+++Anzeige+++ 25.11.2019, 08:50 Uhr

Warum Masters of Engineering auch Masters of English sein sollten

Ohne zumindest grundlegende Englischkenntnisse kommt heute wohl kein Ingenieur mehr aus: Fachliteratur, Bedienungsanleitungen, Emails mit Kollegen und Kunden im Ausland, ja selbst der akademische Grad der Ingenieure – alles in Englisch. Aber nicht nur deshalb sollten die Masters of Engineering auch Masters of English sein.

Foto: Nito/Shutterstock.com

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Technisches Englisch? Kein Problem: Man nehme ein wenig Schulenglisch und füge einfach ein paar englische Fachwörter hinzu – wird schon halten. Sich damit aufs internationale Parkett zu wagen, ist ein bisschen so, als ob man den Kotflügel eines Sportwagens mit Lochband und Bohrschrauben befestigen würde. Hält zwar, sieht aber unprofessionell aus und bietet Verletzungsgefahr. Ähnliches gilt für löchriges Englisch.

Missverständliche Kommunikation kann schnell Schaden anrichten: vom verpassten Auftrag bis hin zu Gefahr für Leib und Leben. Genaue Kenntnisse der Eigenheiten der englischen Sprache gepaart mit sicherem Fachvokabular sollte daher für uns Präzision liebende Ingenieure Ehrensache sein. Ganz nebenbei wirkt flüssiges Englisch wie ein gut sitzender Anzug mit Krawatte: Beides strahlt Kompetenz und Autorität aus.

Ingenieur Englisch statt Technisches Englisch

Ingenieur Englisch ist damit weit mehr als nur „Technical English“: gutes allgemeines Englisch mit sauberer Grammatik für den überzeugendes Auftritt, ein wenig Business English fürs tägliche Verkaufen und ein großer Technikwortschatz für die Präzision. Dazu noch etwas Small Talk, um mit dem Vorurteil vom zugeknöpften Deutschen aufzuräumen.

Zugegeben, die Liste klingt eher nach Vollzeit-Job als nach Soft Skills. Wie also wird aus einem M.Eng. auch ein Master of English?

Da wären natürlich der klassische Sprachkurs, idealerweise im Betrieb. Leider kollidiert der schnell mit der beruflichen Zeitplanung: Kursabende fallen wegen Überstunden oder Außenterminen aus und der zusätzliche Zeitaufwand demotiviert.

Viele wenden sich daher der bunten Welt der Sprachlern-Apps zu. Duolingo, Babbel, Busuu oder die Apps der klassischen Sprachverlage ermöglichen Lernen im eigenen Tempo und motivieren durch Belohnungssysteme. Leider gibt es kaum spezielle Apps für technisches Englisch. Zudem vermitteln die Programme eine falsche Sicherheit – frei nach dem Motto: „Englisch? Dafür gibt’s doch ne App!“

Die beste Methode ist immer noch, gar nicht zu lernen. Zum Wälzen von Grammatikbüchern und Vokabelbüffeln bleibt im hektischen Berufsalltag ohnehin keine Zeit. Besser ist es, sich dem Englischen so oft wie möglich in einer stressfrei-fehlertoleranten Umgebung auszusetzen und so mehr oder weniger nebenbei zu lernen.

Hollywood-Sprachkurs

Was wäre stressfreier als der heimische Filmabend. Wie wär’s denn, beim nächsten Mal auf die englische Version mit oder ohne Untertitel zu wechseln? Studien zeigen, dass sich in Ländern, in denen englische Filme und Serien untertitelt werden, viel mehr Menschen ein englisches Gespräch zutrauen als in Nationen, die alles synchronisieren.

Leider handeln die wenigsten Serien vom Alltag einer Entwicklungsabteilung oder Baustelle. Technikvokabular findet sich eher bei Firmenbeiträgen, Video-Blogs und Bastelanleitungen auf Youtube. Über einen Klick aufs Zahnrad unten rechts lassen sich englische und manchmal auch deutsche Untertitel aktivieren.

Besser noch sind Technik- und Business-Podcasts mit Transkription zum Mitlesen. Bei den bekannten TED-Talks gibt es diese Mitschriebe sogar teilweise auf Deutsch. Zudem zeigen die perfekt ausgearbeiteten Vorträge, wie Inhalte spannend und fast ohne Powerpoint präsentieren werden können – eine weitere, nützliche Soft-Skill.

Fachmagazin mit Untertitel

Wem so ein Hollywood-Sprachkurs noch zu anspruchsvoll ist, dem bleibt natürlich noch das geschriebene Wort. Bei der Arbeit lässt sich nebenbei etwas Englisch lernen, indem man die englische und deutsche Version von Unternehmenswebseiten oder Bedienungsanleitungen nebeneinander öffnet. So findet sich für schwierige Vokabeln schnell die passende Übersetzung.

Weil Parallel-Lesen auf Dauer doch recht mühsam ist, gibt es die speziell auf die Bedürfnisse von Ingenieuren abgestimmte Sprachlernzeitschriften Inch. Eine durchgängige Vokabelhilfe erleichtert das Lesen der aktuellen, englischen Technikreportagen. Hinzu kommen neben Fachvokabular, Pictorials und Technikgrundlagen auch die nötige Grammatik, ein wenig Business-English und Small-Talk Redewendungen.

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Obwohl Hollywood-Sprachkurse, Parallel-Lesen oder ein One-Stop-Sprachmagazin „nur“ das Hör- und Leseverständnis trainieren, steigern sie dennoch die Sicherheit im Umgang mit der fremden Sprache. Das wiederum verringert die Scheu davor, Englisch zu sprechen oder zu mailen. Schritt für Schritt, inch by inch, und ganz nebenbei wird so aus einem Master of Engineering ein Master of English.

 

Zum Autor:

Dipl.-Ing. Matthias Meier ist Herausgeber und Chefredakteur des Sprachlernmagazins Inch. Nach dem Wechsel von der Industrie zum Fachjournalismus hat der gelernte Ingenieur vor über 15 Jahren das Konzept einer englischen Sprachlernzeitschrift speziell für Ingenieure und Techniker entwickelt.

Kontakt: redaktion@inchbyinch.de

 

Linktipps

Online-Wörterbücher (Beispiele)

www.leo.org

Der Klassiker unter den Online-Wörterbüchern. Relativ großes Technikvokabular.

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www.linguee.com

Online-Wörterbuch mit Kontextbeispielen. Prima bei der Suche nach dem passenden Wort und Vokabeln mit mehreren, unterschiedlichen Bedeutungen.

 

Technik- und Business-Podcasts (Beispiele)

https://99percentinvisible.org

Podcast über unscheinbare, leicht zu übersehende Technik-Phänomene mit komplettem Text auf der Webseite.

 

www.abc.net.au/radionational/programs/greatmomentsinscience

Angenehm kurze Podcasts zu Themen aus Wissenschaft und Technik. Zwar mit leichtem, australischem Dialekt, aber gut zu verstehen und mit Transskript.

 

https://www.uh.edu/engines

Über 3000 jeweils dreiminütige Podcasts zur Technikgeschichte mit Text zum Mitlesen.

 

TED-Talks

www.ted.com

Äußerst motivierend Vorträge zu aktuellen technischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Mit englischen und häufig auch deutschen Untertiteln.

 

Inch

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Von Dipl.-Ing. Matthias Meier

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