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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Sammler aus GFK-Sonderprofilen

Der Abwasserkanal der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH musste aufgrund von Rissbildung saniert werden. Bei dem Projekt stießen die Verantwortlichen auf mehrere Probleme: Das Baufeld war nicht offen zugänglich, und es lagen keine Daten zur Statik mehr vor. Die Verantwortlichen lösten das Problem, indem sie Ei-Profile aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) der Amiantit Deutschland GmbH, Döbeln, in die bestehenden Rohre einbauten. Diese gewährleisten nicht nur den Abfluss, sondern stützen auch die auf dem Bauwerk liegende Last.


Bei der Renovierung des Holzmannkanals wurden Ei-Profile DN 950/1532 aus GFK eingebaut.

Bei der Renovierung des Holzmannkanals wurden Ei-Profile DN 950/1532 aus GFK eingebaut.

Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg sind auf die Produktion von Stahl und Vorprodukten für die verarbeitende Industrie spezialisiert. Viele Jahrzehnte floss das in Hochöfen, Sinteranlagen und einem Kraftwerk auf dem Werksgelände zur Kühlung genutzte Prozesswasser durch den Holzmannkanal in den Rhein zurück. Nachdem der alte Hauptsammleaus Ei-Profil-Betonrohren DN 1200/1800 im Laufe der Jahre zunehmend Rissbildungen aufwies und seine Standfestigkeit eingebüßt hatte, wurde letztes Jahr die Sanierung beschlossen. Eine Erneuerung in offener Bauweise war nicht möglich, da das Baufeld vollständig in Betrieb gehalten werden musste. Hinzu kam, dass der alte Kanal in 7 m Tiefe nur schwer zugänglich ist. Daher entschloss sich die für Kanalsanierungen zuständige Abteilung der HKM, die 350 m lange Strecke im Relining-Verfahren zu renovieren. Mit Ei-Profilen aus dem Rohrsystem Amiren verlegte die mit den Arbeiten beauftragte Tauber Rohrbau GmbH & Co. KG, Nürnberg, dabei Sonderprofile in der Nennweite DN 950/1532 von Amiantit.
„Aufgrund der flexiblen, an die individuellen Erfordernisse angepassten Fertigung füllt das Profil des gewählten Rohres den Platz im alten Kanal optimal aus, dadurch wird die größtmögliche Durchflussmenge erzielt“, sagt Dipl.-Ing. Bernhard Wilke, Abteilung TI-M der HKM.

Enges Zeitfenster

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Die statische Auslegung der Sonderprofile hält den auftretenden Lasten stand – Erd- und Verkehrslasten ebenso wie dem Wasserdruck von außen und innen.

Wilke unterstreicht die hohen Anforderungen an das Projekt: „Für die Baumaßnahme war betriebsbedingt nur ein sehr enger Zeitrahmen vorgesehen. Daher war allen Baupartnern klar, dass eine fach- und termingerechte Arbeit in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster nur möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“ Das vorrangige Ziel war die Wiederherstellung der Standsicherheit des Holzmannkanals und die Sicherstellung der weiteren dauerhaften Nutzung. „Da der Kanal in seiner Standfestigkeit stark beeinträchtigt war, wurde eine Sanierung mit einem Schlauchliner frühzeitig verworfen und die Entscheidung für den Einbau von Kurzrohrprofilen getroffen, wobei die Wahl insbesondere aufgrund der Werkstoffeigenschaften auf das Airen-GFK-Rohrsystem fiel“, so Wilke weiter. Der Werkstoff bietet eine lange Haltbarkeit und hohe Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und besitzt darüber hinaus gute hydraulische Eigenschaften.

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Autoren

 Jürgen Staratzke

Amiantit Germany GmbH, Mochau, StaratzkeJ@amiantit.eu

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