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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Messe zeigt neue Dimensionen der industriellen Fertigung


In Halle A3 sind bei der „Laser World of Photonics“ Laser und Lasersysteme für die Fertigung zu sehen.

In Halle A3 sind bei der „Laser World of Photonics“ Laser und Lasersysteme für die Fertigung zu sehen.

Lasertechnik und moderne Sensorik ebnen den Weg zur digitalen Produktion. Simulation, digitale Konstruktion und reale Produktionsprozesse wachsen dank Photonik 4.0 immer enger zusammen. Auf der Messe „Laser World of Photonics“ vom 26. bis zum 29. Juni 2017 in München (www.world-of-photonics.com) zeigen führende Hersteller und Forschungsinstitute daher passgenaue Lösungen für die vernetzte, hochgradig automatisierte Fertigungswelt von morgen.
 Licht ist das wichtigste Werkzeug des 21. Jahrhunderts. In Halbleiterfabriken sorgen UV-Laser und Hochleistungsoptiken für immer leistungsfähigere und günstigere Mikroprozessoren. Ohne optische Datenübertragung wäre das Breitbandinternet undenkbar. Kosteneffiziente, fehlerfreie Miniaturisierung ist nur mit präziser optischer Mess- und Inspektionstechnik machbar. Damit sind die Grundpfeiler der Industrie 4.0 benannt: günstige Prozessoren, leistungsfähige Datennetze und präzise Prozessüberwachung. Industrie 4.0 ist also im Kern Photonik 4.0.
Photonik ist aber nicht nur die Basis der vernetzten Produktion, sondern immer öfter auch ausführende Kraft. Vor allem die exakt dosierbare, digital gesteuerte Lasertechnik ist mittlerweile unverzichtbar. Laser bohren, schneiden, löten, schweißen, beschriften und perforieren. Sie härten Stahl und bearbeiten Metalle, Kunststoffe, Glas, Diamanten, Holz, Keramik und viele weitere Materialien mit hoher Präzision. Das konzentrierte Licht arbeitet berührungslos. Es bringt keine mechanischen Kräfte in die Prozesse ein und ist umgekehrt nicht von Verschleiß betroffen. Daneben sprechen die hohe Flexibilität und Geschwindigkeit für die Lasertechnik. Doch das größte Potential für die digitale Produktion birgt die kalte Materialbearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen.
Bei modernen Ultrakurzpulslasern weisen die Frequenzen in den Megahertz-Bereich, bei zugleich hohen Pulsenergien. Metalle und viele weitere Materialien lassen sich damit quasi Atom für Atom abtragen. Der Wärmeeintrag ins Werkstück ist minimal. Ungewollte Schmelze- und Materialspritzer „sind passé“. Übersetzt in die digitale Fertigungswelt heißt das: Materialbearbeitung „Pixel für Pixel“. Simulationen und digitale Konstruktion stimmen zudem genauer denn je mit den realen Prozessen überein.
 Auch ein zweiter photonischer „Megatrend“ führt unmittelbar in die digitale Produktion: das Additive Manufacturing; also der werkzeuglose Aufbau sowie das Abtragen von Metall- oder Kunststoffbauteilen mithilfe von 3D-Druck- und Laserauftragschweißverfahren. Laser übersetzen dabei digitale Konstruktionsdaten in reale Bauteile.
Zahlreiche Akteure aus diesen jungen Technologiebereich zeigen auf der Laser World of Photonics 2017 in München eine große Bandbreite an Verfahren: miniaturisierter Metalldruck, Mikroverfahren für die additive Verarbeitung von Glas, die Herstellung von 3D-Mikro- und Nanostrukturen aus fotosensitiven Materialien oder Laserschmelzverfahren für Stahl, Kobalt-Chrom und Edelmetalle. Auch die „Application Panels Laser and Optics“ in Halle B3 und „Industrial Laser Applications“ (Halle A3), Bild, sowie die Fachkonferenz „Lasers in Manufacturing“ (LiM 2017) stellen das Licht als Produktions-Faktor in den Fokus – genauso wie die rund 340 Aussteller, die ihren Messeauftritt rund um dieses Thema ausrichten.