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Ausgewählte Ausgabe: 07-08-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Moderne Tauchmotorpumpen für effiziente Abwasserentsorgung

Manchmal bietet sich ein Neubau statt einer Sanierung an, so wie im niederländischen Ridderkerk. Dort war bis Februar 2016 eine Pumpstation aus dem Jahr 1938 im Einsatz, die aufgrund ihres Alters nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprach. Um das Abwasser zukünftig effizienter zu fördern, und Entwässerungsproblemen wie Geruch und Überschwemmungen entgegenzuwirken, entschied sich die Gemeinde für eine neue, tiefer ins Gelände gesetzte Station sowie die Installation moderner Aggregate der Homa Pumpenfabrik GmbH, Neunkirchen-Seelscheid.


Um das Abwasser effizienter zu fördern und Entwässerungsproblemen entgegenzuwirken, entschied sich die Gemeinde Ridderkerk für eine neue Hauptpumpstation.

Um das Abwasser effizienter zu fördern und Entwässerungsproblemen entgegenzuwirken, entschied sich die Gemeinde Ridderkerk für eine neue Hauptpumpstation.

Die alte Hauptpumpstation der Gemeinde Ridderkerk bestand bereits seit fast 80 Jahren und war mit im Laufe der Zeit veralteter Technik ausgestattet. „Da die gesamte Anlage schon so lange im Einsatz war, gab es kaum mehr eine Möglichkeit, Änderungen an den Systemen vorzunehmen“, erklärt Peter ter Veer, Geschäftsführer bei Homa Niederlande. „Die Wartungskosten waren entsprechend hoch.“ Außerdem waren im Laufe der Jahrzehnte immer mehr Anschlüsse sowie höhere Abwassermengen hinzugekommen, die auch aus größerer Entfernung zum Pumpwerk geleitet werden mussten. Das Gebäude stand jedoch im Vergleich zur Umgebung an einer zu hohen Position, so dass das bestehende Gefälle nicht immer einen problemlosen Zufluss gewährleisten konnte. Um hier zukünftig das Wasser wieder optimal entsorgen zu können, und auf den neuesten Stand der Pumpentechnik zu kommen, entschied sich die Gemeinde, eine neue Pumpstation zu bauen.

Markantes Gebäude mit moderner Pumpentechnik

Das Gebäude sollte jedoch nicht nur tiefer ins Gelände gesetzt werden, um bisherige Entwässerungsprobleme zu verhindern, sondern auch über ein markantes und nachhaltiges Design verfügen. „Beim aktuellen Pumpwerk handelt es sich um einen futuristischen Neubau, der die Form eines geneigten Würfels hat und inmitten eines Teichs platziert wurde“, so ter Veer. Die Fassade der Station besteht aus Cor-Ten-Stahl – einem Material, das im Laufe der Zeit durch Verwitterung eine rostbraune Farbe annimmt. Das schräge Dach ist mit Sonnenkollektoren ausgestattet, und der so erzeugte Strom wird verwendet, um den Würfel in den Abendstunden zu beleuchten. Die Station ist über einen Steg zugänglich, und ein Glasboden im Gebäude macht die im Keller untergebrachte Pumpentechnik, die nachts durch LED angestrahlt wird, für Besucher sichtbar.
Bei den dort installierten Aggregaten handelt es sich um drei Pumpen: eine MX3468-FU124 sowie zwei KX66106-HU208. Da der Hersteller aus der Nähe von Köln bereits mehrere Pumpstationen auf dem Gebiet der Gemeinde Ridderkerk überholt und neu ausgerüstet hatte, beschlossen die Verantwortlichen, auch dieses Mal Modelle des Unternehmens anzuschaffen. „Eine wesentliche Anforderung aus Ridderkerk war, dass es sich um Tauchmotorpumpen handeln sollte, die trocken aufgestellt werden konnten“, sagt ter Veer. „Der Hintergrund: Eine Nassaufstellung hat den Nachteil, dass eventuelle Schäden optisch nicht so einfach erkennbar sind. Die Aggregate müssen erst aus dem Abwasser geholt und gereinigt werden, bevor eine gründliche Überprüfung möglich ist.“ Dennoch sollte es sich in jedem Fall um Tauchmotorpumpen handeln, da aufgrund der nun tiefer gelegenen Station bei starkem Regen eine Überflutung des Gebäudes nicht ausgeschlossen werden kann. „Trocken aufgestellte Pumpen können deshalb hier nicht eingesetzt werden“, so ter Veer weiter. „Bei Tauchmotormodellen ist das kein Problem.“

Aggregate mit Diagnosesystem

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Seit Februar 2016 sind im Pumpwerk Tauchmotorpumpen für Trocken-, Regenwetterablauf im Einsatz.

Die Wahl fiel daher auf zwei Pumpen des Typs KX66 mit jeweils 69,2 kW sowie eine des Typs MX34 mit 29,1 kW, die durch eine Mantelkühlung problemlos aufgetaucht oder trocken aufgestellt betrieben werden können. Die verwendeten geschlossenen Ein- und Zweikanalräder weisen große, freie Kugeldurchgängen auf. So werden auch Feststoffe optimal durch die Pumpenhydraulik geleitet und die Gefahr der Verstopfung auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich weisen die Hydrauliken eine hohe Laufruhe auf, das minimiert die Beanspruchung aller Bauteile.
Die Pumpen sind mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet, so zum Beispiel mit einem Thermofühler in der Motorwicklung. Dabei handelt es sich um einen 3-fachen PTC-Kaltleiter, der zur Temperaturüberwachung eingesetzt wird, und außerdem um einen Platin-Widerstand PT100 ergänzt wurde.

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Autoren

 Iris Gehard

Jahrgang 1981, freie Redakteurin, München. Ihr Themenschwerpunkt sind SHK und erneuerbare Energien.

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