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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Weniger und effizienter Dosieren

Meerwasserentsalzung

Die Meerwasserentsalzungsanlage in Minjur im Distrikt Chennai / Indien entnimmt jeden Tag über 230 Mio. l Meerwasser, um daraus 100 000 m3 Trinkwasser zu erzeugen. Bei einer geplanten Lebensdauer von 25 Jahren suchte die Stadtverwaltung nach einer schlüsselfertigen Lösung inklusive Wartungsvertrag und umfassender Beratung.
DME-Dosierpumpen bewähren sich für den Betrieb von Umkehrosmoseanlagen. Dies gilt sowohl für die Vorbehandlung, bei der das Meerwasser gefiltert und chemisch aufbereitet wird, als auch für die Nachbehandlung mit schwankenden Volumenströmen, bei der aus dem voraufbereiteten Wasser schließlich Trinkwasser-Qualität erzeugt wird. Grundfos lieferte für dieses Projekt 28 Dosierpumpen, die in Dreier- oder Vierergruppen auf einem Gestell montiert sind. Zu jeder Gruppe gehören ein Pulsationsdämpfer, ein Durchflussmesser und ein Druckhalteventil.

Behandlung von Deponie-Sickerwasser

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Dosierstation für die Zugabe von Fällmitteln in einer Kläranlage der Stadt Pforzheim.

Das Aufreinigen von radioaktiv kontaminiertem Sickerwasser aus einer aufgegebenen Deponie ist keine alltägliche Aufgabe. Das Unternehmen Clear Water Technologies hat für ein Projekt in Sizilien dazu eine Aufbereitungstechnik entwickelt. Als erste Stufe wurde eine chemische Vorbehandlung realisiert. Damit wird der Großteil an Salzen, Schwermetallen, Phosphor und Fluoriden entfernt, während die zweite Stufe den Rest der gelösten Salze und andere lösliche Stoffe rein physikalisch per Membranfilter und Umkehrosmose aussondert. Die Technik ist rund um die Uhr in Betrieb. Das Fouling- und Scaling-Potenzial des zu behandelnden Abwassers beherrscht die installierte Anlagentechnik unter Zuhilfenahme verschiedenster Dosierchemikalien und automatisierter CIP-Reinigung.
Im Aufbereitungsprozess kommen unterschiedliche Pumpen und auch Dosiersysteme zum Einsatz – das Erkrather Unternehmen lieferte Blockpumpen der Baureihe NB/NBE, Hochdruckpumpen der Baureihen CRN/CRNE sowie DDI-Dosiersysteme für die zehn Chemikalien-Injektionsstellen.

Präzision, gepaart mit Handling-Vorteilen

Weil die in der Wasser- und Abwasserbehandlung eingesetzten Chemikalien unter Umständen metallische Werkstoffe angreifen, müssen die Dosieranlagen entsprechend auf die aktiven Wirkstoffe abgestimmt werden. Für die chemische Desinfektion werden in der Regel Chlorverbindungen, beispielsweise Chlorgas (Cl2), Natriumhypochlorit (NaOCl) und Chlordioxid (ClO2) eingesetzt. Grundfos liefert nicht nur die passenden Dosieranlagen zusammen mit den für die Desinfektion erforderlichen Chemikalien, sondern bietet auch eine Beratung über den sicheren Umgang und die Lagerung von Substanzen an. Kommen Trockenstoffe zum Einsatz, hat das Unternehmen vollautomatische SPS-gesteuerte Ein- bis Dreikammeranlagen zum Aufbereiten und Dosieren von Flockungshilfsmitteln und Polyelektrolyten im Programm.
Smart Digital-Dosierpumpen sind die Lösung für komplexe Applikationen in der Wasser- und Abwasserbehandlung sowie generell in der Prozesstechnik. Die umfassenden Anbindungsmöglichkeiten an die zentrale Leittechnik per Feldbus eröffnen dem Betreiber vielfältige Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten. Die Daten stehen auch für vorbeugende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung.

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Autoren

 Rainer Stierle

Vertriebsdirektor Wasserwirtschaft, Grundfos GmbH, Erkrath
rstierle@grundfos.com
wasserwirtschaft@grundfos.de

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