+++Anzeige+++ 11.10.2018, 12:00 Uhr

Singapur: Kleines Land, großer Ehrgeiz – Umfangreiche Investitionen im Bereich des Advanced Manufacturing

Die besondere Fähigkeit Singapurs, trotz limitierter Ressourcen Innovationen voranzutreiben, ermöglicht es dem Stadtstaat, seine Wettbewerbsfähigkeit auch mittel- und langfristig zu erhalten. Davon profitieren nicht zuletzt auch deutsche Unternehmen. Einen Schwerpunkt bilden fortgeschrittene Produktionsverfahren.

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Foto: EDB

Vor der Südküste Singapurs liegt einer der weltweit führenden Standorte für produzierende Unternehmen der chemischen Industrie. Mehr als 100 globale Erdöl-, Petrochemie- und Spezialchemieunternehmen sind auf einer Fläche von zwölf Quadratkilometern angesiedelt. Der größte Teil der Fläche wurde in den 90er-Jahren durch Landaufschüttungsmaßnahmen im Meer erschlossen. Sie erfolgten im Rahmen des ambitionierten Vorhabens der Regierung, diese „künstliche“ Insel, Jurong Island, zur ersten Adresse in Asien für multinationale Chemieunternehmen zu machen. Das war ein kühner Plan für ein Land, das selbst keinen einzigen Tropfen Öl produziert. Doch er ging auf: Heute ist Singapur global gesehen der fünftgrößte Exporteur von Raffinerie-Produkten und gehört, gemessen am Außenhandelsvolumen, zu den zehn größten Chemie-Drehscheiben weltweit.

Innovation als Teil der DNA

Das ist nur ein Beispiel dafür, dass es von jeher zur DNA Singapurs gehört, innovativ zu sein und neue Wege zu gehen, um die Nase vorn zu haben. Dieser Pioniergeist hat ein innovatives Ökosystem hervorgebracht, das sich unter anderem darin äußert, dass Singapur bei fortgeschrittenen Produktionsverfahren, englisch Advanced Manufacturing, Vorreiter ist – sei es im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Robotik oder der intensiven Datenerhebung und -analyse.

In die Zukunft investieren

Singapur hat über die Jahre einen soliden und vielfältigen Produktionssektor aufgebaut und nimmt eine führende Position in etlichen Branchen ein, wie Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Biomedizin und Feinwerktechnik. Tatsächlich ist Singapur nach Angaben der Weltbank der viertgrößte Exporteur von Hightech-Produkten – hinter China, Deutschland und den USA. Weil sich Herstellungsprozesse immer mehr in technologisch hochentwickelte Länder verlagern, ist Singapur aufgrund seiner Innovationsstärke, seiner qualifizierten Arbeitskräfte und seiner gut ausgebauten Plug-and-Play-Infrastruktur in der Lage, seine Position als globaler Hub für das produzierende Gewerbe noch auszubauen.

Hohe Präsenz wachstumstreibender Industrieunternehmen

Drei Aspekte spielen dabei eine maßgebliche Rolle: Erstens ist sich Singapur dessen bewusst, dass es der Expertise, des technischen Know-hows und der zukunftsweisenden Lösungen führender Industrieunternehmen bedarf, um fortschrittliche Fertigungstechnologien nachhaltig im Stadtstaat zu verankern und voranzutreiben. Deshalb ist es von großem Vorteil, dass Singapur es dank attraktiver Rahmenbedingungen geschafft hat, bereits viele dieser „Wachstumsmotoren“ dazu zu bewegen, sich hier anzusiedeln. Viele der größten Industrieunternehmen der Welt sind heute schon in Singapur aktiv. Siemens startete jüngst das erste Digitalisierungszentrum im Stadtstaat.

Lebendige Start-up-Szene

Zweitens bietet die schnell wachsende Start-up-Szene in Singapur Fachkompetenz für größere Unternehmen, um gemeinsam innovative und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und qualifizierte Mitarbeiter „heranzuziehen“. Als der deutsche Halbleiter-Riese Infineon zum Beispiel an der Entwicklung von AGVs, sprich automatisch gesteuerten Fahrzeugen für den Material-Transport innerhalb der Produktionshalle, arbeitete, fand er in der lokalen Firma Hope Technik, die aus einem Start-up hervorgegangen war, den idealen Partner.

Forschung als tragende Säule

Eine dritte starke Säule bilden Singapurs Forschungseinrichtungen. Sie haben unter anderem zwei Modellfabriken eröffnet, die Unternehmen dabei helfen, die Einführung fortgeschrittener Fertigungstechnologien zu forcieren. Die Fabriken schaffen eine teamorientierte, arbeitsteilige Umgebung für die Forschung und Erprobung von Technologien, die hier zur Marktreife gebracht werden können. Ein früher Nutznießer war Feinmetall in Herrenberg bei Stuttgart, dessen digitale Fertigungsstätte in Singapur mit neuen innovativen Lösungen ausgestattet wurde, darunter auch solchen, die vorher im Singapore Institute of Manufacturing Technology, kurz SIMTech, erprobt wurden. Das führte dazu, dass Feinmetall die Produktivität nach eigenen Angaben um zehn bis 15 Prozent steigern konnte.

Weitere Informationen liefert auch die EDB-Website unter https://www.edb.gov.sg/content/edb/de/warum-singapur/marktzugang-zur-asean/erfolgsstandort-singapur.html

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