OpOptimize MyProgramming /3D Scanner 08.09.2025, 17:10 Uhr

Von CAD zur CNC ohne Umweg – Siemens zeigt neue Lösung

Siemens 3D-Scanner überträgt CAD-Daten direkt in CNC-Programme. Weniger Fehler, kürzere Programmierzeit, höhere Qualität in der Fertigung.

Siemens

Optimize MyProgramming /3D Scanner überträgt CAD-Geometrien direkt an die CNC-Steuerung – Programmierzeiten sinken, die Qualität steigt.

Foto: Siemens

Wer Bauteile an CNC-Maschinen fertigt, kennt das Dilemma: Die Konstruktionsdaten liegen längst vor, doch bis daraus ein Programm an der Steuerung entsteht, dauert es. Oft geht dabei Zeit verloren, weil Werte manuell übertragen werden müssen. Fehler schleichen sich ein – und im schlimmsten Fall landet Ausschuss im Container. Siemens will genau hier ansetzen. Mit dem Optimize MyProgramming /3D Scanner sollen CAD-Daten ohne Umwege direkt in die NC-Programmierung einfließen.

Integration in Sinumerik Operate

Das System ist direkt in Sinumerik Operate eingebettet. Anwender*innen bleiben also in der gewohnten Oberfläche, es braucht keine zusätzlichen Tools oder Schulungen. „Umständliche und fehleranfällige manuelle Eingaben“ entfallen, so Siemens. Die Software erkennt Geometrien aus den 3D-Daten und überträgt sie automatisch in Bearbeitungszyklen. Damit wird ein Arbeitsschritt übersprungen, der bislang viel Aufmerksamkeit erforderte.

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Automatische Erkennung von Geometrien

Die Stärke liegt in der Analyse. Der Scanner erkennt Bohrungen, Taschen oder Freiformflächen in den CAD-Daten. Für jedes Merkmal schlägt er passende Bearbeitungsstrategien vor. Wer will, übernimmt die Vorschläge direkt.

So können selbst weniger erfahrene Bediener die Maschine effizient einsetzen. Erfahrene Programmierende nutzen die Funktion, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Fehler durch falsche Parametrierung sinken deutlich.

 

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Mehr Qualität durch weniger Fehler

In der Fertigung zählt jedes Zehntelmillimeter. Kleine Abweichungen führen oft zu Nacharbeit oder Ausschuss. Der direkte Weg von CAD zur NC sorgt dafür, dass Informationen nicht verloren gehen. Jede manuelle Eingabe birgt ein Risiko, diese Fehlerquelle entfällt. Das Ergebnis: konstantere Qualität. Unternehmen profitieren von einer besseren Auslastung der Maschinen und geringeren Kosten.

Ein Blick in die Werkstatt

Wie könnte das in der Praxis aussehen? Eine Bedienerin ruft das CAD-Modell eines Bauteils an der Steuerung auf. Der Scanner erkennt automatisch eine Reihe von Bohrungen. Statt jede Bohrung einzeln anzulegen, schlägt das System einen passenden Zyklus vor.

Ein Klick genügt, und die Bohrungen sind im Programm integriert. Die Bediener sparen Minuten – und vermeidet, dass sich Zahlendreher einschleichen. Bei komplexeren Geometrien wie Taschen oder Freiformflächen gilt dasselbe Prinzip.

Pilotprojekt mit DMG MORI

Die Lösung wurde nicht am Reißbrett entwickelt, sondern unter realen Bedingungen getestet. DMG MORI begleitete die Pilotierung. Die Ergebnisse überzeugten: Der 3D-Scanner wurde in Maschinen mit Sinumerik ONE integriert und ist dort bereits Standard. Ab Herbst sollen auch andere Hersteller Zugriff auf die Lösung erhalten.

Digitale Zwillinge im Einsatz

Neben der physischen Maschine lässt sich die Software auch im digitalen Zwilling nutzen. Grundlage ist die Plattform Run MyVirtual Machine. Unternehmen können damit Prozesse vorab simulieren. Fehler tauchen dann im virtuellen Modell auf, nicht am echten Bauteil. Das spart Material und Zeit. Gerade in Branchen mit teuren Rohstoffen – etwa Luftfahrt oder Medizintechnik – ist das ein Vorteil.

Siemens bietet die Lösung als Dauerlizenz an. Erfahrene Dienstleister begleiten die Einführung, beraten bei der Integration und schulen auf Wunsch Mitarbeitende. Damit soll sichergestellt werden, dass der Umstieg reibungslos verläuft – unabhängig von der Größe des Betriebs.

Am Ende geht es darum, Fertigungsbetriebe wettbewerbsfähig zu halten. Schneller programmieren, weniger Fehler, bessere Qualität – diese drei Punkte entscheiden in vielen Branchen über Aufträge. Optimize MyProgramming /3D Scanner liefert hier einen praktischen Ansatz, ohne den Arbeitsalltag komplizierter zu machen.

 

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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