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Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Komplettbearbeitung halbiert Fertigungszeit

Mit einer maßgeschneiderten Fertigungsstrategie, einer effizienten Bearbeitung und einem leistungsfähigen Werkzeugpartner an der Seite können sich Hersteller in Deutschland auch gegen eine weltweite Konkurrenz behaupten. Das zeigt das Beispiel des Automobilzulieferers Hilite. Am Produktionsstandort Seckach hat das Unternehmen die Bearbeitungszeit für die Aufnahme eines Nockenwellenverstellventils halbiert und damit seine internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich gestärkt.


 Ventilaufnahmen als Rohling und als Fertigteil (Einlass- und spiegelverkehrt aufgebaute Auslassseite).

Ventilaufnahmen als Rohling und als Fertigteil (Einlass- und spiegelverkehrt aufgebaute Auslassseite).

Wegen diverser nachträglicher Anforderungsänderungen dauerte die Herstellung einer Ventilaufnahme mit etwas über zwei Minuten anfangs gut doppelt so lange wie vorab kalkuliert“, blickt Herbert Seitz, Werkleiter Seckach bei der Hilite International Germany GmbH, auf die ersten Monate nach dem Start der Serienproduktion im Jahr 2013 zurück. „Das war in der Anlaufphase noch hinnehmbar, aber nicht mehr für das spätestens für 2015 geplante Hochfahren der Produktion auf bis zu 550 000 Ventilaufnahmen im Jahr.“
ZB 594 Mapal 1 BU

Bild 1.
„Das hohe Prozessverständnis des Mapal-Teams sorgte für eine Halbierung der Fertigungszeit“, sagt
Herbert Seitz
, Werkleiter Seckach beim Automobilzulieferer Hilite (links).

Dann legte der Auftraggeber auch noch mit einer Ausschreibung über ein zusätzliches jährliches Produktionsvolumen von bis zu 250 000 Ventilaufnahmen für die Belieferung seiner chinesischen Autofabrik nach. „Um auch aus dieser Ausschreibung als Sieger hervorgehen zu können, war alleine schon aus Kapazitätsgründen Handeln angesagt“, erläutert der Werkleiter, Bild 1.
Ein Kapazitätsengpass zeichnete sich ab. Wegen der zusätzlichen Kosten und fehlender Freiflächen in der Fertigungshalle in Seckach kam die Anschaffung weiterer Bearbeitungsmaschinen allerdings nicht in Frage. Um das zusätzliche Volumen aus der Ausschreibung bewältigen zu können, rückte die Verkürzung der Bearbeitungszeit in den Fokus der Überlegungen.

Anspruchsvolle Aufgabe

„Für mich stand schnell fest, dass wir uns einen versierten Partner mit ins Boot holen müssen, der die Verantwortung für die Halbierung der Bearbeitungszeit übernimmt“, erklärt Seitz. „Da drängte sich förmlich der Gedanke an den Werkzeugspezialisten Mapal auf, der für seine leistungsfähigen Werkzeuge bekannt ist.“
Mit der Entscheidung, einen Partner mit Gesamtverantwortung von außen hinzuzuziehen, gingen die Verantwortlichen in Seckach neue Wege. Bis dahin setzten ausschließlich eigene Mitarbeiter den Bearbeitungsprozess in Eigenregie auf. Sie wählten – punktuell unterstützt durch die diversen Werkzeuglieferanten – die passenden Werkzeuge aus, entwarfen die Vorrichtungen und programmierten die Maschinen.

Seite des Artikels
Autoren

 Tobias Zimmermann

ist Teamleiter Corporate Communications bei Mapal in Aalen.

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