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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Verbesserte CNC-Technik und neue Bedienkonzepte

Auf der „EMO“ Hannover 2017 präsentiert Siemens neue Hard- und Software für das durchgängige „Sinumerik“-Portfolio. Mit dem integrierten Angebotsspektrum aus Industriesoftware und Automatisierungstechnik können sich Unternehmen der Werkzeugmaschinenindustrie das Produktivitätspotential der digitalen Fabrik erschließen.


Der ganzheitliche Digitalisierungsansatz, der sowohl die Hardware als auch die Software entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Konstruktion bis zum Einsatz der Werkzeugmaschine umfasst, erlaubt es unseren Kunden, ihre Produktivität deutlich zu steigern. Die Kombination aus fortschreitender Digitalisierung und innovativer Automatisierungstechnik ist damit der Schlüssel zu nachhaltig verbesserter Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Uwe Armin Ruttkamp, Leiter des Geschäfts für Machine Tool Systems, anlässlich der Vorpressekonferenz von Siemens zur „EMO“.

Neuer Softwarestand 4.8

Mit dem Softwarestand 4.8 der CNC Sinumerik werden neue Funktionen bereitgestellt, die Geschwindigkeit, Präzision und Sicherheit der Werkzeugmaschine signifikant verbessern. Zum Beispiel wird es möglich, ungewollte Nickbewegungen der Achsen zu kompensieren und vor Kollisionen von Maschine, Werkzeug und Werkstück zu schützen. Die Nickkompensation („NoCo“) dient zum Ausgleich von dynamischen Positionsabweichungen in einer oder mehreren linearen Maschinenachsen, die durch Beschleunigungsvorgänge verursacht werden. Die Positionsabweichungen werden durch eine mechanische Nachgiebigkeit in der Maschine verursacht.
NoCo gleicht die dominante Positionsabweichung mit einer Korrekturbewegung in der jeweiligen Maschinenachse aus. Somit wird eine bessere Bearbeitungsqualität bei gleichzeitig höheren Ruck- und Beschleunigungswerten erreicht. Dies ist technologieunabhängig einsetzbar – etwa beim Fräsen, für Multitasking, Tapping, Laserbearbeitung oder Wasserstrahlbearbeitung. NoCo ist in zwei Varianten verfügbar: „Eco“ und „Advanced“. Eco ist ausgelegt für dominante Beschleunigungseffekte, bei denen die Kompensationsachse mit einer Einflussgröße kombiniert wird. Gibt es mehrere Einflussgrößen, die mehrere Kompensationsachsen erfordern, ist die Advanced-Variante die passende Option.
Darüber hinaus gibt es einen weiterentwickelten Kollisionsschutz: „Collision Avoidance Eco“ und „Advanced“. Die Eco-Variante erlaubt einen einfachen, zuverlässigen Maschinenschutz und verhindert dabei Eigenkollisionen der Maschinenkörper im Arbeitsraum. Um diesen Effekt in Echtzeit zu erreichen, sind die zu schützenden Baugruppen als einfache geometrische Körper gerechnet. Diese zuverlässige Kollisionsüberwachung steht in allen Betriebsarten, also etwa JOG, MDA und Automatik zur Verfügung; die Schutzbereiche lassen sind einfach und effizient projektieren und als 3D-Darstellung an der Steuerungsoberfläche visualisieren.
Die Advanced-Variante sorgt für einen vollumfänglichen Maschinen-, Werkzeug- und Werkstück-Schutz. Die Software des Sinumerik-Produkt-Partners ModuleWorks läuft über eine Schnittstelle integriert auf einem externen Rechner. Sie gewährleistet in Echtzeit, dass Maschine, Werkzeug und Werkstück während des Materialabtrags permanent einsehbar und dynamisch geschützt sind. Die erforderlichen Werkstück- und Werkzeugdaten werden dem System beim Rüsten zur Verfügung gestellt.

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