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Ausgewählte Ausgabe: S2-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Hochschulkooperation im Bereich 3D-Druck

Die Partnerschaft mit der Hochschule Niederrhein in Krefeld hat es möglich gemacht, Aerodynamik-Anbauteile für den neuen „Jaguar F-Pace“ mit Erfolg im 3D-Druck herzustellen. Die besondere Herausforderung bestand dabei in der Größe und der geforderten Qualität des Bauteils.


Bild 1. Die Kooperationspartner Julius Arden von Arden Automobilbau (links) sowie Prof. Dr.-Ing Norman Lupa vor dem Campus der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

Bild 1.
Die Kooperationspartner Julius Arden von Arden Automobilbau (links) sowie Prof. Dr.-Ing Norman Lupa vor dem Campus der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

In einer Kooperation mit der Hochschule Niederrhein, Bild 1, fertigt Arden auf Basis moderner 3D-Scanverfahren die Formen des Aerodynamik-Pakets für den Jaguar F-Pace. Nach der Finalisierung der Frontschürze im Modellbau verwendete Prof. Dr.-Ing. Norman Lupa vom Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Niederrhein (www.hs-niederrhein.de) einen handgeführten 3D-Scanner, um die Frontschürze des Fahrzeugs als dreidimensionales CAD-Modell abbilden zu können.

Weiterentwicklung im Reverse Engineering

Um ein nicht nur technisch, sondern auch optisch perfektes Ergebnis liefern zu können, bestand die Herausforderung zunächst in der Digitalisierung der modellierten Schürze. Dies war eine Premiere für die Hochschule – ein Bauteil dieser Größe und Qualität, Bild 2, ist bisher am Standort in Krefeld noch nicht gescannt oder gedruckt worden. Das Ergebnis des Scanvorgangs ist eine Beschreibung der Bauteiloberfläche mit mehreren 100 000 Dreiecken, die in einem speziellen Verfahren zu einem ansprechenden Flächenmodell konvertiert wird.

Bild 2.  Von der Frontschürze des „Arden Jaguar F-Pace AJ 25“ wird an der Hochschule ein 3D-Scan erstellt.

Bild 2.
Von der Frontschürze des „Arden Jaguar F-Pace AJ 25“ wird an der Hochschule ein 3D-Scan erstellt.


In einem nächsten Schritt wird die gescannte Form – das Positiv – mithilfe von CAD weiter optimiert und daraus die Negativform der Schürze am Rechner entwickelt. Im Anschluss daran wird die Form in mehreren Teilen gedruckt und zusammengesetzt. Ziel ist es, das gedruckte Modell direkt als Form zu nutzen und daraus die Aerodynamikteile zu fertigen.

Seite des Artikels
Arden Automobilbau

Arden Jaguar ist ein bekannter Markenname im Bereich der Fahrzeugveredelung  britischer  Automobile.  1972  legte  der damals 21-jährige  Jochen Arden in einem alten Backhaus auf Burg Zelem am Niederrhein den Grundstein für das heutige
Unternehmen. In den folgenden Jahrzehnten wurde es zum Synonym  für  gelungenes  Design,  kombiniert  mit  moderner Technologie. Heute umfasst die Firma die drei  Säulen „Veredelung“,  „Classic“  und  „Service“,  ergänzt  durch  den  Bereich „Racing“. Die Konzentration liegt zunehmend auf Restaurierungen und Service.
www.arden.de

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