Anzeige 29.03.2021, 13:10 Uhr

Agile Lieferketten im Fokus: Nur ein integriertes Supply Chain Management schafft echte Transparenz

Die Bedeutung von Supply Chain Management (SCM) für Unternehmen wandelt sich tiefgreifendend: Bei vielen Entscheidern galt der komplette Bereich von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung lange Zeit als rein operatives Segment ohne strategische Dimension. Dann begann im vergangenen Jahr unversehens die Corona-Pandemie und stellte die globalen Lieferketten vor eine echte Zerreißprobe. Geschlossene Fabriken und Häfen in China, intransparente Prozesse von der Bestellung bis zur letzten Meile und ein klaffendes Integrationsdefizit angesichts eines Wildwuchses von Insellösungen – all dies hat ganze Industriebranchen vor erhebliche Herausforderungen gestellt.

erial view of business port with Shore crane loading containers

Foto: Oracle

Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist SCM vielerorts von der lästigen Pflicht zum Wettbewerbsfaktor geworden und taucht immer öfter auf der Agenda von Unternehmensentscheidern auf. Die Diagnose: Eine einheitliche Daten- und Prozessplattform, die Versorgungssicherheit oder zumindest Reaktionsfähigkeit bei Störungen der Lieferkette gewährleistet, wird dringend benötigt. Denn nur ein integriertes Supply Chain Management ermöglicht echte Transparenz, eine perfekte Lieferung und damit eine sichere Wertschöpfung.

Die Supply Chain wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor

Bereits vor der Corona-Pandemie schwappte ein ursprünglich aus dem B2C-Umfeld kommender Trend auf den B2B-Bereich über: Für Mitarbeiter, die sich mit Lieferketten beschäftigen, wie Einkäufer, Disponenten und Produktionsverantwortliche steht das Kundenerlebnis zunehmend hoch im Kurs. Das liegt unter anderem daran, dass die spannende Frage in der Praxis oft lautet: „Wo ist meine Ware?“
So einfach die Frage, so schwierig und komplex ist es, die passende Antwort zu geben. Denn über den ruhenden Bestand im Lager hinaus gibt es den rollenden Bestand, der irgendwo auf der Welt unterwegs ist. Aktuell ist es keineswegs so, dass jede Palette und jeder Container mit einem RFID-Chip ausgestattet ist und getrackt werden kann. Vollständige Auskunftsfähigkeit über die Lieferkette zu bekommen und den gesamten Bestand in einem System konsolidiert abzubilden, ist eine der größten Herausforderungen rund um das Thema „Perfect Delivery“.

Resilienz – Was tun bei Störungen in der Lieferkette?

Im Kern geht es darum, den gesamten Prozess End-to-End – von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung – systemgestützt auszuführen und zu integrieren, um etwaige Änderungen und Abweichungen in der Kette abfedern zu können. Nichts anderes repräsentiert jene Auffassung, wonach Digitalisierung heißt, systemgestützte Abläufe zu vernetzen, damit ein System mit dem anderen kommuniziert und für Transparenz sorgt, wenn es zu Abweichungen vom Plan kommt. Aktuell verfügen die meisten Unternehmen nicht über diese Transparenz und können daher lediglich auf Basis ihres Bauchgefühls Entscheidungen treffen. Das führt in vielen Firmen zur Erkenntnis, dass sie in puncto „Perfect Delivery“ mehr tun müssen als bisher – und das erfordert einen strategischen Blick und entsprechendes Investment.

Früher hieß die Leitfrage für das Investment rund um die Supply Chain: Wie lassen sich die Effizienz steigern und die Kosten senken? Inzwischen ist indes eine neue Ära angebrochen, in der eine andere Regel gilt: Wer seine Partner besser informiert und schneller auf Unvorhergesehenes reagiert, erarbeitet sich einen Wettbewerbsvorteil.

Vernetzte Systeme als Garant für Agilität

In der Vision von der idealen Supply Chain-Lösung der Gegenwart gilt es, Bedarfe und Anomalien zu erkennen, bevor sie konkret werden. Technologie ist dabei entscheidend, gerade vor dem Hintergrund, dass Bestellungen immer kleinteiliger und kurzfristiger werden. Hier ist es unabdingbar, den rollenden Bestand zu überwachen, sodass Unternehmen wissen, woher die Waren stammen, wo sie sich aktuell befinden und wann mit ihrem Eintreffen zu rechnen ist. Allerdings geht das nur, indem sich Unternehmen neue Technologien wie Internet of Things (IoT) und Blockchain zunutze machen und sie in ihre Applikationen integrieren. Für die technologische Umsetzung sind Anbieter von IT-Komplettlösungen gefragt.

Eine weitere Entwicklung, die sich vor diesem Hintergrund und der zudem immer kürzeren Innovationszyklen des IT-Stacks abzeichnet: Unternehmen kommen perspektivisch nicht umhin, ihre Logistik-Software aus der Cloud zu beziehen. Denn der Zyklus, in dem Unternehmen ihre On-Premise-Systeme updaten dauert durchschnittlich fünf Jahre. Demgegenüber bieten moderne SaaS-Lösungen aus der Cloud jährlich mehrere Releases, die die jeweils neuesten Technologien integrieren und in geeigneter Weise praktisch verfügbar machen.

Eine Komplettlösung macht den entscheidenden Unterschied

Oracle Cloud SCM wurde speziell für das Ökosystem der Lieferkette entwickelt und erlaubt eine nahtlose Verknüpfung mit dem Enterprise Resource Planning (ERP). Die Lösung umfasst verschiedene Module wie beispielsweise Anwendungen für vernetzte Logistik, intelligente Fertigung und vernetzte Anlagen. Jede einzelne davon nutzt die Daten von vernetzten Geräten und Systemen, um Transparenz für die Anwender zu schaffen, damit sie Ihre Lieferkettenprozesse optimieren können. Der entscheidende Unterschied zum Wettbewerb besteht darin, dass dieses SCM-Lösungspaket eine vollständige Suite integrierter Anwendungen bereitstellt, die auf eine einheitliche Datenbasis zurückgreifen kann. Somit schafft sie nicht nur vertikale, sondern auf horizontale Transparenz über Abteilungen hinweg.

Eines ist sicher: 2020 war ein Wendepunkt für Lieferketten. Nie zuvor haben sich die Marktkräfte so dramatisch und so schnell verschoben. Wer unter den Bedingungen komplexer Lieferketten am Markt weiterhin erfolgreich sein will, kommt nicht umhin, das Supply Chain Management künftig als wichtigen Eckpfeiler der Unternehmensstrategie zu denken.

Wie integriertes Supply Chain Management mit einer einheitliche Daten- und Prozessplattform die perfekte Lieferung ermöglicht und so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann, zeigt Oracle im Rahmen des Auftritts bei der Hannover Messe 2021.

  • Tobias Stähle von Oracle

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