+++Anzeige+++ 10.10.2018, 09:00 Uhr

Unterwegs in die Zukunft der intelligenten Mobilität

Der Wohlstand einer Stadt ist untrennbar mit einem funktionierenden Verkehrssystem verknüpft: Fließen Waren und Dienstleistungen reibungslos, kurbelt das die Konjunktur an. Allerdings kämpfen viele prosperierende Städte mit anhaltenden Staus und einer zunehmend verschmutzten Umwelt. Was ist die Lösung?

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Foto: EDB

Weil Singapur nur über eine relativ beschränkte Fläche verfügt, ist der Stadtstaat in besonderem Maße gefordert: Um den Menschen auch langfristig eine hohe Lebensqualität zu sichern, ist ein Mobilitätskonzept gefragt, das Raum und Ressourcen effizienter nutzt als bislang. Singapurs Vision des Verkehrssystems der Zukunft basiert deshalb auf einem Mix aus öffentlichen, geteilten und je nach Bedarf aktivierten Verkehrsmitteln, die für jeden so zugänglich, günstig und bequem sind, dass man damit ohne großen Aufwand überall hingelangen kann und ein eigenes Auto dadurch überflüssig wird. Drei Felder des Fortschritts stehen dabei im Vordergrund: das Internet der Dinge (englisch Internet of Things, kurz IoT), die neuen Möglichkeiten der Datenanalytik und die Forschungen rund um autonomes Fahren.

IoT für das Verkehrsmanagement

Innovative IoT-Anwendungen im Bereich der Mobilität verknüpfen unsere Verkehrsnetze noch besser digital miteinander und liefern den Verkehrsbehörden und Verkehrsteilnehmern wesentlich umfassendere Informationen über die Straßenverhältnisse, damit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können, um den Verkehrsfluss zu optimieren. Singapur wird dafür unter anderem das Globale Navigationssatellitensystem (GNSS) in die nächste Generation des elektronischen City-Maut-Systems (ERP) integrieren. Ab 2020 wird die Singapore Land Transport Authority über ein inselweites Echtzeitbild des gesamten Straßenverkehrs verfügen. Die Verkehrsteilnehmer wiederum erhalten über ihre ERP-Geräte im Fahrzeug gezielt aktuelle und nützliche Verkehrsmeldungen sowie individuelle Vorschläge für staufreie Routen.

Datenanalytik lenkt Pendlerverhalten

Um noch mehr Pendler dazu zu bringen, auf das Auto zu verzichten, gilt es zudem, die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel zu verbessern. Auch hier bieten innovative IoT-Anwendungen neue Optionen. Sie befähigen die Verkehrsbehörden beispielsweise, den Wartungs- und Reparaturbedarf der Infrastruktur effizienter zu verwalten. Das wird die Verlässlichkeit der Netze weiter verbessern.

Datenanalysen können aber auch helfen, das Pendlerverhalten in die richtigen Bahnen zu lenken. So wird es „Mobilitäts-Services“ geben, die die Reisebedürfnisse des jeweiligen Pendlers vorausberechnen und diese in digitale Kalender eintragen, um dann eventuell eigeninitiativ für ihn ein Shuttle-on-Demand zu bestellen oder ein Leihrad zu reservieren, so dass er pünktlich zu seinen Terminen kommt.

Autonomes Fahren und Fliegen

Eine wichtige Rolle wird in diesem Zusammenhang auch das autonome Fahren spielen. So lassen sich mittels IoT und Datenanalytik Flotten autonomer Fahrzeuge beispielsweise mit Standortintelligenz ausstatten und in die Lage versetzen, ihre Fahrzeugposition nach dem Pendlerbedarf auszurichten. Kleinere autonome Shuttles können per Mobiltelefon herbeigerufen werden und bringen Pendler von deren Haustür bis zum nächstgelegenen Bahnhof. Insbesondere für ältere Personen oder Menschen mit Behinderung, die nicht selbstständig fahren können, sind die autonomen Fahrservices eine Möglichkeit, wieder stärker am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Dienste ab 2022 in Singapur dauerhaft anbieten können.

Singapur blickt aber nicht nur nach vorn, sondern auch nach oben, und zwar in den Himmel. Zu Singapurs Vision des Verkehrs der Zukunft gehört es, dass fliegende Taxis Menschen an speziell eingerichteten Haltestellen am Boden aufnehmen oder absetzen, so dass sie die Verkehrsmittel auf beiden Ebenen in nahtlosem Übergang nutzen könnten.

Und auch in der Logistikbranche zeichnet sich ein spannender Wandel ab: Drohnen, die von autonomen Lkws befördert werden, liefern Pakete an Haushalte und Büros aus. Nachts, wenn der Verkehr ruhig ist, transportieren autonom betriebene Lkw-Kolonnen ihre Fracht zwischen Flughäfen und Hafenterminals. Und autonome Nutzfahrzeuge kehren währenddessen die Straßen und sammeln Müll ein.

Fazit

Die Revolution des Verkehrs nimmt Formen an. Singapur freut sich darauf, den aufregenden, nachhaltigen und auf das Gemeinwesen ausgerichteten Lebensraum so zu gestalten, dass alle Städter davon profitieren.

Weitere Informationen liefert auch die EDB-Website unter https://www.edb.gov.sg

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Von Loh Ngai Seng, Permanent Secretary, Ministry of Transport

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