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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wiederverwertung von Abfällen

Der Weg zum Biogas

Und somit beginnt der Gewinnungsprozess. Die in der „Entpackungshalle“ gewonnene und gereinigte Lebensmittelflüssigkeit gelangt nun zur eigentlichen Biogasproduktion. Die separierte Biomasse wird mittels Spiralwärmeübertrager auf 70 °C erhitzt, um von potenziellen Krankheitserregern befreit zu werden. Im Anschluss daran muss das organische Material im Hauptfermenter bei einer Temperatur von 42 °C abgebaut werden. In Folge dessen gärt das produzierte Biogas im Gasspeicher nach. Ein weiterer wichtiger Schritt ist nun die Entschwefelung und Entfeuchtung. Abschließend durchläuft dann das Biogas für einen letzten Reinigungsprozess den Aktiv-Kohle-Filter.
Die gewonnene elektrische Energie kommt komplett dem öffentlichen Stromversorgungsnetz zugute; die thermische Energie wird an das Chemiewerk in Bad Köstritz abgegeben. Die flüssigen sowie festen Gärstoffe können als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Die Verwertung von Rohmaterial

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Gleich neben dem HSM FluidEx 600 warten Paletten mit vollen PET-Flaschen und Getränkekartons, die über einen großen Einfülltrichter eingeworfen werden sollen.

Bis zu 30 000 t verpackte und unverpackte Lebensmittelreste werden so in der Biogasanlage in Bad Köstritz jährlich verarbeitet, 5 000 t allein davon entleert der HSM FluidEx 600. Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche ist die Maschine im Einsatz. Dabei ist der HSM FluidEx 600 eigens für den Kunden angepasst worden. Technische Feinheiten konnten im Laufe des Einsatzes bis ins kleinste Detail weiterentwickelt werden und räumen der kraftvollen und platzsparenden Maschine einen nicht mehr wegzudenkenden Platz ein.
Jürgen Schleinitz, Leiter der Biogasanlage, blickt auf eine 20-jährige Erfahrung in der Abfallwirtschaft zurück. Er hatte bereits vor seiner Zeit bei der BGA Biogas 2 GmbH, dem Betreiber der Anlage, sehr positive Erfahrungen mit HSM-Maschinen gemacht. „Ich kannte bereits die Produkte von HSM und war von Qualität und Service überzeugt. In Folge der Anschaffung haben wir den HSM FluidEx 600 für unseren speziellen Nutzen weiterentwickelt.“ An der Maschinenweiterentwicklung, die eigens auf die Anforderungen der BGA Biogas abgestimmt ist, hat er nicht unerheblich mithelfen können. Denn im täglichen Gebrauch eröffnen sich neue Herausforderungen. „Hier konnten wir unsere Erfahrungen und Anforderungen gezielt mit der technischen Abteilung von HSM abstimmen“, so Schleinitz. Die kurzen Kommunikationswege und die hohe Servicequalität sind weitere wichtige Gründe, warum sich BGA Biogas für HSM und den HSM FluidEx 600 entschieden hat. „Wir sind rundum zufrieden mit HSM. Angefangen von der Projektierung bis hin zur Betreuung durch den Vertrieb und von der Installation der Anlage bis zum Service. Es ist eine gewachsene Beziehung, die uns sehr wertvoll ist.“

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Autoren

 Tino Seling

HSM GmbH + Co. KG, Frickingen,
tino.seling@hsm.eu

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