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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Verkehrsflächen mit berechenbarer Verdunstungsrate

Messungen durch den Gutachter Dr.-Ing. Carsten Dierkes im Juni 2016, ein halbes Jahr nach Einbau, ergaben eine Versickerungsrate über 10 min von 880 l/(s·ha) für den zweilagigen Betonstein. Damit wird die Mindest-Durchlässigkeit gemäß FGSV (2013) von 270 l/(s·ha) deutlich überschritten. Die weiteren Untersuchungen liefen von Dezember 2015 bis Dezember 2016. Aus der Differenz zwischen dem Niederschlag und dem Sickerwasser, aufgefangen mit Hilfe von Lysimetern, wurde die Verdunstung berechnet. Das Jahr 2016 gilt mit 967 mm am Standort Coesfeld als relativ feucht. Entscheidend dafür war vor allem der Juni mit mehr als 250 mm.
Trotzdem betrug die Verdunstung über den Zeitraum eines Jahres für das System aus dem zweilagigen Beton etwa 48 %. Aufgrund der Messung der Durchlässigkeit kann Oberflächenabfluss während des Versuchszeitraumes ausgeschlossen werden. Die Pflastersysteme eignen sich dazu, die gemäß DWA-A 102 an Verkehrsflächen in Bezug auf den natürlichen Wasserhaushalt gestellten Forderungen in weiten Teilen Deutschlands zu erfüllen.

Monatlicher Sickerwasserabfluss des zweilagigen Systems hp-protect in Millimeter.

Monatlicher Sickerwasserabfluss des zweilagigen Systems hp-protect in Millimeter.

Pflasterbeläge der Zukunft

Hohe Erwartungen an die Flächenbeläge von morgen stehen bereits im Raum: Neben der Versickerung, Reinigung und Verdunstung des Niederschlagswassers sollen sie sich unter Sonneneinstrahlung möglichst wenig aufheizen, Luftschadstoffe binden und Fahrgeräusche dämpfen. In modular aufgebauten Pflastersteinen könnten diese Eigenschaften unterschiedlich kombiniert werden.
Nach Aussage von Bernd Kiffmeyer, Sprecher der Initiative Ecosave protect, wird an der Entwicklung solcher Lösungen für wasserdurchlässig befestigte Flächenbeläge bereits gearbeitet. Mit serienreifen Produkten darf in absehbarer Zeit gerechnet werden.

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Ecosave protect – eine Initiative der Unternehmen Godelmann GmbH & Co. KG und Klostermann GmbH & Co. KG.
Ansprechpartner: Bernd Kiffmeyer, bki@klostermann-beton.de

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