Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 3

Future is calling – auch in der Rohrbearbeitung

Von 18. bis zum 30. September 2017 fand in Levico Terme/Italien die traditionelle Hausmesse „InTube“ der BLM Group statt. Die Unternehmensgruppe zeigte neue und praxisbewährte Lösungen für die Rohr- und Blechbearbeitung, die sowohl die Breite des Angebots als auch das Konzept rund um das Thema „Industrie 4.0“ deutlich machten. Dieses reicht weit über die wirtschaftliche Forderung einer möglichst schnellen Amortisation neuer Produktionstechniken hinaus. Dabei gilt es, die Zukunft als Akteure und nicht nur als Zuschauer „anzupacken“.


Bildartikel zu ZB BLM Bild 0

Exponate auf der 27. „InTube“: Um den Fokus auf die fertigen Werkstücke lenken zu können, ist eine nahtlose Integration der verschiedenen Arbeitsschritte in Produktionsprozessen erforderlich.

Bildartikel zu ZB BLM Bild 1

Bild 1.
Die deutsche Besuchergruppe informiert sich über das 5-Achs-Laserschneidsystem „LT-Free“. Mit der grafischen 3D-Programmier-Software „Artcut“ kann diese vielseitige Anlage offline programmiert werden.

An drei „deutschen Tagen“ besuchte auch eine große Gruppe von Kunden und Interessenten aus Deutschland die Ausstellung, Bild 1. Sie erhielten an den zahlreichen Stationen in den zwei benachbarten Werken von Adige und Adige-Sys kompetente Erläuterungen durch Andreas Köster, seit Mitte Juli 2017 Mitglied der Geschäftsführung der BLM Group Deutschland GmbH. Die Besucher waren durchweg begeistert vom umfangreichen Informations- sowie Neuheitenangebot rund um die Themen Biegen, Schneiden, Schweißen, Sägen, Softwareunterstützung sowie Industrie 4.0.

Strategien wirkungsvoll vermittelt

 Kunden sollen die Produktion in ihrer Gesamtheit sehen und nicht als aufeinander folgende, separate Arbeitsschritte – so lautet die Philosophie der Gruppe. Wichtig ist es, den Fokus auf die fertigen Werkstücke richten zu können – also den Blickwinkel von den Maschinen auf die Produkte zu lenken. So präsentierte die Gruppe in mehreren Bereichen die Software-Suite „BLMelements“ in Aktion. Diese importiert dreidimensionale Modelle fertiger Werkstücke, identifiziert die einzelnen Bearbeitungsschritte – unter anderem das Laserschneiden, das Biegen sowie das Schneiden – und weist diese automatisch den einzelnen, an den Prozessen beteiligten Produktionssystemen zu. Programmierer können bei Bedarf in die Produktionsprozesse eingreifen. In jedem Fall aber betrachten sie die Werkstücke „im Ganzen“.
Integration ist eines der Hauptanliegen von Industrie 4.0: Die Maschinen müssen miteinander kommunizieren, um in der kürzest möglichen Zeit beste Ergebnisse zu erreichen. Die Produktionssteuerung wiederum muss die gesamte Wertschöpfungskette betrachten, um die Effizienz und Effektivität des kompletten Produktionsprozesses zu erhöhen. Anhand mehrerer Beispiele war dies zu sehen: angefangen bei einzelnen Fertigungsinseln mit untereinander kommunizierenden Maschinen, Bild 2, bis hin zu den Applikationen des „Protube Enterprise“-Software-Pakets, das aus effizienten und praxisorientierten Werkzeugen für die Steuerung sowie Kontrolle des gesamten Produktionsprozesses in der Rohrbearbeitung besteht.

Bild 2.  Bei der Produktion tauschen die verknüpften Maschinen untereinander Informationen – beispielsweise zu Rückstellkräften der Materialien – aus, damit die Teile nach der Bearbeitung korrekt sind.

Bild 2.
Bei der Produktion tauschen die verknüpften Maschinen untereinander Informationen – beispielsweise zu Rückstellkräften der Materialien – aus, damit die Teile nach der Bearbeitung korrekt sind.

Interaktion zwischen Maschinenführern und Maschinen

Darüber hinaus müssen Produktionssysteme den Maschinenführern eine schnelle, einfache und intuitive Interaktion mit ihren Maschinen erlauben. Dies sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz. Die innovativen grafischen Benutzungsschnittstellen, die bei verschiedenen der präsentierten Systeme zu sehen waren, beschrieben diesen aktuellen Trend konkret.
Die zunehmende Übertragung von „Intelligenz“ in Produktionssysteme ist ein unaufhaltbarer Prozess. Immer fortschrittlichere Funktionen, welche selbst „Entscheidungen treffen können“, die für eine erfolgreiche Bearbeitung maßgeblich sind, stellen für die Maschinenführer in der heutigen Zeit eine unverzichtbare Unterstützung dar. Angefangen bei den „Active“-Funktionen der Laserschneidesysteme bis hin zu den „B_Tools“- und „B_Right“-Funktionen der Biegesysteme waren auf der Hausmesse hierfür viele Beispiele und Neuerungen zu sehen.

Seite des Artikels
Autoren

 Birgit Etmanski

Hightech aus Italien

Die  BLM  Group  ist  ein  global  agierender  Partner  für den  gesamten  Prozess  der  Rohrbearbeitung  und  verfügt  über  eine  weltweit  sehr  breite  Installationsbasis mit tausenden Anwendungen. Die Gruppe hat in Italien drei Produktionswerke: BLM Spa in Cantù ist auf CNC-gesteuerte  Rohrbiegemaschinen,  Umformmaschinen,  Messsysteme  sowie  zugehörige  Peripherie- und Automatisierungs lösungen spezialisiert. Adige-Sys Spa in Levico Terme produziert Sonder (Kombinations) -Maschinen  für  das  Laserschneiden  von  Rohren  und Blechen,  Laserschneidanlagen  im  XXL-Format  sowie Maschinen  zum  Schneiden  und  Feinbearbeiten  von Vollmaterial- und Rohrenden. Adige Spa, ebenfalls in
Levico  Terme,  produziert  Laserschneidsysteme  und Sägemaschinen für Rohre, Vollmaterial  sowie Profile.
BLM Group Deutschland GmbH, Alfred- Nobel-Str. 8A, 59423 Unna, Tel. 02303 / 986060,
E-Mail: mail@blmgroup.com,  Internet: www.blmgroup.com,
Blechexpo: Halle 1, Stand 1610

Verwandte Artikel

Erfolgreiche Substitution: Brennen statt Fräsen

Kompetenz meets Praxis-Know-how

Rationelle Montage von Funktionselementen

Assistenzsysteme für die Blechumformung

Zwei Großprojekte parallel in Serie