Software 15.09.2025, 15:51 Uhr

KI-gestützte virtuelle Zwillinge für die Fertigung

Wie sich Design- und Simulationsprozesse dank KI vereinfachen lassen, beschreibt Jeroen Buring, Senior Director Eurocentral bei Dassault Systèmes, im Interview.

 

 

MESSEZEITUNG: Wofür setzt Dassault Systèmes KI-gestützte Dienste ein?

BURING: Dassault Systèmes nutzt KI zur Automatisierung von Design- und Simulationsprozessen, zur Generierung optimierter Konstruktionsvorschläge sowie zur Analyse und Verbesserung virtueller Modelle. Innerhalb der Simulationslösungen übernimmt KI – in Form unserer Virtual Companions – die Rolle eines persönlichen Assistenten für Ingenieure. Die Technologie unterstützt mit Konstruktionsvorschlägen, die auf bisherigen Arbeitsschritten in anderen Projekten basieren. Dadurch lassen sich mühsame und repetitive Aufgaben automatisieren, die Effizienz erhöhen sowie das Fehlerpotenzial verringern.

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Mit den 3D UNIV+RSES von Dassault Systèmes rückt KI ins Zentrum des globalen Intellectual Property Lifecycle Managements (IPLM) der 3Experience Plattform. Sie stellen eine einzigartige, neuartige digitale Umgebung dar, die es ermöglicht, verschiedene virtuelle Zwillinge miteinander zu kombinieren, leistungsstarke Multi-KI-Engines zu trainieren und in der Praxis einzusetzen sowie geistiges Eigentum zu schützen. Damit wird ein Beitrag zur Generative Economy geleistet – einem Wirtschaftsmodell, das mehr gibt als es nimmt.

Werden dazu vor allem Daten genutzt, die z. B. im Rahmen des Designs und Lebenszyklusmanagements in Ihren Systemen erstellt wurden oder werden auch andere Datenquellen mit einbezogen?

Für uns hat der Schutz des geistigen Eigentums unserer Kunden oberste Priorität. Daher erfolgt die Nutzung von KI ausschließlich auf Basis von Daten, die innerhalb der jeweiligen Kundensysteme und deren Private Clouds erstellt wurden. Externe oder branchenübergreifende Datenquellen werden nicht in das Training der KI oder in die Optimierung von Konstruktionsdaten einbezogen.

Wenn virtuelle Zwillinge als Datenbasis für KI-Anwendungen dienen, um reale Prozesse zu simulieren, geschieht dies ebenfalls innerhalb geschützter Umgebungen. Um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten, setzt Dassault Systèmes auf etablierte Sicherheitsprotokolle wie TISAX sowie ISO-Zertifizierungen.

Zudem analysieren Machine-Learning-Modelle ausschließlich anonymisierte Nutzungsdaten, um Funktionen zu optimieren, nicht aber spezifische Konstruktionsdaten. Dadurch bleibt das geistige Eigentum unserer Kunden vollständig geschützt, während die KI-Anwendungen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Welche Branchen profitieren davon am meisten und warum?

Die Fertigungsindustrie profitiert besonders stark vom Einsatz KI-gestützter virtueller Zwillinge, da automatisierte Design- und Produktionsprozesse die Markteinführungszeiten verkürzen, Kosten senken und die Produktivität steigern. Durch Simulationen können Produkte bereits in der Entwurfsphase getestet und optimiert werden, was zu einer effizienteren und nachhaltigeren Produktentwicklung führt. Auf dieser Basis wird eine präzise Planung von Materialeinsatz und Fertigungsschritten ermöglicht, was nicht nur Ressourcen schont, sondern auch unnötige Abfälle reduziert.

Auch die Automobilbranche setzt verstärkt auf virtuelle Zwillinge, insbesondere zur Optimierung von Elektrofahrzeugen, Batterietechnologien und autonomen Fahrsystemen. So kann die Leistung sowohl von Fahrzeugen als auch von den Komponenten in der Designphase simuliert und getestet werden, um Fehler frühzeitig zu erkennen und Designs schneller zu verbessern. Dies verkürzt die Entwicklungszeit und trägt zur Optimierung von Batterien, Ladezeiten und der Entwicklung autonomer Fahrsysteme bei.

Inwiefern wird der KI-Einsatz die Gestaltung und Nutzung von digitalen Zwillingen verändern?

KI wird als Innovationsbooster fungieren und den Einsatz von virtuellen Zwillingen auf ein neues Level heben. Einerseits können virtuelle Zwillinge als umfassende Datengrundlage für KI-Anwendungen dienen, indem sie große Mengen an realen Betriebs- und Sensordaten bereitstellen. Andererseits verbessert KI die Genauigkeit und Effizienz virtueller Zwillinge, indem sie diese mit fortschrittlichen Vorhersagemodellen kombiniert. Dadurch werden Simulationen noch realistischer, und komplexe Systeme lassen sich präziser analysieren und optimieren.

Ein weiterer entscheidender Fortschritt liegt in der Fähigkeit von KI, Maschinen, Anlagen oder Prozesse bereits in der virtuellen Testphase zu trainieren. So können Systeme schon vor ihrem realen Einsatz optimiert werden, was zu effizienteren Abläufen und geringeren Betriebskosten führt. Die 3D UNIV+RSES ermöglichen mit ihrer eingebetteten KI eine neue Generation interaktiver virtueller Umgebungen. Anwender können so virtuelle Zwillinge von allem und jedem erstellen und ihr gesamtes Ökosystem virtualisieren. Dies spielt insbesondere in der Industrie, Medizintechnik oder Mobilitätsbranche eine zentrale Rolle. Langfristig könnte sich so eine neue Generation interaktiver, selbstlernender virtueller Umgebungen etablieren, die nicht nur einzelne Produkte oder Maschinen, sondern ganze Ökosysteme und komplexe Wertschöpfungsketten abbilden und optimieren.

Dassault Systèmes auf der EMO Hannover 2025: Halle 6, Stand A23

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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