+++Anzeige+++ 03.05.2019, 09:00 Uhr

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Kurze Abstimmungswege, eine offene und ehrliche Zusammenarbeit auf unterschiedlichsten Unternehmensebenen und ein gemeinsames Verständnis für die Bedürfnisse der gemeinsamen Kunden – das charakterisiert die Partnerschaft von itelligence und Harting.

IIoT-Expert-Talk auf der Hannover Messe: Philip Harting (2. v.r.) und Norbert Rotter (2.v.l.), diskutieren mit dem Moderator Frank Jablonski (links) und Thomas Rilke, CEO Technology Academy die Erfolgsfaktoren der Digitalisierung im Mittelstand.

IIoT-Expert-Talk auf der Hannover Messe: Philip Harting (2. v.r.) und Norbert Rotter (2.v.l.), diskutieren mit dem Moderator Frank Jablonski (links) und Thomas Rilke, CEO Technology Academy die Erfolgsfaktoren der Digitalisierung im Mittelstand.

Foto: VDI Verlag GmbH

Es kommt auf die Menschen an! So könnte das wenig technische Fazit aus dem sehr technischen Thema „Technologiepartner im Industrial Internet of Things“ lauten. Im Rahmen der Hannover Messe veranstaltete der Anbieter von industrieller Verbindungstechnik HARTING Technologiegruppe und itelligence, das SAP-Beratungshaus einen gemeinsamen Experten-Talk, um Wege zu einer Digitalisierung in der mittelständischen Produktion aufzuzeigen.

Schon bei der Begrüßung durch die beiden Chefs der Unternehmen Philip Harting und Norbert Rotter wurde deutlich, dass es bei der Zusammenarbeit um mehr geht, als um nackte Zahlen. Beide CEOs hielten sich nicht lange mit Standard-Floskeln auf, sondern beschrieben die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit: „Das Harting-Kerngeschäft besteht in der Anbindung von Maschinen mit den drei Lebensadern Power, Signal, Data. Unsere Hardware-Plattform Mica schafft zudem eine Möglichkeit, Daten vom Sensor in die Cloud zu bringen“, sagte Philip Harting.

Industrie 4.0 erfordert spezielles Knowhow

Doch die Wertschöpfungsnetzwerke würden immer komplexer und erforderten spezielles Knowhow: „Industrie 4.0 kann keiner alleine stemmen, da braucht es Partnerschaften, in die jeder seine Kernkompetenzen einbringt!“, betonte er. Diese Aussage bekräftigte Norbert Rotter: „Die digitale und die physische Welt verschmelzen immer mehr miteinander. Wir als itelligence bringen die Digitalisierung aus der Produktion in die ERP-Welt“.

Für ihn sei die Partnerschaft besonders wichtig, da sein Unternehmen in dieser Konstellation direkt in der Produktion und eng mit End-Kunden zusammen an Lösungen arbeiten könne. Die Zusammenarbeit der beiden Partner hatte sich aus dem Kundenkongress von itelligence, der itelligence World, entwickelt. „Jeder nimmt uns Elektromechanik ab, jeder nimmt itelligence die Themen IT und Integration in die SAP-Welt ab“, sagte Harting. Das mache die Partnerschaft absolut glaubwürdig und nachhaltig. So viel Freude die Partnerschaft den beiden Unternehmenslenkern sichtlich bereitete, sind dennoch Herausforderungen zu meistern.

„Wir brauchen für die Themen der Zukunft viel motivierten Nachwuchs. Spannende Themen wie wir sie mit Harting zusammen angehen und die Art und Weise wie wir das tun, also mit einem gewissen Startup-Charakter, hilft uns sehr. Für unsere Mitarbeiter ist es extrem spannend neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und als Multiplikatoren für beide Unternehmen aufzutreten“, beschreibt Rotter die gemeinsamen Erfahrungen.

Informatiker und Ingenieure treffen sich auf der MICA

Darauf angesprochen welches ihr Lieblingsprojekt sei, schauten sich die nächsten Gäste auf der IIoT-Talk-Bühne, Dries Guth und Jan Regtmeier, kurz an und lachten. Regtmeier antwortete postwendend: „Mir fällt sofort Schokolade ein.“ „Und hochwertige Bonbons!“, ergänzte Guth. Regtmeier ist Director Product Management bei Harting und Guth Innovationsmanager und Leiter des IoT Innovation Lab bei itelligence.

Sie beide sind gute Beispiele für die Teamarbeit, die nah an den Herausforderungen der Anwender geleistet wird. Im genannten Beispiel aus der Nahrungsmittelproduktion von hochwertigen Süßigkeiten lautete die Kundenanforderung, Warenströme in der Produktion transparent zu gestalten. „Der Kunde wollte seine Bestandstransparenz verbessern, effizienter produzieren, die eingesetzte Ware verfolgen und möglichst die Qualität des hergestellten Produktes insgesamt anheben“, erklärte Regtmeier die Ziele.

„Unsere Zusammenarbeit müssen Sie sich sehr pragmatisch vorstellen. Wenige Autofahrten haben gereicht, um ein gemeinsames Verständnis herzustellen und die Grundlage für ein erfolgreiches Projekt zu legen“, beschrieb Guth die Schritte nach dem Kunden-Erst-Kontakt.
Im Beispiel des Asset-Trackings in der Bonbon-Herstellung führte das dazu, dass bereits nach drei Monaten ein erster lauffähiger Pilot implementiert war. Dieser bestand aus einer Kombination von Sensorik, Gateway und der Integration in SAP. RFID-Chips identifizierten mit einem Wiegesensor ausgestattete Transportfahrzeuge.

Sämtliche Messdaten wurden mit der Mica implementiert und so in das SAP eingebunden. „Das haben wir nur hinbekommen, weil wir gemeinsam dreiwöchige Sprints, wie wir es nennen hingelegt haben,“ beschreibt Regtmeier die Dynamik des Projektes und fährt fort: „Die Kunden und wir selbst haben keine große Geduld auf Ergebnisse zu warten. Es geht darum, binnen Tagen zumindest zu signalisieren, wir verstehen das Problem und sind die Richtigen es zu lösen.“ Dabei sei es wichtig, ein Projekt zu Beginn nicht zu groß anzulegen, sonst dauere es zu lange. Andererseits müsse es jedoch flexibel genug sein, um später weitere Messgrößen und Informationen wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit ergänzen zu können.

Die Zukunft der Produktion fest im Blick

Während auf der Ebene der Produkt-/Innovationsmanager das Tagesgeschäft der Kunden und ihre Zufriedenheit im Fokus stehen, sind Uwe Gräff und Mark Albrecht diejenigen, die eher in die Zukunft schauen: „Innovationsmanagement zu betreiben, bedeutet für uns neue Themen transferierbar zu machen. Am Ende geht es immer um Projekte und Menschen. Unser Ziel lautet also, die richtigen Menschen in die richtige Konstellation und Umgebung zu bringen. Aber natürlich auch die Ergebnisse zu betrachten und zu bewerten.“ sagte Uwe Gräff, Vorstand Neue Technologien & Qualität bei Harting.

„Innovation entsteht aus meiner Sicht aus der Übertragung aus dem täglichen Erleben. Aus etwas alltäglichem wie einem Smartphone innovative Ideen zu entwickeln, draus Themen wie Predictive Maintenance, Usability oder künstliche Intelligenz abzuleiten, ist solch ein Weg“, sagte Mark Albrecht, Vice President, Global Head of Innovation, itelligence AG und ergänzt: „Wichtig ist zudem die Übertragung aus anderen Branchen. Wir sind extrem auf offene Mitarbeiter angewiesen. Da braucht es die kreativen Köpfe, die zwischen den Welten springen können.“

Die Harting Technologie Gruppe
Die Harting Technologie Gruppe ist ein Familienunternehmen mit dem Sitz im ostwestfälischen Espelkamp. In 13 Produktionsstätten und 44 Vertriebsgesellschaften erwirtschaften etwa 5000 Mitarbeitende etwa 762 Millionen Euro Umsatz. Die Produktpalette reicht von Industrie-, Interface- und Leiterplattensteckverbindern über die Anschlusstechnik für dezentrale Antriebstechnik bis hin zu Ethernet-Switchen und Strommesstechnik. Mit der Modular Industry Computing Architecture – kurz MICA – ist dem Unternehmen der Einstieg in die Digitalisierung in Industriebetrieben gelungen.  Der modulare Industriecomputer auf Linux-Basis bringt Daten aus der Produktion zur Auswertung in übergeordnete Anwendungen.
itelligence AG
Das in Bielefeld ansässige SAP-Beratungshaus begleitet den Mittelstand und Großunternehmen weltweit in allen Phasen der digitalen Transformation.  Die Leistungen reichen von IT-Strategie- und Transformationsberatung, Softwarebereitstellung, Implementierung, bis zu Application Management und Managed Cloud Services. Als eine Art Integrationsarchitekt bewegt sich itelligence häufig in der Schnittstelle zwischen IT und Technik und verbindet dabei den Einsatz von SAP-Software und -Technologien mit eigenen Dienstleistungen und Produkten.
Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Die Technology Academy bot die Bühne und die Hannover Messe den Rahmen zum IIoT-Expert-Talk von Harting und itelligence, ausgerichtet vom VDI Verlag.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Eine glaubwürdige und nachhaltige Partnerschaft: „Jeder nimmt uns Elektromechanik ab, jeder nimmt itelligence die Themen IT und Integration in die SAP-Welt ab“, sagte Harting.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

„Am Ende geht es immer um Projekte und Menschen. Unser Ziel lautet also, die richtigen Menschen in die richtige Konstellation und Umgebung zu bringen.“ sagte Uwe Gräff, Vorstand Neue Technologien & Qualität bei Harting. Rechts neben ihm Mark Albrecht, Vice President, Global Head of Innovation, itelligence AG.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Jan Regtmeier, Director Product Management bei Harting und Dries Guth, Innovationsmanager und Leiter des IoT Innovation Lab bei itelligence haben sichtlich Spaß bei der Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten, wie im Beispiel einer Bonbon-Produktion, deren Warenströme transparenter gestaltet wurden.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

„Im Zeitalter von Industrie 4.0 und immer komplexeren Wertschöpfungsnetzwerken unserer Kunden ist es wichtig, in der richtigen Partnerschaft passende Lösungen zu entwickeln.“ erläutert Philip Harting, CEO der HARTING Technologie Gruppe.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Uwe Gräff, Vorstand Neue Technologien & Qualität bei Harting hat die Zukunft der Produktion fest im Blick.

Foto: VDI Verlag GmbH

Den Mittelstand gemeinsam digitalisieren

Technologiepartner im Industrial Internet of Things – HARTING Technologiegruppe und itelligence, das SAP-Beratungshaus.

Foto: VDI Verlag GmbH

In VDI nachrichten Ausgabe 18 vom 3. Mai finden Sie die Hauptberichterstattung zum IIoT Expret-Talk. Weitere interessante Best-Cases der Unternehmen HARTING und itelligence und weitere Bilder von der Fachveranstaltung unter  https://www.ingenieur.de/advertorial/expert-talk/