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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Automatisierung – Trends und Perspektiven

Die digitale Vernetzung über das Internet der Dinge gehört derzeit zu den Megatrends. Darüber hinaus sind Interdisziplinarität und Denken über Branchengrenzen hinaus gefordert – gerade in der Automatisierung. Nur mithilfe eines umfassenden Prozessverständnisses werden neue Technologien ihr Potential vollständig entfalten.


Bild 1.  Industrie 4.0 bietet zahlreiche Chancen, Prozesse zu verbessern, birgt aber auch Risiken, beispielsweise bei der Datensicherheit.

Bild 1.
Industrie 4.0 bietet zahlreiche Chancen, Prozesse zu verbessern, birgt aber auch Risiken, beispielsweise bei der Datensicherheit.

Bezüglich Industrie 4.0 folgen der Theorie zunehmend auch Taten. Viele Experten sind überzeugt, dass erst weitere Koordinationen und gebündelte Aktivitäten der Industrie zusätzliche Veränderungen in Gang setzen werden. Diesen Standpunkt vertritt etwa Dr. Attila Bilgic, Geschäftsführer und CTO (Chief Technology Officer) der Krohne-Gruppe, Duisburg. „Die Industrie tut sich schwer damit, disruptive Denkansätze auf den Weg zu bringen. Noch viel schwerer tun wir uns allerdings damit, diese umzusetzen.“ Gut funktioniere indes die evolutionäre Entwicklung von Prozessen, Bild 1: „Wir beherrschen es, Dinge, die wir gut können, weiter zu verbessern.“ Bilgic empfiehlt deshalb, grundlegende Kernbusinessprozesse querzudenken. Ein Risiko besteht nach seiner Meinung darin, neue Chancen zu verpassen – mit dem Effekt, dass andere die Lücke schließen und in der Folge die gesamte Wertschöpfungskette ausfüllen. Echte Sieger werden die Chancen erkennen, welche Industrie 4.0 bietet, Bild 2 – und diese auch ergreifen.

Anomalie-Erkennung zur Abwehr von Cyberangriffen

Bild 2.  Sowohl in der Fertigungs- als auch bei der Prozessindustrie helfen Automatisierungslösungen, Abläufe effizienter zu gestalten.

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Sowohl in der Fertigungs- als auch bei der Prozessindustrie helfen Automatisierungslösungen, Abläufe effizienter zu gestalten.

Den vielfältigen Chancen der Industrie 4.0 stehen zunehmend Fragen der Informationssicherheit gegenüber: Wie kann die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit industrieller Geräte und Systeme gewährleistet werden? Das Forschungsprojekt „AnoKo“ (Koramis GmbH, Potsdam; ZeMa – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gemeinnützige GmbH, Saarbrücken) hat das Ziel, unerlaubte Zu- beziehungsweise Eingriffe in Produktionssysteme zu erkennen. Dies soll erreicht werden, indem das industrielle Kommunikationssystem einer Produktionsanlage in definierten Zeitabständen auf Abweichungen analysiert wird.
Das im Vorhaben AnoKo weiterentwickelte Anomalie-Erkennungssystem versetzt Betreiber in die Lage, ihre Produktionsanlagen vor Angriffen umfassender zu schützen. Dazu wird zunächst eine Design-Analyse ausgewählter industrieller Kommunikationsprotokolle durchgeführt. Auf dieser Grundlage werden Beobachtungs- und Bewertungskriterien definiert sowie realisiert. „Mithilfe der Vorhaben-Ergebnisse können Anomalie-Erkennungssysteme leichter auf spezifische industrielle Protokolle angepasst und unter realen Bedingungen evaluiert werden. Diese Systeme können dann nachträglich in bestehende Anlagen integriert oder bei der Entwicklung zukünftiger Industrie 4.0-Anwendungen als Basisplattform genutzt werden“, schildert Dipl.-Ing. Heiko Adamczyk, Business Development, Security und Industrie 4.0 bei Koramis.

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Autoren

 Oliver Schönfeld

Agentur Schönfeld PR, Nottuln

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