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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Silicon Valley der Polymerwissenschaft

Ohio ist der Nr. 1-Standort für die Kunststoff- und Gummiproduktion in den USA – mit gefertigten Produkten im Wert von 5,49 Milliarden US-Dollar führt der Staat das Ranking an. Auch der jährlich verliehene „Governors‘ Cup“ des Site Selection Magazins weist Ohio über die letzten zehn Jahre als den Top-Investitionsstandort der USA aus.


Bild 1.  Plastic Technologies (PTI) stellt in Ohio hochwertige Kunststoffverpackungen her.

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Plastic Technologies (PTI) stellt in Ohio hochwertige Kunststoffverpackungen her.

Der Staat beherbergt über 1800 Unternehmens-Niederlassungen der Kunststoff- und Gummi-Industrie, darunter auch viele deutsche – wie BASF, Henkel, Baerlocher, Röchling, Schill+Seilacher, Covestro oder RheinChemie. Weltbekannte Unternehmen wie Goodyear, Parker Hannifin, PolyOne oder Omnova haben hier ihren Hauptsitz. Insgesamt sind in Ohio 68 500 Arbeitnehmer in der Kunststoff- und Gummi-Industrie beschäftigt.
Ein aktuelles deutsches Erfolgsbeispiel ist das Unternehmen Peter Cremer aus Hamburg, ein führender Anbieter unter anderem von oleochemischen Produkten. 2015 baute das Unternehmen seine Nordamerika-Niederlassung in Cincinnati für 9 Millionen US-Dollar aus und schuf damit 122 neue Arbeitsplätze. Auch Plastic Technologies (PTI), ein weltweit bekanntes Unternehmen für Design, Entwicklung, Prototyping und Materialentwicklung für Kunststoffverpackungen, ist in Ohio ansässig, Bild 1.

Zwei Kernregionen

Die Kunststoff- und Gummi-Industrie in Ohio konzentriert sich auf zwei Kernregionen: Im Nordosten rund um die Städte Akron, Cleveland und Youngstown sowie im Südwesten im Cincinnati-Dayton-Korridor. Ohio verfügt über enorme Schiefer- und Nassgas-Vorkommen in den Gebieten Utica und Marcellus, die in den vergangenen Jahren sukzessive erschlossen wurden. Diese sind für Unternehmen der Chemie-, Polymer- und Kunststoff-Industrie besonders relevant, unter anderem für die Produktion von Ethylen. Die Region Akron gilt mit ihrer unvergleichlichen Forschungs-Infrastruktur seit Jahrzehnten als das „Silicon Valley“ der Polymer- und Kunststoff-Industrie. Früher bekannt als „Rubber Capital of the World“, hat Akron auf seine alten Stärken gebaut und neue daraus entwickelt.

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