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Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Präzisionsfräsen in der Heißkanaltechnik

Mit dem konsequenten Einsatz der 5-Achs-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle realisiert Günther Heisskanaltechnik in Frankenberg die wirtschaftliche Qualitätsproduktion hochpräziser Spritzgießdüsen sowie komplexer Heißkanal-Verteilersysteme – wobei es zu etwa 65 % um Sonderfertigungsteile geht. Dank der hohen Genauigkeit und der Möglichkeit zur Komplettbearbeitung in einer Aufspannung kommen die Komponenten inzwischen montagefertig von der Maschine. Heiß ist gut, heißer ist nicht unbedingt besser – geregelte Heißkanaltechnik dagegen schon! Auf diesen vereinfachten Nenner lässt sich die Erfolgsstory des typisch mittelständischen Unternehmens Günther Heisskanaltechnik bringen, das mit seiner speziellen Technologie in der Kunststoffverarbeitung durch Spritzgießen seit mehr als drei Dekaden immer wieder für Furore sorgt.


Im Jahr 1983 von Herbert Günther gegründet und zunächst mit der Entwicklung und Fertigung von Spritzgieß-Düsen beschäftigt, folgte schon kurze Zeit später die Präsentation eines kompletten Heißkanalsystems. Damit wurde die Kunststoff-Verarbeitung „revolutioniert“.

Fortschrittliche Technologie

Mittels der exakteren, positionsgenaueren Temperaturführung sowie entsprechend ausgelegter Spritzgießwerkzeuge wurde es zum einen möglich, viel präzisere Kunststoffteile herzustellen. Zum anderen konnten durch gezielt eingebrachte Wärme – beziehungsweise die den Spritzgießvorgang abschließende schnellere Abkühlung – die Takt- und Zykluszeiten deutlich erhöht werden, wodurch sich die Wirtschaftlichkeit spürbar verbesserte.
Schnell erkannten die kunststoffverarbeitenden Industrien die Vorteile der Heißkanaltechnik und verhalfen dem Unternehmen zu einem nachdrücklichen – nämlich bis heute anhaltenden – Wachstum. Mit solchen „Milestones“ wie dem Hot-Runner-System 230 Volt (1990), dem 24-Volt-System (1995), dem „CADHoc“-3D-Konfigurator für Heißkanalsysteme (2006) sowie dem Dickschichtheizer und „BlueFlow“-Heißkanaldüsen (2010) entwickelte sich die Firma vom kleinen Garagenbetrieb zum international tätigen Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden. Im Stammhaus in Frankenberg/Eder sind zurzeit mehr als 220 Fachleute mit der Entwicklung, Fertigung, Logistik, dem Service und der Administration beschäftigt. In den eigenen Niederlassungen in Österreich, Frankreich, Italien, China und den USA sind weitere 30 Personen in Vertrieb und Service unterwegs.

Ein Erfolgsfaktor: Qualitätsfertigung in Eigenregie

Bild 1.  Beispiele für Heißkanal-Verteilersysteme und Werkzeugplatten, die auf Bearbeitungszentren (BAZ) von Hermle in 5-Achsen-Technologie allseitig und inklusive Tieflochbohren komplett bearbeitet werden.

Bild 1.
 Beispiele für Heißkanal-Verteilersysteme und Werkzeugplatten, die auf Bearbeitungszentren (BAZ) von Hermle in 5-Achsen-Technologie allseitig und inklusive Tieflochbohren komplett bearbeitet werden.

Bis heute wurden etwa 380 000 Spritzgießdüsen hergestellt, wobei sich das Geschäft aktuell zu 70 % auf Düsen und zu 30 % auf Verteilersysteme erstreckt, Bild 1.

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Autoren

 Edgar Grundler

freier Fachjournalist aus Allensbach

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