Fertigungsmesstechnik 28.07.2025, 11:32 Uhr

Zwei-Methoden-Messsystem erhöht die Flexibilität in der Fertigung

Das neue Equator-X-Messsystem erweitert die vielseitigen Prüfgeräte für Prozesssteuerung in der Fertigung, Hochgeschwindigkeitsmessung und Qualitätssicherung. Renishaw stellt es auf der EMO Hannover vor.

Mit seinen zwei Messmethoden bringt das Messsystem Equator-X 500 mehr Flexibilität in die Fertigung. Foto: Renishaw Plc.

Mit seinen zwei Messmethoden bringt das Messsystem Equator-X 500 mehr Flexibilität in die Fertigung.

Foto: Renishaw Plc.

Mit dem Zwei-Methoden-Messsystem Equator-X 500 stellt Renishaw seine neueste zukunftsweisende Lösung für die Prozesssteuerung in der Fertigung vor. Das Produkt kombiniert zwei Prüfmethoden in einem Gerät: einen Absolutmodus sowie eine Vergleichsmessung. Hersteller weltweit können somit die optimale Prüfmethode wählen, je nach Anforderungen ihres jeweiligen Fertigungsprozesses.

Das Messsystem wurde speziell für Fertigungsumgebungen mit hoher Variantenvielfalt und häufigen Designänderungen entwickelt. In solchen Anwendungen kommt es auf eine hohe Prüfgeschwindigkeit, Flexibilität und einfache Bedienbarkeit an. Nur so kann die Messtechnik mit den Bearbeitungszeiten Schritt zu halten. Die Hauptvorteile sind ein dank der Hochgeschwindigkeitsmessung gesteigerter Messdurchsatz; eine vollständig rückführbare Verifizierung von Teilen innerhalb der Produktionsumgebung, eine kontinuierliche Validierung des Fertigungsprozesses sowie die Flexibilität zur Auswahl der optimalen Messmethode, für jede Anwendung, in einem einzigen Gerät.

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Absolut- und Vergleichsmessmethoden für schnell getaktete Fertigungen

Die anwählbaren Absolut- und Vergleichsmessmethoden decken den Bedarf der modernen, schnell getakteten Fertigungsumgebungen ab, die unterschiedliche Anforderungen stellen. Im Absolutmodus misst das Equator-X-Messsystem beispielsweise Teile mit einer Scangeschwindigkeit von bis zu 250 mm/s. Dadurch lassen sich Prüfkapazität und Durchsatz insbesondere bei kleinen bis mittleren Losgrößen und bei großer Bauteilvarianz deutlich steigern. Der Modus eignet sich deshalb besonders für die Erstprüfung neben der Maschine aber auch für die 100-prozentige Inline-Prüfung.

Dagegen liefert das Equator-X-Messsystem im Vergleichsmodus eine sehr hohe Scangeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s. Es eignet sich damit ideal für die Prüfung großer Chargen der gleichen Komponenten, bei denen die Zykluszeit im Vordergrund steht. Darüber hinaus steht eine Hochgeschwindigkeits-Messoption für Umgebungen bereit, in denen schwankende thermische Bedingungen bestehen. In der Fertigung ist das oft eine große Herausforderung für die Messtechnik.

Messsystem in Hexapod-Struktur mit komfortabler Software-Plattform

Das Messsystem basiert auf einer Hexapod-Struktur mit voneinander entkoppelten Antriebs- und Messelementen. Durch konstruktive Merkmale wie Messstreben aus Kohlefaser, Linearmotorantriebe und dem industriebewährten Messtastersystem SP25 wird dabei eine hohe Bewegungsgeschwindigkeit ohne Beeinträchtigung der Messtechnik erreicht.

Das Prüfgerät lässt sich sowohl eigenständig in der Produktionsumgebung als auch integriert in einer voll automatisierten Zelle einsetzen. Dies ermöglicht eine außergewöhnlich hohe Anpassungsfähigkeit an sich wandelnde Anforderungen und wechselnde Bedingungen in der Fertigung.

Für intuitive Bedienung sorgt die Standard-Software-Plattform . Sie verfügt über breite Funktionalität, gekoppelt mit der aktuellen Messsoftware „Modus“ von Renishaw. Die umfassende Softwarelösung unterstützt Programmierung, Berichterstellung und Betrieb mit hoher Anwenderfreundlichkeit und stabiler Performance. Sie vereinfacht komplexe Aufgaben und sorgt für eine verbesserte Anwendererfahrung.

Quelle: Renishaw

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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