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Ausgewählte Ausgabe: 09-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Integrierte Softwarelösung für den Metall- und Rohstoffhandel

In diesem Prozess konnte sich tegos letztendlich durchsetzen. Verkaufsargumente waren nicht etwaige Kostenersparnisse, die als übliches Kriterium herhalten, sondern „dass wir das Gefühl hatten, es mit Leuten zu tun zu haben, mit denen wir im Dialog stehen und die so denken wie wir, die sowohl ihr eigenes Handwerk sehr gut verstehen als auch eine tiefe Branchenkenntnis mitbringen“, so der Oryx-Stainless-CFO Roland Mauss. Positiv fiel dabei auch auf, dass nicht nur Vertriebler und Berater an dem Termin teilnahmen, sondern auch Entwickler. „Wenn man über ein neues Produkt spricht, dann reicht es nicht, wenn man sich nur mit den Beratern unterhält. Wir sprachen ja von einem Prototypen, da ist die Zusammenarbeit natürlich sehr viel intensiver“, so Mauss.

Der Projektverlauf

Da es sich um eine gemeinsame Neuentwicklung handelte, war der Faktor Zeit in diesem Projekt zweitranging. Im Fokus standen die Qualität der Lösung und die Standardisierung, um das Produkt auch für weitere Unternehmen interessant zu machen. Das bedeutete eine sehr enge und intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Oryx Stainless AG als auch der tegos GmbH. Nach dieser intensiven Zeit kann man heute auf einen erfolgreichen Projektverlauf zurückblicken. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut gelaufen. Probleme wurden direkt und offen angesprochen und gemeinsam gelöst“, erinnert sich Mauss.
Nach der Entwicklung wurde die eigentliche Einführung von comotor mit Spannung erwartet. Um größere Turbulenzen zu vermeiden, wurde der Echtstart zweigeteilt. Los ging es am 1. Januar 2011 mit der Finanzbuchhaltung. Da dieser Unternehmensbereich bereits sehr komplex ist, war es sinnvoll, diesen zuerst umzustellen. Hauptaugenmerk lag dabei auf der geforderten Internationalität und der Anbindung von mehreren Banken mit verschiedenen Zahlungsweisen von klassischen Überweisungen über Auslandsüberweisungen bis hin zu Sepa-Zahlungen. Nachdem dieser Bereich erfolgreich umgestellt war, zogen im März und April des Folgejahres die handelsnahen Abteilungen nach.

Werksgelände der Oryx Stainless AG in Mühlheim.

Werksgelände der Oryx Stainless AG in Mühlheim.

Die Akzeptanz

Natürlich war der Umstieg von der sehr individuellen Eigenentwicklung auf comotor ein großer Schritt mit zahlreichen Veränderungen für die Anwender. Was vorher relativ schmal gehalten war, bietet nun sehr viel mehr Funktionen und ist deutlich komplexer. Doch gerade darin sehen die Anwender große Vorteile und bemerken heute eine erhebliche Erleichterung ihrer täglichen Arbeit. „Comotor bietet eine Analytik, die sich von vorne bis hinten durch alle Geschäftsprozesse durchzieht. Vom Einkaufsvertrag über den Bestand und jeden einzelnen Lagerposten bis hin zur Verladung und Ausgangsrechnung wird in jedem Prozess detailliert mit metallurgischen Inhalten gerechnet. Erst dadurch lässt sich eine verlässliche Aussage über das bestehende Metall-Risiko machen. Ich habe von vielen Softwareanbietern gehört, dass sie eine Risikoübersicht anbieten, aber eine wirklich aussagekräftige Angabe auf Basis von Fakten und Inhalten in dieser Form und Tiefe, und das auch noch in Echtzeit – das kann nur comotor“, ist das Fazit des verantwortlichen CFO.

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Autoren

 Corinna Schleking

Marketing Manager; tegos GmbH, Dortmund

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