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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Mit passenden Workflows schnell und transparent zum Erfolg


Enterprise Resource Planning (ERP) hat viele Unternehmen vorangebracht, doch die weiterentwickelte Zukunft sieht anders aus: Software allein macht Unternehmen nicht erfolgreicher oder wettbewerbsfähiger, die Qualität und Robustheit der Geschäftsmodelle sowie Fertigungsprozesse hingegen schon. Ein Szenario könnte sein: Der Mensch modelliert zunächst betriebliche Abläufe am „Zeichenbrett“ und diese integrieren sich anschließend von selbst ins Unternehmen – unabhängig von Standort, Gerät oder Fähigkeiten der Mitarbeiter. Deshalb steht bei „abas ERP“ ab sofort der Workflow im Mittelpunkt. Letztes Jahr wurde auf der Fachmesse „CeBIT“ präsentiert, wie sich Roboter vom ERP-System steuern lassen. Dieses Jahr zeigt abas in Hannover einfache und intuitive Applikationen, mit denen Prozesse individuell und zeitnah optimierbar sind. Mit diesen Workflows machen Verantwortliche ihr Unternehmen schnell und transparent, können reagieren und gestalten.
Zurzeit stehen einige Themen im besonderen Fokus, beispielsweise die Automatisierung kaufmännischer und administrativer Prozesse, sprich die Freigabe von Bestellungen und Angeboten oder die Integration neuer Mitarbeiter. Hier gilt es, die Geschäftsprozesse sicher abzubilden.
Ein anderer Workflow zielt auf „Predictive Maintenance“ ab, also Zustandsdaten von Maschinenkomponenten erfassen und diese mit Informationen aus Drittsystemen kombinieren. Ziel ist, auffällige sowie auf Störungen hindeutende Muster rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen präventiv einleiten zu können.
Ein weiteres Kernthema ist die Mobilität. Um definierte Abläufe überall nutzen zu können, sollten diese auch auf Smartphones und Tablets verfügbar sein – intuitiv und einfach, den Anwender führend. So kann beispielsweise eine Lieferung entgegengenommen oder reklamiert werden oder eine mobile Servicekraft im Außendienst einen Reparaturauftrag in Gang setzen.
Ein weiterer Workflow zeigt Optimierungen durch Prozess-Monitoring in Echtzeit, Transparenz über Kapazitätsengpässe und Verzögerungen sowie die Überprüfung der Mitarbeiterleistung.
Industrie 4.0 und das Internet der Dinge verlangen eine möglichst flexible Verknüpfung kritischer Systeme, beispielsweise um Fertigungsprozesse an neue Geschäftsmodelle anzupassen. Zudem bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur, um innovative Applikationen im Unternehmen anzuwenden. Hier kommt die „Cloud“ ins Spiel, die nicht mehr aufzuhalten ist. Laut einer neuen IDC (International Data Corporation)-Studie sind 84 % aller Software-Anwendungen, die aktuell dem Markt zur Verfügung gestellt werden (neu entwickelte Lösungen), cloudbasierte Systeme. Weitere Studien gehen davon aus, dass der Markt für „Private-Cloud“ – sprich: der Kunde weiß, wo die Daten liegen – in den nächsten Jahren zwischen 40 % und 50 % pro Jahr wachsen wird. Getrieben durch diesen Trend, gibt es zurzeit eine weitere Strömung: die Fragmentierung.
Die Welt sehen wir dabei für die Zukunft nicht schwarz oder weiß, sondern eher „hybrid“. Es ist davon auszugehen, dass künftig nicht alles in der Cloud stattfindet, sondern es nach wie vor einen Bedarf gibt, bestimmte Systeme im Unternehmen selbst zu betreiben. Einige große, weltweite Marktanbieter versuchen aktuell, den Kunden mit aller Macht in die Cloud zu ziehen. Wir glauben jedoch, dass das für den Mittelstand momentan nicht passend ist. Der große Vorteil einer hybriden Cloud ist, dass der Mittelstand flexibel auf Anforderungen reagieren kann, indem er punktuell Lösungen für kleinere Anwendungen einfach hinzunimmt. Das heißt, er kann sich für die jeweiligen Anforderungen das Beste für seine Infrastruktur zusammenstellen.
Zum Jahresanfang 2017 hat abas das erste Cloud-Angebot in den USA verfügbar gemacht. Zielgruppen sind Firmen, die wie bisher nach einer individualisierbaren Lösung suchen und diese als Mietmodell aus der Cloud beziehen möchten. Die Kollegen in den USA erhalten schon mehr als 70 % der Anfragen für Leistungen aus der Cloud. Die Bedienung findet in diesem Angebot ausschließlich über den Webbrowser als echte „Software as a Service“-Lösung statt. Am neu gestalteten CeBIT-Stand in Halle 5, Stand A20, werden diverse repräsentative Workflows überlebensgroß visualisiert, die in fast jedem Unternehmen vorkommen.

Autoren

 Daniel Rau

„Leiter Produktmanagement“ der abas Software AG in Karlsruhe.