+++Anzeige+++ 10.10.2018, 11:53 Uhr

Fortbildungs-Initiative „Poly goes UAS“

Ein gutes Dutzend deutscher Mittelständler vergibt Stipendien an Singapurer Ingenieurstudenten für ein duales Studium an einer Hochschule in Deutschland.

Foto: Getty Images

Die Ansprüche an künftige Angestellte unterstehen aufgrund von Globalisierungsprozessen und konstanten Veränderungen in Industrie und Gesellschaft einem steten Wandel. Es wächst die Relevanz praktischer Erfahrungen. Sie sind eine entscheidende Komponente beruflicher Qualifikation, bilden die Basis für lebenslanges Lernen und eröffnen neue Berufszweige in der Zukunft. In diesem Zusammenhang haben in Singapur ansässige deutsche Unternehmen 2014 zusammen mit dem Singapore Economic Development Board (EDB) die Initiative „Poly goes UAS“ (UAS steht für „Universities of Applied Science“) ins Leben gerufen, um Nachwuchskräfte selbst auszubilden und an sich zu binden. Sie ermöglicht Studenten der fünf singapurischen Polytechnics (Fachhochschulen) ein Bachelor-Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart oder an der Hochschule München – gekoppelt mit Praxisphasen in den Betrieben. Auf Singapurer Seite beteiligen sich renommierte Hochschulen wie Nanyang Polytechnic und Singapore Polytechnic.

Dormakaba, Feinmetall und Wieland schließen sich dem Programm an

Etwa ein Dutzend deutscher Mittelständler nimmt mittlerweile an dieser Fortbildungs-Initiative teil. Darunter Sick (Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen), Rohde & Schwarz (Mess-, Funk-, Ortungs- und Kommunikationstechnologie), Festo (Lösungen für Fabrik- und Prozessautomatisierung) und Pepperl+Fuchs (elektronische Sensoren und Komponenten).

Sie begleiten 42 Kandidaten aus Singapur während ihres dualen Studiums mit Stipendien, Sprachkursen und Praxisblöcken in den Unternehmen. Im vierten Jahrgang treten nun drei weitere „Mittelstand-Champions“ in den Kreis der Förderer ein: Dormakaba mit Sitz in Rümlang/Schweiz und Ennepetal, Feinmetall aus Herrenberg sowie die Wieland-Gruppe in Ulm. Alle drei haben vereinbart, bis 2020 jedes Jahr weitere Stipendien zu vergeben. Für die Familienunternehmen ist es das Ziel, eine Anstellung der Kandidaten an den Standorten in Singapur zu erreichen, nachdem sie erfolgreich den ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengang abgeschlossen haben. Viele deutsche Firmen nutzen Singapur als Hub, um von hier ihr Geschäft in und nach Südostasien, insbesondere die ASEAN-Region, auszubauen.

Langfristigkeit als strategisches Ziel

„Das Programm ist eine gute Plattform für das Employer Branding und Marketing der Mittelstand-Champion-Community“, sagt Sam Chee Wah, Geschäftsführer von Feinmetall in Singapur. Auch helfe es dabei, eine enge Verbindung zu lokalen Institutionen und Regierungsbehörden wie dem Economic Development Board (EDB) zu knüpfen, was sehr wichtig sei, um Talente zu finden, die zu einem passen. Die singapurische Regierung legt seit Staatsgründung im Jahre 1965 traditionell großen Wert auf langfristige und ökonomisch nachhaltige Planung. So hat sie angesichts der für einen Inselstaat wie Singapur prinzipiell begrenzten Verfügbarkeit von Land bereits Ende der 1960er-Jahre damit begonnen, dem Meer zusätzliches Land für künftige Generationen abzutrotzen. Diese Art des an Langfristigkeit orientierten Denkens hat Singapur mit vielen deutschen Mittelständlern gemein. Häufig in Familienbesitz, geht es mittelständischen Unternehmen ebenso wie Singapur um eine wirtschaftliche Entwicklung, von der auch künftige Generationen noch profitieren können.

Weitere Informationen liefert auch die EDB-Website unter https://www.edb.gov.sg/

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