffe wie Erdgas gesetzt. Das führt dazu, dass Wärme zu einem der Treiber des Klimawandels wird: Allein im Gebäudesektor fallen hier 120 Mio. t CO2-Äquivalente an. Mit den immer schärferen und auch EU-weit geltenden Gesetzen zum Klimaschutz steigt aber der Druck, nach alternativen Lösungen zu suchen. Biomethan bietet sich hierbei in vielen Fällen als Erfüllungsoption an.

Zig Gesetze, eine Forderung: Erneuerbare Energien

So fordert die RED II (Erneuerbare-Energien-Richtlinie II) der Europäischen Union einen stufenweisen Zuwachs Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung von 1,3 Prozent pro Jahr. Bis 30.06.2021 muss dieses Recht in den EU-Ländern umgesetzt sein. Die Bundesrepublik Deutschland leistet dem mit verschiedenen Gesetzen Folge. Das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) verpflichtet so zum Beispiel bei Neubauten zum Einsatz Erneuerbarer Energien. Bei Bestandsgebäuden wird dies außerdem um Vorgaben der Länder ergänzt – in Baden-Württemberg beispielsweise durch das EWärmeG. Darüber hinaus wurde schon vor vielen Jahren das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffen, das ursprünglich grünen Strom, damit aber auch die Nutzung von Abwärme fokussiert. Auch gemäß dem aktuellen EEG 2021 ist daher sinnvoll, diese Abwärme, die aus der Stromerzeugung per Kraft-Wärme-Kopplung u. a. mithilfe von Blockheizkraftwerken (BHKW) resultiert, direkt zu nutzen oder ins Fernwärmenetz einzuspeisen. Über all dem schwebt zudem noch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Es ruft für den klimaschädlichen Einsatz von Erdgas, Öl, Benzin oder Diesel den sogenannten CO2-Preis auf.

Foto: bmp greengas GmbH

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Erfüllungsoption Biomethan

Dass eine Lösungsmöglichkeit für all die mit den Regularien verbundenen Anforderungen bereits existiert, wird dabei oft übersehen – übrigens lange Jahre auch von der Politik: Biomethan. Das grüne Gas erarbeitet sich nun aber zunehmend einen festen Platz in der Welt der Erneuerbaren Energien und erfährt dabei immer mehr Zuspruch. Zu Recht, denn Biomethan wird aus natürlichen Roh- und Reststoffen wie zum Beispiel die Energiepflanze Silphie, Kompost oder Gülle erzeugt, ist gut speicherbar, lässt sich in bestimmten Qualitäten aufbereiten, anteilig beimischen oder pur verwenden. Und: Es ist einfach über das bestehende Gasnetz transportierbar. Biomethan kann also direkt und ohne kostspielige Änderungen zur Wärmeerzeugung genutzt werden.

Foto: bmp greengas GmbH

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Von BEHG zu EEG: Sparen mit Biomethan

Biomethan ist als Rohstoff teurer als zum Beispiel Erdgas. Deswegen schaffen die verschiedenen Gesetze Anreize, um den Einsatz des grünen Gases zu fördern und die dringend erforderliche Energiewende voranzutreiben.

  • Im BEHG ist Biomethan wegen seiner gegen 0 tendierenden CO2-Emissionswerte von einer CO2-Abgabe befreit. Dies gilt zunächst bis einschließlich 2022. Damit bleibt der Bezugspreis mindestens bis dahin stabil. Ab 2023 dann ist das Substrat zur Biogas-Aufbereitung entscheidend. Wer hier die richtige Wahl trifft, spart sich auch über 2023 hinaus teure Abgaben.
  • Im GEG ist klar geregelt: Wer baut, muss mindestens eine Erneuerbare Energiequelle nutzen und damit seinen Wärme- bzw. Kältebedarf umweltfreundlich(er) decken. Das gilt für den klassischen Häuslebauer genauso wie für den Städtebau mit Quartierslösungen. Dabei wird nicht mehr nur der Energieverbrauch, sondern mithilfe des Primärenergiefaktors (PEF) ganz gezielt auch der CO2-Ausstoß der Gebäude bewertet. Beim Einsatz von 30 Prozent Biomethan in einer KWK-Anlage, also zum Beispiel Blockheizkraftwerk (BHKW), liegt der bei 0,5. Wird mit einer 50-prozentigen Biomethan-Beimischung im Gaskessel geheizt, bei 0,7. In Wärmenetzen lässt sich sogar ein PEF von 0,2 erzielen. In allen genannten Fällen steht Biomethan besser da als Erdgas – und der Einsatz ist abermals vom CO2-Preis befreit.
  • Das EEG 2021 fordert die Stromerzeugung mithilfe Erneuerbarer Energie. Dazu zählt auch die Kraft-Wärme-Kopplung und damit Biomethan, denn die Abwärme kann weiterverwendet und damit erneut die Reduktion von CO2 gefördert werden. Das Ausschreibungsverfahren hat hier doch seine Tücken. So kann man je nach Ausschreibungsvariante bis zu 19 Cent pro kWh erlösen. Voraussetzung hierfür: Die Anlagen müssen größer 150 kWel und bereits genehmigt sein. Wichtig für Anlagenbetreiber ist es demnach, die passende der drei möglichen Ausschreibungsvarianten zu wählen – und die Anlage unter den jeweiligen Bedingungen sinnvoll zu betreiben. Als „Schlüssel der Wirtschaftlichkeit“ gelten hierbei die richtige Dimensionierung, Flexibilisierung und Betriebsoptimierung.

Foto: bmp greengas GmbH

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So kompliziert, so wirtschaftlich interessant: Insbesondere für den Bau hochflexibler Anlagen in der Südregion sowie für KWK-Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, eröffnen sich gute Vergütungsoptionen. Da diese durch das EEG 20 Jahre garantiert ist, entsteht zudem eine wichtige Planbarkeit, die durch Biomethanbezugsverträge von bis zu 15 Jahren zu gebundenen Preisen abermals gestützt wird.

Die Beispiele zeigen: Biomethan kann in Städten, Kommunen, Wirtschaft und Energiesektor einen Beitrag leisten, um den Bedarf nach grüner Wärme zu decken, CO2 zu reduzieren und Klimaschutzziele zu erreichen. Um hier ans Ziel zu gelangen, ist die Unterstützung durch einen erfahrenen Partner zu empfehlen, der den gesamten Prozess begleitet und das Beste für Anlagenbetreiber, Energieversorger und deren Kunden herausholt. Als einer der führenden Biomethanvermarkter Europas unterstützen die Experten der bmp greengas GmbH dabei – von der Abnahme, der Bilanzkreisführung und Abwicklung, dem Transport bis zur Herkunftsnachweisführung und Quotenvermarktung des grünen Gases.

Von bmp greengas GmbH