+++ANZEIGE+++ 01.04.2019, 07:30 Uhr

Singapur investiert massiv in Advanced Manufacturing

5G, wachsende Automatisierung und vollvernetzte Systeme sind Trends, die das Smart Manufacturing Jahr 2019 dominieren. Viele Industrie 4.0-Akteure und Hersteller blicken optimistisch auf das Jahr, fühlen sich grundsätzlich gut gerüstet. Vor allem der tropische Inselstaat Singapur in Südostasien ist für viele deutsche Unternehmen schon heute ein spannender Produktionsstandort – und gleichzeitig das Tor zu einer hochdynamischen wachsenden Region.

Ein innovatives Ökosystem, hochqualifizierte Nachwuchskräfte und eine Reihe moderner Modellfabriken machen Singapur zu einem der attraktivsten und angesehensten Standorte für den Bereich Advanced Manufacturing. Gleichzeitig bietet der Tropenstaat Unternehmen einen idealen Zugang zur wachsenden ASEAN-Region. Ein „lebendiges Labor“ stellt sich vor.

Ein innovatives Ökosystem, hochqualifizierte Nachwuchskräfte und eine Reihe moderner Modellfabriken machen Singapur zu einem der attraktivsten und angesehensten Standorte für den Bereich Advanced Manufacturing. Gleichzeitig bietet der Tropenstaat Unternehmen einen idealen Zugang zur wachsenden ASEAN-Region. Ein „lebendiges Labor“ stellt sich vor.

Foto: ISTOCK / lena_serditova

Aktuell sind knapp 1.700 deutsche Unternehmen in Singapur präsent. Modellfabriken, ein großes Recruitment-Netzwerk und der sogenannte Smart Industry Readiness Index©, der vom TÜV Süd mitentwickelt wurde, sollen in Singapur die Weichen für einen erfolgreiches Manufacturing stellen.

Singapur gilt als perfektes Einfallstor zur wachsenden ASEAN-Region.

Singapur gilt als perfektes Einfallstor zur wachsenden ASEAN-Region.

Quelle: Getty Images / Jonathan Chiang/Scintt

Singapur als Tor zum Erfolgsmarkt ASEAN

Die Gemeinschaft der Südostasiatischen Staaten (ASEAN) ist die Heimat von 650 Millionen, überwiegend junger Menschen – das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei nur 28 Jahren. Mit einem jährlichen Wirtschaftsplus von fünf Prozent und einer wachsenden Mittelschicht ist die Region für viele produzierende Unternehmen ein wichtiger Markt. Im vergangenen Jahr hatte Singapur den Vorsitz des Staatenbündnisses inne, wurde 2019 dem Rotationsprinzip folgend von Thailand beerbt.

Seit Jahren setzt sich die Regierungsbehörde Singapore Economic Development Board (EDB) aktiv für Handelserleichterungen ein und steht Unternehmen, die über eine Standorterweiterung und den Ausbau ihrer Aktivitäten in Singapur nachdenken, beratend und operativ zur Seite.

Industrie 4.0 treibt Produktivitätswachstum voran

Um seine Standortattraktivität zu sichern, ist die florierende Industrie 4.0 (international: Advanced Manufacturing) ein Sektor, in den der Inselstaat massiv investiert. Um beispielsweise die öffentliche Forschung in diesem Bereich zu unterstützen, hat die singapurische Regierung im Rahmen des „Research, Innovation and Enterprise Plan 2020“ Gelder in Höhe von zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Das Engagement kommt nicht von ungefähr: Seit Jahren treibt die Industrie 4.0 in Singapur das Produktivitätswachstum voran. Aktuellen Zahlen des EDB zufolge macht die verarbeitende Industrie derzeit etwa ein Fünftel der Wirtschaft Singapurs aus und beschäftigt mehr als 400.000 Arbeiter. Das entspricht rund 14 Prozent der Belegschaft.

Die Produktivität im verarbeitenden Gewerbe – gemessen an der Wertschöpfung pro geleisteter Arbeitsstunde – stieg im Jahr 2017 um 14,4 Prozent, die Branche wurde zum stärksten Leistungsträger.

Fortschrittlichste Fertigungskapazitäten

Ein wichtiger Grund, warum viele global agierende Unternehmen, wie der Schweizer Robotik-Experte ABB und der deutsche Elektronikkonzern Siemens, ihre Anlagen in Singapur bereits mit fortschrittlichen Fertigungskapazitäten ausstatten.

Auch der deutsche Halbleiter-Riese Infineon Technologies kündigte 2017 an, in den folgenden fünf Jahren rund 105 Millionen US-Dollar in sein Werk in Singapur zu investieren, um daraus eine „Smart Factory“ zu machen. Dabei wird das Werk in Echtzeit an Produktionsstandorte auf der ganzen Welt angebunden. Auch die Montagelinie soll zunehmend automatisiert werden.

Foto: Getty Images / tiero

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Doch sind alle Unternehmen in puncto Smart Manufacturing bereits soweit wie ABB, Siemens und Infineon?

„Während sich das Interesse an Industrie 4.0 durchgesetzt hat, befinden sich viele Unternehmen derzeit in einer „Pilotfalle“, in der Transformationstätigkeiten zwar bereits im Gange sind, aber noch skaliert werden müssen, um sinnvolle Ergebnisse zu erzielen,“ erklärt Chng Kai Fong, Managing Director des EDB. „Die Zusammenarbeit wird es uns ermöglichen, ein neutrales, offenes und qualifiziertes Industrie 4.0-Ökosystem aufzubauen, das die Transformation für Unternehmen weltweit und in großem Umfang erleichtern wird.“

Das ist auch der Grund, warum im Bereich Advanced Manufacturing führende Unternehmen wie SAP, Siemens, der TÜV Süd, McKinsey&Company und das EDB mit vereinten Kräften an einem Industrie 4.0-Tool arbeiten, das es Firmen ermöglicht, die Vorteile der digitalen Transformation bestmöglich für sich zu nutzen.

Regierungsbehörde unterstützt deutsche Unternehmen

Das EDB gilt zudem als starker Partner für Unternehmen, die über die Markteintritt in die Region ASEAN nachdenken. Als Regierungsbehörde des Ministeriums für Handel und Industrie, ist das EDB federführend an zahlreichen Initiativen beteiligt, die Singapurs Position als globales Zentrum für Wirtschaft, Innovation und Talente stärken.

Smart Industry Readiness Index©

Besonders stolz ist man in Singapur auf den Smart Industry Readiness Index©.  Der im November 2017 lancierte, und vom TÜV Süd mitentwickelte, Index, ist das weltweit erste Industrie 4.0-Tool. Er dient als Diagnosewerkzeug, das Unternehmen aller Branchen und Größen nutzen können, um Industrie 4.0-Konzepte besser zu verstehen, den Zustand ihrer Anlagen zu bewerten und eine umfassende Transformations-Roadmap zu erstellen. In Singapur ist der Index bereits weit verbreitet. Rollouts in Indonesien, Thailand, Indien, USA, Europa und Japan sind geplant.

Hier erfahren Sie mehr über das Diagnose-Tool.

Hier erfahren Sie mehr über Advanced Manufacturing.

Von SEDB