Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 2

Digital Manufacturing als Schlüssel zum Erfolg

Nach dem großen Zuspruch im letzten Jahr hat der Westfälische Bezirksverein des VDI gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund auch 2017 zu einer Vortragsveranstaltung eingeladen. Das Thema lautete „Digital Manufacturing“ und gab Antworten auf die Frage, wie der omnipräsente Begriff Industrie 4.0 real gemeistert werden kann. TechniaTranscat war als Praxispartner „vor Ort“.


Spannende Vorträge, Diskussionen und Gesprächsrunden sowie ein attraktives Rahmenprogramm mit kleiner Hausmesse prägten das Programm und machten auch die zweite Auflage zu einem vollen Erfolg. „In Zahlen zusammengefasst waren es 30 °C, 60 Teilnehmer und 120 % Erwartungserfüllung“, bilanzierte Prof. Thomas Straßmann, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau an der FH Dortmund. Einen geschichtlichen und inhaltlichen Bogen spannend, eröffnete er die Veranstaltung. Die weiteren Referenten beleuchteten dann einzelne Aspekte rund um die intelligente Fabrikplanung von morgen genauer.

Produktivitätsvorteile erschließen

Die Optimierung von Planungs- und Fertigungsprozessen wird zu einem immer wichtigeren Faktor in der vernetzten Welt. Industrie 4.0, PLM (Product Lifecycle Management) und Losgröße 1 heißen die Schlagworte. Dabei sind es vor allem leistungsfähige Informationstechnik (IT)-Lösungen, die den vielleicht entscheidenden Marktvorteil liefern. Straßmann: „Zu den Produktivitätsvorteilen gehören neben Datendurchgängigkeit, Ressourceneinsparung, Kosten- und Zeitersparnis vor allem auch die Tatsache, dass alle auf einer gemeinsamen Datenbank arbeiten. Es gibt keine kopierten Files mehr, alle Beteiligten kommunizieren in Echtzeit und arbeiten am selben Modell. Sämtliche Abläufe sind absolut transparent und nachvollziehbar.“
Sebastian Nolte, Sales Manager beim Karlsruher Softwareunternehmen, das die Veranstaltung unterstützte, ergänzt: „Intelligente Fabrikplanung bedeutet eine durchgängige Prozesskette völlig ohne System- und Medienbrüche. Damit verschwindet eine der Hauptfehlerquellen. Von der ersten Idee über die Entwicklung bis hin zur Produktion gibt es ein einziges Datenmodell – jegliche Art von physikalischem Test wird überflüssig.“ TechniaTranscat (www.techniatranscat.com) ist ein führender, weltweit tätiger Anbieter von PLM-Lösungen für eine leistungsfähige Produktentwicklung sowie Produktmanagement.
Die „Digital Twin“-Technologie gewährleistet laut Nolte zudem, dass auch während laufender Prozesse weitere Optimierungspotentiale erkannt und sofort ausgeschöpft werden können. „Es ist ähnlich wie bei einer komplexen Tabelle einer Excel-Datei: Wird ein Wert geändert, so werden sofort alle weiteren Schritte, die sich auf diesen Wert beziehen, mitgeändert. Nur eben ,in ganz groß‘, im Datenbank-Ausmaß.“

Digitalisierung aus Anwendersicht

Sind die Unternehmen eigentlich schon reif für die Digitalisierung? „Technisch ist heute schon beinahe alles möglich“, sagt Straßmann. „Entscheidend aber ist, dass es sich um einen Prozess handelt, der viel weitläufiger ist, als eine einfache Software-Installation oder -umstellung. Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter ,mit ins Boot holen‘, Mitgestaltungsspielraum lassen und althergebrachte, bewährte Abläufe neu entwickeln oder anpassen.“
Dass dies keineswegs unmöglich ist, zeigte Torsten Krafczinski, Mitarbeiter des Landmaschinenherstellers Claas, der den Weg des Unternehmens zu Industrie 4.0 skizzierte. „Unser Ziel ist die Vernetzung und Kollaboration weltweit verteilter Entwicklungs- und Produktionsstandorte. Dafür arbeiten wir derzeit an der Durchgängigkeit der digitalen Produktdaten – von der Entwicklung über die Planung bis hin zur Produktion.“ Doch nicht nur große Unternehmen wagen dies: „Das Spannende an passenden PLM-Lösungen ist die beliebige Skalierbarkeit. Sie sind maßgeschneidert auf die jeweiligen Bedürfnisse – mit Funktionen und Modulen, die Firmen für spezielle Bereiche benötigen“, spezifiziert Nolte. „Egal ob Konzern oder kleines Start-up – Vorteile erzielt jeder, der es schafft, sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auf den Weg zu machen.“

Seite des Artikels
Autoren

 Larissa Fritzenschaf

arbeitet für die Agentur wyynot in Karlsruhe.

Verwandte Artikel

Maintenance 4.0 bestimmt Profitabilität der Fabrik von morgen

Sicherheit im industriellen Internet of Things

Flexibel reagierende smarte Greifer

Smart Services im Maschinenbau

Wie Daten die Produktionswelt verändern