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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Excellence in XXL-Machining

Seit 150 Jahren gibt es die Firma Schiess, und seit den Anfängen gilt der Werkzeugmaschinenbauer als der kompetente Ansprechpartner für anspruchsvolle Zerspanlösungen. Aktuelle Maschinenprojekte im Werk in Aschersleben belegen die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der aus einem modularen Baukastensystem entstehenden Lösungen. Zugleich zeugen sie vom Einfallsreichtum der hochqualifizierten Mitarbeiter – insbesondere dann, wenn es um besondere Dimensionen geht.


Die größte Maschine in der Fertigung in Aschersleben – eine „Vertimaster VMG6“ – nimmt eine komplette Halle ein.

Die größte Maschine in der Fertigung in Aschersleben – eine „Vertimaster VMG6“ – nimmt eine komplette Halle ein.

Neben Neumaschinen für die Großteilefertigung, die in zahlreiche Branchen gehen, hat sich das Unternehmen ebenso mit dem Retrofit einen guten Namen gemacht. Von Ernst Schiess 1866 gegründet, entwickelte sich das Traditionsunternehmen schnell zu einem der größten Hersteller von Werkzeugmaschinen. Seitdem steht der Name für Qualität, Präzision und Effizienz im Großmaschinenbau – mit über 6000 installierten Maschinen und vielen hundert zufriedenen Kunden. 1991 fusionierte Schiess mit der Werkzeugmaschinenfabrik Aschersleben (Wema), seit 1997 ist die Stadt in Sachsen-Anhalt der Unternehmenssitz.

Frische Ideen aus neuen Projekten

Seit 2004 gehört das Unternehmen zum chinesischen Maschinenbauer Shenyang Machine Tool Group (SMTCL). In Aschersleben sowie im Entwicklungsbüro bei SchiessTech in Berlin werden seitdem Maschinen für die Holding entworfen. Viele spannende Kundenanfragen hat Schiess seitdem auch aus dem asiatischen Raum erhalten und die Maschinen haben sich mit den gestellten Forderungen zeitgemäß weiterentwickelt. Genutzt werden sie zum Beispiel für die Bearbeitung von Gehäuseteilen für Windkraftanlagen, die hochgenaue und schwere Zerspanung von Großteilen im Maschinenbau, schwere Dreh- und Fräsbearbeitungen zur Herstellung von Turbinengehäusen sowie die Bearbeitung von Großgetrieben.

Bildartikel zu ZB Schiess XXL Bild 1

Bild 1.
Gelebte Tradition: Die Geschäftsführer Alain Reynvoet (CSO) und Xin Guan (CEO) der Schiess GmbH vor einem historischen Maschinenmodell.

In den letzten Jahren wurden alle Werkzeugmaschinenbaureihen neu konstruiert und zählen damit zu den modernsten Großbearbeitungszentren ihrer Art. Beispiele dafür sind die Baureihe an Bearbeitungszentren „Horimaster“ sowie die Portalfräs- und Drehmaschinenserie „Vertimaster“. Die bereits installierten Maschinen haben sich bei den Anwendern mit Zuverlässigkeit und Präzision bewährt. Alain Reynvoet, Chief Sales Officer (CSO) der Schiess GmbH in Ascherleben, Bild 1, sagt: „Mit unserem Namen verbinden die Kunden den Anspruch, auch für technisch ausgefallene Bearbeitungsaufgaben Lösungen umzusetzen.“ Er leitet das Unternehmen gemeinsam mit Xin Guan (CEO), Stefan Schmitz (COO) und Frank Well (CFO).
Bildartikel zu ZB Schiess XXL Bild 2

Bild 2.
Die Drehmaschinen der Reihe „HoriTurn“ verfügen über vier Führungen. Der Schlitten mit dem Werkzeug kann sich ohne Behinderung durch die Lünette bewegen.

Viele Anfragen aus unterschiedlichen Branchen stammen aus China. In zwei großen Hallen entstehen so permanent Prototypen für neue Aufgabenstellungen, Bild 2. Die Maschinen befinden sich derzeit im Aufbau oder sind bereits kurz vor der Auslieferung. Ein eigener Bereich wurde für die Spindelfertigung eingerichtet. Für die Prüfung im Dauerlauf steht hier ein Prüfstand zur Verfügung, in den mehrere Millionen Euro investiert wurden. Ein weiterer Hallenbereich befasst sich mit der Fertigung von RAM‘s.

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Autoren

 Birgit Etmanski

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