EMO-Vorschau 17.07.2025, 15:00 Uhr

Messe für Metallbearbeitung: Die EMO 2025 nimmt Konturen an

Am 22. September 2025 öffnet die EMO Hannover ihre Pforten. Im Vorfeld gaben Veranstalter VDW und einige Aussteller bereits Einblicke in Ihre Planungen.

Bald ist es wieder soweit. Am 22. Spetember 2025 startet die Messe für Metallbearbeitung und Prozesstechnologie EMO in Hannover.  Foto: M. Ciupek

Bald ist es wieder soweit. Am 22. Spetember 2025 startet die Messe für Metallbearbeitung und Prozesstechnologie EMO in Hannover.

Foto: M. Ciupek

Die Vorbereitungen zur EMO Hannover 2025 laufen auf Hochtouren. Anlässlich der EMO-Preview gab Mitte Juli Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Einblicke in seine bisherigen Gespräche mit internationalen Partnern. Als Veranstalter der Messe, war der VDW zuvor auf Welttour. Sehr beeindruckt habe den VDW-Chef, wie intensiv sich die Community in den verschiedenen Ländern auf die EMO vorbereite und welche Vorfreude die Messe auslöse. Heering stellt fest: „Von der EMO werden positive Signale erwartet.“ Das gelte unabhängig davon, welches Anliegen im Vordergrund stehe, ob es um technische Neuerungen oder eine Automation rund um die Uhr gehe. Die Messe mit dem Fokus auf Metallbearbeitung reflektiert laut Heering die aktuellen Megatrends Automation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sowie Nachhaltigkeit.

„Nirgends sonst treffen die Gäste auf so viel internationale Expertise wie auf einer EMO“, sagt Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken).

Foto: M. Ciupek

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EMO-Themen: Automatisierung und Nachhaltigkeit

Bei den 26 Ausstellern, die sich im Rahmen der Preview-Veranstaltung präsentierten, ist das gut zu erkennen. Bei ihnen dreht sich im Vorfeld der Branchenmesse alles um neue Maschinen und Funktionen, Werkzeuge, Automatisierung oder auch Schnellwechselsysteme. Siemens will beispielsweise in Hannover zeigen, wie Prozessoptimierung und der Einsatz von Robotern mit intelligenter Software in dem Umfeld funktionieren. Auch bei DMG Mori geht es zunehmend um vernetzte Prozesse sowie die Einbindung autonomer Transportsysteme in der Fabrik.

Auch Nachhaltigkeitskonzepte sind nach wie vor ein Thema in der Branche. Aspekte sind dabei die Langlebigkeit von Maschinen und der Retrofit für ein zweites Leben. Es geht aber auch um die Frage, wie sich der CO2-Fußabdruck von Maschinen reduzieren lässt, an der beispielsweise die ETA-Fabrik in Darmstadt seit einigen Jahren forscht. In der Modellfabrik des PTW an der Technischen Universität Darmstadt arbeiten Wissenschaftler mit Partnern aus der industrie an der Realisierung einer klimaneutralen Fabrik, die sowohl die Energieversorgung der Maschinen als auch des Gebäudes berücksichtigt. Manche der dort von Unternehmen wie Bosch Rexroth erprobten Konzepte sind inzwischen in deren Fabriken im Einsatz.

In der ETA-Fabrik an der Technischen Universität Darmstadt steht die klimaneutrale Produktion im Mittelpunkt. Nicht nur die Prozesse an der Bearbeitungsmaschine, sondern in der ganzen Fabrikhalle werden dazu optimiert.

Foto: M. Ciupek

Künstliche Intelligenz für die Fertigung

Neue Perspektiven ergeben sich für die Branche inzwischen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Fertigung. Im Vorfeld der Messe EMO rufen sowohl Sebastian Heinz, Gründer und CEO von Statworxs aus Frankfurt als auch Prof. Michael Zäh vom Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik an der Technischen Universität München dazu auf, sich stärker mit KI zu befassen. Ihrer Meinung nach müssten europäische Unternehmen das Innovationstempo bei KI deutlich steigern, um den Anschluss an asiatische und US-amerikanische Anbieter nicht zu verlieren. Das gelte vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich bislang sehr abwartend zeigten.

Gute Perspektiven gibt es vor allem in der Qualitätssicherung und bei der vorausschauenden Wartung. Voraussetzung sind dabei Messwerte aber auch synthetische Daten, mit denen die KI trainiert werden kann.

Für beide Experten ist dabei unstrittig, dass KI den Menschen in der Fertigung nicht überflüssig mache. „KI macht Fehler“, stellte Universitätsprofessor Zäh fest. Dies zu erkennen, sei eine Fähigkeit, die dringend benötigt und geschult werden müsse. Statworxs-CEO Heinz sieht es als den größten Vorteil von KI an, dass sich mit ihr die Innovationsgeschwindigkeit erhöhen und neue Ideen generieren lassen. Für beide Experten führt in Zukunft kein Weg an KI vorbei. „Es ist keine Option, KI nicht zu nutzen“, mahnt Zäh. „Andere nutzen KI bereits und wer es nicht tut, verliert“, so sein Fazit.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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