+++ Exklusiver Fachbeitrag +++ 04.07.2022, 11:00 Uhr

Megatrend IoT: Verliebt in den Nutzen

Das Internet of Things (IoT) mobilisiert immer mehr Menschen und Unternehmen – in der Energiewirtschaft ebenso wie in vielen anderen Branchen. Ob bei der Umsetzung der Smart City, bei Mieterstromprojekten, beim Asset Management oder im Gesundheitssektor, die Potenziale der Technologie sind nahezu überall gefragt. Zu den Pionieren und Treibern dieses Megatrends zählt die Digimondo GmbH in Hamburg. Auf der E-world präsentiert der IoT-Spezialist eine breite Palette Innovationen und praktischer, nutzbringender Anwendungen.

Kaum eine andere technologische Entwicklung hat sich so rasant verbreitet und wurde beziehungsweise wird von der Wirtschaft so begeistert angenommen wie das Internet of Things. Objekte, Zähler und Sensoren via Internet zu vernetzen und Prozesse auf Basis von Echtzeit-Daten zu digitalisieren, aus der Ferne zu monitoren und zu steuern, bietet enorme Optimierungschancen – in praktisch allen Branchen. Die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey spricht von weltweit jährlich über 11,1 Bill. US-$ potenzieller wirtschaftlicher Gesamtauswirkungen im Jahr 2025. Tatsächlich werde das IoT die größte Wertschöpfungsquelle aller disruptiven Technologien sein, die wir aktuell erleben, vor mobilem Internet, Cloud-Computing und Robotik.

Verlauf des CO2-Gehalts der Luft im Digimondo-Büro vom 19. bis 20. Mai 2022. Grafik: Digimondo

IoT-Meta-Plattform für grenzenlose Integration

In diesem boomenden Umfeld positioniert sich Digimondo als IoT-Software-Anbieter. Binnen kürzester Zeit hat sich das 2016 gegründete Start-up zu einem der ambitioniertesten Player in diesem Segment entwickelt. Innerhalb der letzten sechs Monate wurden alle Parameter im Unternehmen auf das erwartete beziehungsweise längst eingetretene starke Wachstum getrimmt: Mannschaft (+ 50 %), Organisation (Professionalisierung der Strukturen) und nicht zuletzt die Software „niotix“. Diese präsentiert sich nach einem evolutionären Major-Release als erste IoT-Meta-Plattform inklusive integriertem App-Store. Meta-Plattform bedeutet, dass sich auch Sensordaten aus IoT-Netzen und -Infrastrukturen externer Betreiber sowie beliebige Datenströme aus unterschiedlichsten Drittsystemen und sonstigen Datenquellen auf der Niotix-Plattform integrieren lassen. Durch den modularen Aufbau der Software sollen Kunden verschiedenster Branchen schneller und gezielter mit bedarfsgerechten IoT-Lösungen und digitalen Fachanwendungen versorgt werden können.

Vom eigenen Bürotrakt hat Digimondo einen digitalen Zwilling mit 3-D-Karte erstellt. Der Screenshot zeigt den Luftzustand im Konferenzraum. Grafik: Digimondo

Die Energie- und Versorgungswirtschaft ist ein zentraler Zielmarkt für Digimondo. Zu den Kunden zählen mehr als 80 große Stadtwerke und Energieversorger, die mit der IoT-Lösung in über 100 fachabteilungsübergreifenden Projekten wie in den Bereichen Metering (etwa Auslesung von Schacht-Wasserzählern, Mieterstrom oder Submetering), Netz-, Asset-, Facility-Management (wie Trafo-Fernüberwachung, Gebäudemanagement oder Betriebsmittelüberwachung) und Smart City (unter anderem Smart Parking, Condition Monitoring, Smart Waste, Grünanlagen-Bewirtschaftung) umgesetzt haben.

Partnerschaft wird großgeschrieben

Zum Wachstumstrend trägt bei, dass auch der Kreis an Lösungs- und Integrationspartnern in der Branche zielstrebig vergrößert wurde. So hat Digimondo etwa mit dem IT-Dienstleister items unter anderem eine „IoT-ERP-Bridge“ entwickelt, die – der Name sagt es – den IoT-Kosmos mit der klassischen IT-Welt verbindet. Zum Einsatz kommt sie beispielsweise bei enercity AG. Das Unternehmen aus Hannover überträgt darüber Messwerte aus Mieterstromprojekten von der IoT-Plattform direkt ins SAP-Abrechnungssystem.

Christopher Rath, Chief Executive Officer bei Digimondo: „Es besteht starkes Interesse der EVU an technologieoffenen und integrierten IoT-Lösungen.“

Foto: Digimondo

Partnerschaft wird bei Digimondo grundsätzlich großgeschrieben. Immer mehr Stadtwerke und Energieversorger werden selbst zu IoT-Akteuren, indem sie im kommunalen Querverbund oder direkt bei ihren Endkundinnen und -kunden eigene IoT-gestützte Services anbieten – mit Digimondo als zentralem IoT-Plattformbetreiber im Hintergrund. Die Pfalzwerke mit ihrem „IoTista“-Projekt sind ein typisches Fallbeispiel. „Das Interesse der EVU an technologieoffenen und integrierten IoT-Lösungen zur Ergänzung und Erweiterung des eigenen Kerngeschäftes wächst stetig“, freut sich Digimondo-CEO Christopher Rath über den anhaltenden Trend in der Branche.

„Das Faszinierende an IoT-Projekten ist, dass sie unmittelbar Einspareffekte erzeugen und sofort Appetit auf weitere Anwendungen im Unternehmen machen“, beobachtet Sascha Schlosser, Geschäftsführer und Chief Marketing Officer bei Digimondo. „Das findet in der gleichen Branche und auch darüber hinaus fast immer sofort Nachahmer.“

Sascha Schlosser, Geschäftsführer und Chief Marketing Officer bei Digimondo:„Das Faszinierende an IoT-Projekten ist, dass sie unmittelbar Einspareffekte erzeugen.“

Foto: Digimondo

Beispiel Asset Management inklusive Asset Tracking

Ein typisches Beispiel für diesen Effekt ist der Einsatz des IoT-Moduls Asset Management. Ein Industriekonzern trackt IoT-basiert mobile Stromerzeuger auf dem Werksgelände. Häufig weiß die Disposition nicht, welche Geräte sich wo auf dem weitläufigen Areal befinden und welchen Betriebsstatus diese aktuell haben. In diesem Usecase wird nicht nur die jeweilige Position der Maschinen getrackt, sondern auch die Stromerzeugung automatisiert fernausgelesen. Hierbei werden Positions- und Messdaten per LoRaWAN-Funktechnologie ins Backend übermittelt und via Dashboard visualisiert.

Zum Einsatz kommt das Modul beispielsweise auch im Gesundheitssektor. Zwar gibt es in Kliniken und Krankenhäusern nominell genügend Betten und medizintechnische Geräte, doch allzu oft befinden sich diese, wenn sie kurzfristig benötigt werden, nicht auf der Station, sondern werden gegebenenfalls gerade gewartet, gereinigt oder anderenorts verwendet. Das Suchen kostet Zeit und steigert den Stresslevel des ohnehin überlasteten Klinikpersonals. Ganz anders, wenn medizinisches Gerät wie Infusionstechnik, Sono-Geräte, Rollstühle usw. mit IoT-Sensoren ausgerüstet werden, die etwa via „Bluetooth Low-Energy“ (BLE) mit im Gebäude installierten IoT-Gateways verbunden sind. Die Gateways wiederum leiten die Daten ans Backend-System weiter, wo die Hardware administriert und alle Daten verarbeitet werden. Via Dashboard wird sichtbar gemacht, wo sich gesuchte Assets im Gebäude befinden. Je nach gewähltem technischem Ortungskonzept funktioniert die Lokalisierung bereichs- oder sogar raumgenau.

Möglich macht dies die Funktionalität des „Digitalen Zwillings“ (siehe Interview-Kasten), der Geo-, Sensor- und sonstige Betriebsdaten zu den jeweiligen Assets sinnvoll miteinander verschneidet und diese an einem Ort auf der Plattform konsolidiert, virtualisiert und visualisiert.

Vielfältige IoT-Einstiegs- und Nutzungsszenarien

Offenheit in alle Richtungen, heißt ein wesentliches Credo bei Digimondo – Offenheit für Partner, Software, Datenquellen, Anwendungen und Anwendende. Von zentraler Bedeutung ist in diesem Kontext der neu entwickelte Konnektor zwischen der eigenen IoT-Software und „The Things Network“ (TTN) und „The Things Industry“ (TTI). TTN und TTI repräsentieren globale kollaborative IoT-Ökosysteme auf LoRaWAN-Basis. TTN ist opensource-basiert und adressiert vorrangig private Nutzende und Einsteiger. TTI ist die professionelle IoT-Plattform für gewerbliche User. Mit dem Connector verbindet Digimondo die Systemwelten, was vielfältige Einstiegs- und Nutzungsszenarien für die eigene IoT-Plattform niotix eröffnet.

Für die Landesgartenschau Baden-Württemberg in Neuenburg am Rhein hat Digimondo ein interaktives Dashboard entwickelt, mit dem auf dem Veranstaltungsgelände Parameter wie Parkplatzbelegung, Besucher*innenzahlen, Grundwasserpegel, Bodenfeuchte, Geräuschpegel, Luftbeschaffenheit, Trafozustand oder Rheinpegel (hier zu sehen) aus der Ferne auf einer Ansicht live überwacht werden können. Grafik: Digimondo

„Besonders interessant ist der neue Konnektor für Kunden, die schon mit TTI professionell arbeiten und nun von den Vorteilen unseres digitalen Zwillings profitieren wollen“, erläutert Dr. Dennis Kolberg, Chief Product Officer bei Digimondo. „Das heißt, sie können weiterhin mit der bestehenden Infrastruktur vor Ort arbeiten, haben aber zusätzlich Zugriff auf unsere Software und damit auf eine professionelle Applikationsschicht. Dadurch werden Stadtwerke, Industriebetriebe und Dienstleister in die Lage versetzt, sich mit wenigen Klicks on top einen digitalen Zwilling zu bauen und damit anwendungsorientiert Prozesse zu digitalisieren beziehungsweise zu optimieren.“

„Ob Energieversorger, Baugewerbe, Produktionsbetriebe, Logistik-Unternehmen, Klinikgruppen, Leasing-Geber usw. – das Interesse an unseren IoT-Lösungen ist riesengroß“, freut sich Schlosser über den aktuellen Trend. „Denn Nutzen ist nun mal die Währung, die Anwenderinnen und Anwender besonders lieben und mit der IoT in jedem Fall zurückzahlt.“

www.digimondo.de

E-world: Halle 2, Stand 416

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