Anzeige 01.05.2023, 10:00 Uhr

Maximale Flexibilität in der Fertigungsstraße

Seit die erste „moving assembly line“ vor über 100 Jahren von Henry Ford installiert wurde, entstehen bis heute zahllose Produkte nach dem Fließbandprinzip. Für Kleinserien und die individualisiert-automatische Fertigung ist die Fließbandproduktion allerdings kaum geeignet, da hier Flexibilität in den Abläufen gefordert ist: Einzelne Produkte sollen – bei möglichst hohem Grad der Automatisierung – nach Kundenwunsch gestaltet und ausgestattet werden. Dies ist mit der fest installierten Bahn eines Fließbands nicht zu leisten. Die adaptive Maschinenplattform von Prolynk macht eine Automatisierung in der Kleinserienfertigung möglich. FAULHABER liefert die Antriebstechnik für die darin eingesetzten Mini-Taxis.

Foto: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co KG

Foto: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co KG

Mit dem System des Unternehmens Prolynk kann die Konfiguration der „Fertigungsstraße“ beliebig verändert und an wechselnde Anforderungen angepasst werden. Statt unterschiedslos eine festgelegte Strecke zu absolvieren, nimmt jede einzelne Komponente ein „Taxi“ in Form einer kleinen fahrerlosen Transporteinheit (Automated Guided Vehicle, AGV) und kann so zielsicher zu allen benötigten Stationen transportiert und dort individuell bearbeitet werden. Der Ablauf findet trotzdem automatisiert statt, da die zentrale Steuerung jedes AGV, dessen Ladung sowie die benötigten Bearbeitungsschritte kennt.

Die physische Grundlage des Systems bilden tischförmige Module, die in Größe und Form individuell zusammengesetzt werden können. So ist eine beliebige Anordnung der verschiedenen Stationen der Fertigungsstraße möglich. An den Stationen werden manuelle oder maschinelle Arbeitsschritte ausgeführt, zum Beispiel Teile angelötet, Schrauben befestigt, Lasermarkierungen aufgebracht oder Prüfroutinen durchgeführt. Besteht ein Qualitätsproblem, kann das Fahrzeug gezielt zu einer Station geschickt werden, an der dieses behoben wird. Wird keine bestimmte Reihenfolge der Bearbeitungsschritte benötigt, entsteht zusätzlicher Effizienzgewinn, da das AGV in diesem Fall jede der freien Stationen ansteuern kann. Wartezeiten entfallen, die Auslastung steigt.

Die Entlastung der Mitarbeiter ist ein weiterer Vorteil, den der Einsatz des Systems mit sich bringt, da die Komponenten nicht mehr mit Muskelkraft befördert werden müssen. Bewegungen mit besonders hohem Rückenschmerzpotenzial wie das ständige Anheben und Absetzen können entfallen. Das Automated Guided Vehicle von Prolynk gibt es in zwei Größen, die maximale Beladung beträgt je nach Modell zwischen 5 und 35 Kilogramm.

Angetrieben wird das AGV von zwei Rädern, die jeweils in der Mitte der Längsseiten platziert sind. Die Ecken des Fahrzeugs werden von passiven Rollen abgestützt. Bewegen sich die Räder gegenläufig, dreht das Fahrzeug auf der Stelle. Das geschieht meistens im 90-Grad-Winkel. Mit einer Vierteldrehung kann das Fahrzeug zu einer Station abbiegen oder mit zwei Drehbewegungen zwischen den parallelen „Fahrbahnen“ auf dem Tisch hin und her wechseln. Auf welcher Spur es vorwärts oder rückwärts fahren oder wohin es abbiegen soll, erfährt das Fahrzeug per WLAN von der zentralen Steuerung. Sie entscheidet auch, welches Gefährt bei kreuzenden Bahnen die Vorfahrt bekommt.

Damit diese Verkehrsregelung funktioniert, müssen die Teile-Taxis ihre genaue Position rückmelden. Dabei spielen die Motion Controller vom Typ MC 5004 P und die Encoder der Serie IE3-1024 von FAULHABER eine wichtige Rolle. Sie erfassen die Drehung der bürstenlosen Motoren der Serie BX4. Auf Basis dieser Daten berechnet die Prolynk-Elektronik Wege und Positionen für die Fahrzeuge. Die Motorkraft wird durch Planetengetriebe der Bauart 32/3 auf die Antriebsriemen der Räder übertragen.

Voraussetzungen für die optimale Funktion der Prolynk-Lösung sind völlige Zuverlässigkeit und minimaler Wartungsbedarf – und das über eine möglichst lange Zeit und bei niedrigen Betriebskosten. Hier können die Produkte von FAULHABER überzeugen und die geforderte Qualität gewährleisten. Trotz engem Bauraum in den Fahrzeugen braucht es dennoch viel Motorkraft, um auch schwere Teile mit der geforderten Geschwindigkeit zu bewegen. In diesem Zusammenhang betont Prolynk die Spitzenstellung der FAULHABER Serie BX4 auf dem Weltmarkt im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Volumen und Drehmoment. Die Kombination aus Verlässlichkeit und Flexibilität gibt den Anwendern der Prolynk-Lösung größtmögliche Freiheit bei der Gestaltung ihrer Produktionsprozesse.

Mehr Erfahren

Ein Beitrag von:

  • Dr. Fritz Faulhaber GmbH + Co. KG

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.