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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Optimierung der Produktion mit Smart Devices

Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets sind kostengünstig, stets zur Hand, ständig online und ihre Apps sorgen dafür, dass aktuelle Informationen auf einfache Weise sofort verfügbar sind. Durch diese Eigenschaften eröffnen sie im industriellen Umfeld zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung von Abläufen. Bei der Integration solcher Geräte in bestehende Umgebungen entstehen jedoch auch neue Herausforderungen. Ein Vorgehensmodell zeigt Verantwortlichen einen praxisnahen Weg, den Herausforderungen und Fragen – sowohl in der Entwicklung als auch im Betrieb – strukturiert zu begegnen. Die individuelle Kundenlösung führt zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion in Produktionsanlagen.


Bild 1.  Fertigungsprozesse lassen sich mithilfe zeitnaher und präziser Informationen verbessern.

Bild 1.
Fertigungsprozesse lassen sich mithilfe zeitnaher und präziser Informationen verbessern.

Fertigungsmitarbeiter sind oft mit zeitaufwendigen Abläufen konfrontiert, für die sie nicht ausreichend vom Produktionssystem unterstützt werden. Beispielsweise muss sich ein Maschinenbediener Informationen auf Papierlisten oder von stationären Bedienpanels besorgen, um Auftragsvorbereitungen oder Wartungsarbeiten durchführen zu können. Fehler und zu erledigende Aufgaben werden zum Beispiel durch Statuslampen an den Maschinen angezeigt. Der Bediener überblickt diese aber nur in einem begrenzten Bereich der Anlage und kann lediglich auf Fehler reagieren, die er erkennt, Bild 1. Auch die Priorisierung von parallelen Aufgaben geschieht auf der Basis persönlicher Erfahrungen. All dies führt häufig zu unnötigen Stillstandzeiten.

Mit mobilen Bedienlösungen entscheidend effizienter

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Bild 2.
Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets eröffnen auch im industriellen Umfeld zahlreiche Möglichkeiten, um Abläufe zu optimieren.

Ein möglicher „Schlüssel“ zur Effizienzsteigerung ist, dass sich der Maschinenbediener die notwendigen Informationen nicht mehr selbst aus verschiedenen Quellen suchen muss, sondern Apps diese kontextspezifisch zum richtigen Zeitpunkt liefern, Bild 2. Damit weiß der Mitarbeiter jederzeit, welche Aufgabe als nächstes zu erledigen ist, um die Produktion am Laufen zu halten. Zusätzlich zeigt das Smartphone detaillierte Beschreibungen und Handlungsanweisungen an. Eine „Smart Watch“ hat zudem den großen Vorteil, dass der Werker beide Hände für seine Aufgaben frei hat und durch Vibrationsalarm dennoch unmittelbar benachrichtigt wird.

Personalisierung und Aufgabenmanagement

Bei Schichtbeginn erhält der Maschinenbediener sein präferiertes Endgerät, an dem er sich über eine Login-Funktion oder mithilfe des Fingerabdrucks identifiziert. Damit kann die persönliche Konfiguration, wie Zuständigkeitsbereich oder anstehende Aufgaben, geladen werden. Zudem lassen sich beispielsweise Sprache oder Signalisierungsart der Alarme als Präferenz speichern. Aufgaben sind Alarme über Stillstände und Fehlersituationen oder Meldungen zur Sicherstellung des Betriebs, wie Nachfüllen von Material und Wartungsaufgaben. Den zuständigen Mitarbeitern werden die Aufgaben in einer priorisierten Liste angezeigt, welche die optimale Abarbeitungsreihenfolge vorgibt. Die Priorisierung geschieht anhand der noch verfügbaren Zeit zur Erledigung – obere Priorität haben Alarme.

Flexible Architektur und hohe Datensicherheit

Die Lösung von in-tech nutzt Daten in Produktionsanlagen, die entweder über spezifische Schnittstellen von Maschinen oder einem Manufacturing Execution System (MES) zur Verfügung gestellt werden. Eine zentrale Server-Applikation übernimmt die Datenaufbereitung und stellt die aggregierten Informationen in passender Form allen mobilen Geräten zur Verfügung. Die Software kann sowohl auf lokaler Hardware in der Produktionsanlage als auch auf Cloud-Servern betrieben werden (siehe auch Infokasten).

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Autoren

Dr. Klaus Wiltschi

leitet den Bereich Machinery

 Thomas Sorg

Abteilungsleiter Machinery HMI bei in-tech industry in Garching

Professionelle Datensicherheit

Fragen zur Security müssen bereits in der Design-Phase berücksichtigt  und  während  der  Entwicklungsphase  gelöst  werden.  Zur  Anwendung  kommen  praxiserprobte State-of-the-Art-Technologien.  Die  Kommunikation  zwischen Server und Smart Device ist zusätzlich zur WLAN (Wireless Local Area Network)-Verschlüsselung über TLS (Transport Layer Security / https) abgesichert. Der Einsatz von  Zertifikaten  verhindert  zuverlässig  „Man-in-the-middle-Attacken“.  Sensitive  lokale  Daten  werden  verschlüsselt  auf  dem  Smart  Device  abgelegt  –  je  nach Device auch hardware-verschlüsselt.
in-tech GmbH, Parkring 2, 85748 Garching bei München, Tel. 089 / 321 98 15-0, Fax -99,  
E-Mail: in-tech@in-tech.de, Internet: www.in-tech.de

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