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EFA-Projekt: Effiziente Abwärmenutzung senkt Energiekosten

Der Detmolder Backwarenspezialist Hanneforth hatte vor, an seinem neuen Standort in Detmold ein energieeffizientes Wärmekonzept realisieren, um die Erdgaskosten zu senken und die Umwelt zu entlasten. Die Weichen dafür stellte das Unternehmen bereits am alten Standort in Bad Meinberg. Im Rahmen einer ersten Ressourceneffizienzberatung der Effizienz-Agentur NRW stand die Wärmerückgewinnung an Backöfen und Kälteanlagen im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Beratung flossen in die Planung des neuen Produktionsstandortes ein. Im Backbetrieb fallen täglich große Mengen an Abwärme durch die Backöfen und Kälteanlagen an. Heute nutzt Hanneforth diese mithilfe eines Wärmetauschers und kann so Raumwärme sowie Warmwasser erzeugen. Dabei wird die entstehende Wärme der Kälteanlagen an einen Wasserkreislauf übergeben, der die Wärme in einen Pufferspeicher speist. Parallel wird mit einem kombinierten Luft-Wasser-Wärmetauscher den Öfen die Abwärme aus Rauchgas und Wrasenabzug entzogen und ebenfalls in den Pufferspeicher geleitet. Die zwei Pufferspeicher sind mit jeweils 2 000 l Fassungsvermögen so dimensioniert, dass sie die Abwärme eines Betriebstages aufnehmen können, was etwa 14 h Laufzeit entspricht. Dies ist nötig, da im Betrieb Wärmeangebot und -nachfrage zu unterschiedlichen Tageszeiten bestehen. Die Hallenbeheizung am neuen Standort erfolgt über ein Abwärme gespeistes Luftheizungssystem. Im Umluftbetrieb gibt die Anlage die Wärme an die Raumluft ab, während diese gefiltert wird, um die Lufthygiene und Raumluftqualität zu erhalten. Mithilfe der neuen Abwärmenutzung konnte das Unternehmen so seinen Energieverbrauch gegenüber dem alten Standort um rund 137.000 kWh pro Jahr senken. Im Vorfeld der Umsetzung nutzte das Unternehmen die Finanzierungsberatung der Effizienz-Agentur NRW und die der EffizienzPlus GmbH. Insgesamt investierte Hanneforth 164 000 € in die energetische Optimierung. Das Vorhaben wurde mit einem Darlehen in gleicher Höhe und einem Tilgungszuschuss in Höhe von rund 61 000 € gefördert. Die erfolgreiche Umsetzung ist in der Best-Practice-Datenbank (www.ressourceneffizienz.de) der Effizienz-Agentur NRW veröffentlicht worden. www.efanrw.de

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