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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Ein Fenster zur Produktion von Morgen

2017 ist EMO-Jahr: Nach vierjähriger Pause findet die Weltleitmesse für die Metallbearbeitung vom 18. bis zum 23. September 2017 wieder in Hannover statt. Die Messe geht diesmal neue Wege, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu vertiefen: Auf einer Sonderfläche stellen Fraunhofer-Institute und universitäre Forschungseinrichtungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) aktuelle Entwicklungen zur vernetzten Produktion vor.


Unter dem Motto „Connecting systems for intelligent production“ zeigen Hersteller von Produktionstechnik aus aller Welt, welche Lösungen existieren, um den größtmöglichen Kundennutzen aus der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion zu generieren“, hebt Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017, hervor. Gleichzeitig gehe es selbstverständlich auch darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Werkzeugmaschinenanbieter mit diesen neuen Lösungen zu verbessern.
Angelehnt an das Motto, organisiert der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), Frankfurt/Main, hierzu die Sonderschau „industrie 4.0 area“. Neben der WGP – einem Zusammenschluss führender deutscher Maschinenbau-Professoren – präsentieren hier auch Industrievertreter, welche Lösungen sie bereits in die Praxis umgesetzt haben. Im begleitenden Vortragsforum stellen hochkarätige Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor; Firmen erläutern ihre Kompetenzen bezüglich der smarten Fabrik.

Wissenschaft goes public

Bildartikel zu ZB EMO Vorbericht Bild 1

Bild 1.
In der „industrie 4.0 area“ in Halle 25 zeigen zahlreiche Firmen sowie wissenschaftliche Institute ihre neuesten Lösungen zum Thema.

Die rund 650 m2 große industrie 4.0 area befindet sich in Halle 25. Auf etwa einem Drittel der Fläche sind neun renommierte WGP-Institute mit Demonstratoren aus ihren Forschungsprojekten präsent, Bild 1. Wissenschaftler aus München und Stuttgart zum Beispiel stellen das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt „BaZMod“ vor. Das Motto „Bauteilgerechte Maschinenkonfiguration in der Fertigung durch Cyber-Physische Zusatzmodule“ steht unter anderem für die Erweiterung bisher bekannter Schnittstellen – bislang werden diese zwischen „intelligenten“ Werkzeugen und der Maschinensteuerung herstellerindividuell ausgeführt. Gezeigt werden Lösungen für einen standardisierten Daten- und Energieaustausch zwischen smartem Werkzeug und Produktionsumgebung.
Ergebnisse aus dem Sonderforschungsbereich „Gentelligente Fertigung“ stellen Forscher aus Hannover vor. Sie zeigen eine „fühlende“ Werkzeugmaschine und neue Ansätze in der Sensorik, etwa der modularen Mikrosensorik, sowie sensorischer Spanntechnik. Auch magnetische Magnesiumlegierungen, ein Hochfrequenz-Kommunikationssystem für die Produktion sowie anlernfreie Prozessüberwachung sind Themen am Stand.7

Simulationen vereinfachen Abläufe

Im Bereich Simulation stellen unter anderem Wissenschaftler aus Kaiserslautern Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt „mecPro2“ vor, das Ende 2016 auslief. Cybertronische Produkte (CTP) sind komplexe Systeme, deren Entwicklung heute oft noch dokumentenzentriert stattfindet. Das erschwert und verzögert die Planung des cybertronischen Produktionssystems (CTPS). Im Projekt wurde nun eine modellbasierte Planungssystematik für CTP und CTPS entwickelt, die eine integrierte Planung von Produkt und Produktion erlaubt.
Den Mensch-Maschinen-Interaktionen widmet sich der Stand der Aachener Forscher. Sie präsentieren Ergebnisse unterschiedlicher, öffentlich geförderter Forschungsprojekte, etwa zu Augmented Reality und Mensch-Roboter-Kollaborationen sowie funkbasierten applikationsgerechten Technologien. Der exemplarische Prozess zeigt unter anderem die Interaktion mit einem Leichtbauroboter, das Anlegen/die Produktion eines individuellen Auftrags sowie die kontinuierliche Informationsbereitstellung mittels neuartiger Schnittstellen.

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