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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Maschinen- und Anlagenbauer gewinnt Planungssicherheit im Projektgeschäft

Der niedersächsische Fördertechnikspezialist Thiel hat die Software „ams.erp“ erfolgreich eingeführt und nutzt inzwischen unternehmensweit das integrierte Auftragsmanagementsystem. Seither plant, steuert und überwacht der stetig wachsende Familienbetrieb seine Wertschöpfung in einer durchgängigen IT (Informationstechnologie)-Lösung.


Das  inhabergeführte  Familienunternehmen  aus  Löningen  im  Landkreis  Cloppenburg produziert technische Komponenten  für  unterschiedliche  Industriezweige, bei  denen  Schüttgüter  in  Bewegung  sind. Zum  Portfolio  gehören  unter  anderem Rohrförderschnecken,  Trogförderschnecken, Becherelevatoren, Trogkettenförderer, Hammermühlen  und  Mischer,  die  individuell nach den Bedürfnissen der Kunden  konstruiert  und  gebaut werden. Das 1998 mit fünf Mitarbeitern  gestartete  Unternehmen hat  inzwischen  rund  145  Beschäftigte.

Integrierte Module effektiv nutzen

Thiel Fördertechnik

Bild 1.
Thiel Fördertechnik produziert unter anderem technische Komponenten für verschiedene Industriezweige, bei denen Schüttgüter in Bewegung sind.

Die  Prozessunterstützung reicht beim Maschinen- und Anlagenbauer von Vertrieb und Entwicklung  über  Fertigung,  Disposition, Einkauf und Materialwirtschaft  bis  zu  Montage,  Versand, Bild 1, und Servicemanagement. Hinzu  kommen  kaufmännische Aufgaben  wie  Zeiterfassung  und Rechnungswesen.  Um  die  in ams.erp  verarbeiteten  Auftragsdaten auch auf Maschinenebene zu  nutzen,  wurden  die  Laserschneidemaschinen,  das  automatische  Regallagersystem  sowie  das  Lagerliftsystem  an  die  ERP (Enterprise  Resource  Planning)-Lösung  angebunden.  Zudem  wurde  eine  EDI  (Electronic  Data  Interchange)-Schnittstelle  zu einem  Großkunden  geschaffen,  der  somit seine  aktuell  benötigten  Komponenten vollautomatisiert bestellen kann.
Zurzeit  läuft  die  zweite  Phase  der  ERP-Einführung.  Ab  Anfang  2017  sollen  bei Thiel  Fördertechnik  die  Dokumentationsaufgaben  über  das  Modul  „ams.dms“,  das integraler Bestandteil von ams.erp ist, gelöst werden.  Zusätzlich  zur  manuellen  Ablage lassen sich regelbasierte Workflows einrichten,  die  für  einen  vollautomatisierten  Ablauf  der  DMS  (Dokumentenmanagementsystem)-Prozesse sorgen. Zeitgleich wird der Fördertechnikspezialist  auch  „ams.pdm“
in   Betrieb  nehmen. 
Inventor

Bild 2.
Die mit „Inventor“ konstruierten Maschinenteile aus Stahl und Edelstahl werden mit modernen CNC-gesteuerten Bearbeitungsmaschinen präzise gefertigt und nachfolgend zu funktionierenden Komponenten oder maßgeschneiderten Maschinen montiert.

Das  ebenfalls  in  die Software  integrierte  Produktdatenmanagementsystem  (PDM)  automatisiert  den Datenaustausch  mit  der  Konstruktion,  die mit  dem  CAD-System  „Inventor“  arbeitet, Bild 2.  Im  Anschluss  an  den Echtstart  der  DMS/PDM-Module wird  der  Maschinen-  und  Anlagenbauer  gemeinsam  mit  den ams-Beratern  das  Variantenmanagement aufsetzen.

Zuwächse meistern

Die  Kernkompetenz  des  niedersächsischen  Betriebs  liegt  in der  Entwicklung  und  Fertigung von Fördertechnik für die Futter- und Lebensmittelindustrie sowie für  die  kunststoffverarbeitende Industrie. 

Durchlaufzeiten

Bild 3.
Um kurze und planbare Durchlaufzeiten zu erzielen, legt das niedersächsische Familienunternehmen großen Wert auf einen hohen Eigenfertigungsanteil.

Einen  Großteil  seiner Produkte legt das inhabergeführte  Unternehmen  kundenspezifisch  aus,  Bild 3.  Der  Anteil  der Sonderkonstruktion liegt dann in aller Regel bei 50 % bis 60 %. Ein weiterer  Geschäftsbereich  fertigt Lagersilos  und  Komponenten  für  die  Stalleinrichtung in Serie. Thiel  Fördertechnik  setzt  auf  eine  hohe Wertschöpfungstiefe.  Entwicklung,  Fertigung  und  Montage  finden  fast  ausschließlich  im  eigenen  Unternehmen  statt.  Mit dieser  strategischen  Ausrichtung  sichert sich  das  Familienunternehmen  eine  hohe Flexibilität  und  gewinnt  permanent  neue Marktanteile  hinzu.  1998  mit  fünf  Mitarbeitern  gestartet,  ist  die  Belegschaft  inzwischen auf 145 Personen angewachsen – ein Wachstum,  das  die  ursprüngliche  Ablauforganisation mehr und mehr an ihre Grenzen  brachte.  „2015  waren  wir  so  dicht  mit Aufträgen,  dass  allen  klar  wurde,  dass  sich dieses  Wachstum  nicht  mehr  mit  unseren gewohnten  Mitteln  weiter  organisieren lässt.  Die  Transparenz  ging  uns  an  allen Ecken  und  Enden  verloren“,  erinnert  sich IT-Leiter Michael Thiel.

Leistungsfähiges System sowie kompetente Berater

Lediglich  in  der  Warenwirtschaft  hatte das  Unternehmen  eine  Standard-Software im  Einsatz.  Alle  übrigen  Abläufe  wurden vorwiegend  informell  und  zum  Teil  unter Zuhilfenahme  selbst  entwickelter  „Excel“-Werkzeuge gesteuert.  Auf  der  Suche  nach einer  durchgängigen  Standard-Software nutzte Thiel Fördertechnik die Erfahrungen aus  einem  VDI  (Verein  Deutscher  Ingenieure)-Lehrgang  zum  Thema  Einzelfertigung,  der  Mitte  2015  stattfand:  „Im  Lehrgang haben wir uns unter den Teilnehmern und  Dozenten  umgehört“,  erinnert  sich Thiel. „Dabei sind wir auf drei ERP-Anbieter gestoßen, die sich intensiv mit dem Projektgeschäft von kundenspezifisch fertigenden Maschinenbauern befassen.“ Die  drei  Anbieter  wurden  ins  Unternehmen  nach  Niedersachsen  eingeladen.  In den  Workshops  hinterließ  das  Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution den besten Eindruck. Die ausschließlich für die Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung ausgelegte Business-Software ams.erp erwies sich als besonders schlankes System, das Thiels Prozessanforderungen  bereits  im  Standard  abdecken  konnte.  „Zusätzlich  zur  Prozessunterstützung  hat  uns  die  moderne  Benutzungsoberfläche  der  Software  überzeugt“, begründet IT-Leiter Thiel die Wahl und fügt hinzu:  „Dass  ams  das  Geschäft  der  Einzelfertiger verstanden hat, zeigte sich auch im Austausch  mit  den  Beratern  des  Anbieters. Ein Eindruck, der sich während der Einführung und auch jetzt im Wirkbetrieb weiter verfestigt hat.“

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Info
Thiel GmbH, Fördertechnik, Farwicker Str. 23, 49624 Löningen, Tel. 05434 / 8080-0, Fax -10, E-Mail:  info@foerdertechnik-thiel.de, Internet: www.foerdertechnik-thiel.de

Autoren

 Manuel Göpelt

arbeitet als Fachjournalist in Köln.

Servicemanagement in Echtzeit

Bild: ams.group

Die Industrie 4.0-Lösung wurde für die Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen erweitert.

Die  ams.group  stellt  die  Weiterentwicklung ihres Industrie 4.0-Portfolios ins Zentrum des diesjährigen  „CeBIT“-Auftritts.  Dass  Einzel-, Auftrags-  und  Variantenfertiger  den  Nutzen der  vierten  industriellen  Revolution  bereits jetzt  erschließen  können,  wird  am  Anwendungsbeispiel  „Servicemanagement“  gezeigt. Die  ERP-unterstützte  Servicemanagement- Lösung erlaubt es Investitionsgüterherstellern, den störungsfreien Betrieb ihrer Produkte kostenoptimal sicherzustellen. Am Beispiel eines Nietautomaten  demonstriert  ams,  wie  das Auftragsmanagementsystem  ams.erp  die  Betriebsparameter  ausgelieferter  Investitionsgüter  permanent  überwacht.  Die  Echtzeit-Analyse  geschieht  über  gesicherte  Internet-Leitungen. Zeichnen sich in den überwachten Betriebsdaten Anomalien ab, schlägt die Software geeignete Maßnahmen vor, um mögliche Produktionsstillstände zu vermeiden. Dank der weitreichenden  Automatisierung  von  Analyse und Workflow-Steuerung ist der Kundendienst in der Lage, seine Wartungs- und Instandhaltungseinsätze mit einem Minimum an Organisationsaufwand zu steuern. Hierbei reicht die Prozessunterstützung von der Personaleinsatzplanung  und  Ersatzteilbeschaffung  bis  zur Dokumentation der Serviceeinsätze und ihrer Abrechnung.  Für  die  mobile  Kommunikation mit der Zentrale bietet die Software zwei unterschiedliche Zugangswege, Bild. Per Web-Browser oder App greifen die Servicetechniker auf die Anlagen- und Auftragsinformationen zu, die das ERP-System ihnen für ihre aktuellen Einsätze zur Verfügung stellt. Zudem aktualisiert ams.erp das Ersatzteilwesen, die Personaleinsatzplanung und die technische Auftragsdokumentation der gewarteten Produkte. Den zweiten Messeschwerpunkt bildet „ams.controlling“. Ab sofort bietet die  integrierte  Business-Intelligence-Lösung  eine  kombinierte  Kostenstellen-  und  Ertragsrechnung, mit der sich die Deckungsbeiträge von Profitcentern ermitteln lassen.
ams.Solution AG, Rathausstr. 1, 41564 Kaarst, Tel. 02131 / 40669-0, Fax -69,  
E-Mail: info@ams-erp.com,  Internet: www.ams-erp.com, CeBIT: Halle 5, Stand D28