Biogasmarkt in Frankreich 19.05.2020, 11:21 Uhr

Biogasmarkt: Gute Chancen für deutsche Unternehmen

Der französische Biogasmarkt bietet in den nächsten Jahren vielfältige Marktchancen. Daraus ergeben sich gute Investitionsmöglichkeiten – auch für deutsche Unternehmen.

Der Biogasmarkt in Frankreich boomt. Deutsche Unternehmen haben gute Chancen, davon zu profitieren. Foto: France Biogaz

Der Biogasmarkt in Frankreich boomt. Deutsche Unternehmen haben gute Chancen, davon zu profitieren.

Foto: France Biogaz

Im Gegensatz zu Deutschland entwickelt sich der Biogasanlagen-Markt in Frankreich gut. So hat sich die installierte elektrische Leistung der Biogasanlagen seit 2010 mit rund 450 MW nahezu verfünffacht. Ende 2021 soll die installierte Leistung 625 MW betragen. Die Leistung der Anlagen, die Biomethan in solcher Qualität produzieren, dass es ins Erdgasnetz eingespeist werden kann, hat sich im selben Zeitraum versiebenfacht – von rund 20 auf fast 140 MW. Und es soll noch weiter gehen: Bis Ende 2024 sollen bis zu 300 MW an Leistung installiert sein. Gute Chancen also für deutsche Unternehmen, in Frankreich zu investieren? Ja, sagt eine neue Broschüre des Beratungsunternehmens Sterr-Kölln & Partner.

Damit die Investition auch zum Erfolg führt, gilt es Einiges zu beachten. Daher beleuchtet die Broschüre neben wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten auch die Möglichkeiten für eine staatliche Förderung. Daneben gibt sie interessierten Herstellern von Biogasanlagen und entsprechendem Zubehör auch einen guten Überblick über die französische Branche sowie über die kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Länder. Für Unternehmen, die in Frankreich investieren wollen, ein Muss. Und durchaus lukrativ.

Biogas: Vielfältige Instrumente zur Investitionsförderung

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Finanzierung sowie Förderung sind in Frankreich anders als in Deutschland. Es existiert eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Förderung von Investitionen, die sowohl von inländischen als auch von ausländischen Investoren in Anspruch genommen werden können. Darüber hinaus existieren Steuergutschriften, zinsvergünstigte Darlehen oder aber direkte Subventionen. Hinzu kommt, dass einige Gemeinden und Regionen eigene Steuerbefreiungen oder spezielle Hilfen anbieten. So kommen auch kleine mittelständische Unternehmen in den Vorzug zinsgünstiger Darlehen.

Bisher wurde Biogas in Frankreich überwiegend zur Wärme- und Stromerzeugung in KWK-Anlagen verwendet. Das soll sich allerdings ändern. Denn seit 2011 gibt es auch die Möglichkeit, Biogas zu Biomethan aufzubereiten und ins Gasnetz einzuspeisen. Geht es nach dem Gesetzgeber, dann sollen bis 2030 etwa 7 bis 10 % der französischen Gasversorgung aus nicht-fossilen Brennstoffen bestehen. Bereits 2018 erzeugten rund 10 % der Biogasanlagen einspeisefähiges Biomethan. Sie deckten rund 0,15 % des Gasbedarfs ab.

Der rentable Bau und Betrieb von Biogasanlagen ist möglich

Um Erneuerbare-Energien-Anlagen künftig deutlich schneller umweltschutzrechtlich genehmigen zu können, ist im Jahre 2017 ein vereinfachtes Verwaltungsverfahren für Biogasanlagen in Kraft getreten. Die Vergütung für entsprechende Projekte ist in Frankreich über Tarifausschreibungen und Tarifdekrete geregelt. Landwirtschaftliche Biogasanlagen kommen in den Genuss einer Befreiung von der lokalen Steuer.

Detailliert geht die 36-seitige Broschüre auch auf Finanzierungsfragen ein. Langfristige Bankdarlehen und Eigenmittel sind neben Investitionszuschüssen bislang ein zentrales Element. Diese Zuschüsse können allerdings in Abhängigkeit von Projekt und Region unterschiedlich ausfallen. Auch auf die kulturellen Aspekte geht die Broschüre ein.

Von Peter von Hindte

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